Familie-im-Web.de Aktuell Interview Magazin Goldene 50 Haus & Wohnen Festkalender CyberSerien CyberKoch
CyberReisen Lifestyle & Freizeit CyberGarten Beauty CyberMusical Haustiere Haushalt & Tipps
Wellness & Fitness Babys, Kids & Teens Internet Lexikon Fashion Foto & Filmen Film Kino DVD TV Anbieterkennzeichnung

Astilbe / Prachtspieren
Botanischer Name: astilbe arendsii hybriden
  • Beschreibung: Mit ihren fedrigen Rispen in vielen verschiedenen zarten und leuchtenden Farbtönen gehören Astilben zu den schönsten Stauden, die schattige Stellen im Garten geradezu verzaubern. Die Gattung der Astilben ist in Ostasien beheimatet.

    Die Astilbe wird oft "Spiere" genannt, der auf die Ähnlichkeit der Blütenstände mit denen der "Spirea" abzielt. Im botanischen Namen Astilbe steckt das griechische Wort "Glanz", dem der hiesige Name "Prachtspiere" am nächsten kommt.

    Von Sammlern und Forschern wurden die verschiedenen Wildformen im 19. Jahrhundert aus Ostasien nach Europa gebracht. Durch ständiges Kreuzen, Aussäen und Selektieren entstanden aus den ursprünglich nur weiß blühenden, niedrigen Astilben um die Jahrhundertwende die ersten rosa und rot blühenden Hybriden. Die Gattung besteht aus etwa 15 bis 45 Arten.

    • Im Juni und Juli blühen die Sorten Brautschleier (weiß, 60 - 70 cm), Grete Püngel (hellrosa, 80 cm) und Fanal (granatrot, 60 - 70 cm).
    • Im Juli und August blühen die Sorten Bergkristall (weiß, 100 cm), Anita Pfeifer (rosa, 70 cm) und Else Schluck (karminrot, 60 cm).
    • Im August und September blühen die Sorten Weiße Gloria (weiß, 60 cm), Callteya (rosa, 100 cm), Feuer (rot, 80 cm) und Glut (rot, 80 cm).

    Die Elternarten, die der Deutsche Georg Arends zur Züchtung verwendete, waren unscheinbar. Die Kreuzungen haben die Elternarten an Pracht und Blühwilligkeit weit übertroffen.

    Die astilbe arendsii hybriden zeichnen sich durch mittelhohen, üppigen Wuchs und ein fein gefiedertes Blattwerk aus. Die Pflanze wird je nach Sorte zwischen 40 und 100 Zentimeter hoch. Die Farbpalette reicht vom reinen Weiß über zartes Rosa bis zu leuchtendem Dunkelrot. Die Blütezeit ist von Juni bis August.

  • Standort: In den gemäßtigten Breiten der Nordhalbkugel sind einige Arten und ihre Hybriden in Parks und Gärten gepflanzt. In ihrer Heimat wachsen Astilben an feuchten Berghängen auf Humus reichen und Lehm haltigen Böden. Wo sie diese Bedingungen auch bei uns finden, zum Beispiel in niederschlagsreichen Mittelgebirgslagen und Küstengegenden, können sie ruhig auch in der Sonne stehen.

    In trockeneren Gebieten bevorzugen sie Plätze im Schatten oder Halbschatten von Mauern, Bäumen und Sträuchern. Auf trockenen, sand- und kalkhaltigen Böden fühlen sie sich nicht wohl. Eine Bodenverbesserung mit verrottetem Laub oder Rindenkompost ist dort vor der Pflanzung unbedingt notwendig.

    In heißen Sommern muss reichlich gegossen werden. Nur bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit lässt sich ein Eintrocknen der Blattspitzen und Blütenstände vermeiden. Durch gruppenweise Pflanzung verschiedener Sorten lässt sich ein bezauberndes Farbspiel von Juni bis September erzielen.

    Schattige Stellen in Beeten, an Gehölzrändern oder an der Nordseite des Hauses lassen sich damit wirkungsvoll verschönern.

  • Anzucht: Gepflanzt wird entweder im Herbst oder im Frühjahr. Das Frühjahr ist auch der beste Zeitpunkt für eine Teilung. Wenn das Wurzelwerk der Astilben aus dem Boden herauszuwachsen beginnt und die Pflanzen in der Mitte verkahlen, wird es Zeit, die Pflanzen neu aufzuteilen. Das ist aber nicht sehr oft der Fall.

    Astilben können lange an einer Stelle stehen und entwickeln sich erst so richtig schön nach vier bis sieben Jahren. Der harte Wurzelstock der Astilben lässt sich am besten mit einem scharfen Messer teilen. Die einzelnen, faustgroßen Stücke werden in gut vorbereitete Erde gesetzt, mit einem Pflanzabstand von ungefähr 50 cm.

    Zur Neupflanzung sollte eine Volldüngung mit 50 bis 100 g pro Quadratmeter gegeben werden. Vor allem wenn die Pflanzen in Wurzelkonkurrenz mit benachbarten, stark zehrenden Gehölzen stehen, sind jährliche Düngergaben im Mai bis Juni empfehlenswert.

    Gut bekommt ihnen organische Düngung, die gleichzeitig den Humusgehalt des Bodens erhöht, wie verrotteter Kompost oder Lauberde.

  • Pflege: Wie alle Pflanzen, die gleichbleibende Bodenfeuchtigkeit lieben, sind auch Astilben für eine Mulchdecke sehr dankbar. Frischer Rasenschnitt aber auch kleingehäckselte Gartenabfälle sind dafür geeignet. Unter einer solchen Abdeckung hält sich nicht nur die Bodenfeuchtigkeit länger, sie verhindert auch lästigen Unkrautwuchs.
  • Pflanzenschutz: Trotz ihrer zarten Schönheit sind Astilben sehr robuste Pflanzen. Am richtigen Standort werden sie kaum von Schädlingen oder Krankheiten befallen. Schnecken werden am besten abgesammelt.

    In spätfrostgefährdeten Lagen ist der zarte Frühjahrsaustrieb gefährdet und wird oft durch die Maifröste zerstört. Geben sie jungen Pflanzen deshalb Winterschutz mit Reisig.

  • Hinweise: Astilben lassen sich auch gut mit anderen Pflanzen kombinieren. Rhododendren, Azaleen und Farne sind Pflanzen mit ähnlichen Bedürfnissen, die gute Partner abgeben. Häufig kann man sie auch in der Gesellschaft von Funkien, Akelei oder Eisenhut sehen, die blaue Töne als Kontrast zu Weiß und Rosa liefern.

    Als Vor- oder Unterpflanzung eignen sich Kaukasus-Vergissmeinnicht, Japanprimeln, Purpurglöckchen und andere niedrige Schattenstauden.




Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Astilbe, astilbe arendsii hybriden. Foto: Harald-KU / Pixelio.de
Astilbe / Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Harald-KU / Pixelio.de
Großformatiges Foto
 
Astilbe, astilbe arendsii hybriden. Foto: Michael Baudy / Pixelio.de
Astilbe / Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Michael Baudy / Pixelio.de
Großformatiges Foto
 
Astilbe, astilbe arendsii hybriden. Foto: Michael Baudy / Pixelio.de
Astilbe / Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Michael Baudy / Pixelio.de
Großformatiges Foto
 
Astilbe, astilbe arendsii hybriden. Foto: Maja Dumat / Pixelio.de
Astilbe / Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Maja Dumat / Pixelio.de
Großformatiges Foto
 

ThemenChannel CyberGarten von Familie-im-Web
© 1994 - 2011 Dirk Jasper • Diese Seite drucken: Seite drucken