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Beschreibung: Mit ihren
fedrigen Rispen in vielen verschiedenen zarten und leuchtenden
Farbtönen gehören Astilben zu den schönsten
Stauden, die schattige Stellen im Garten geradezu verzaubern. Die
Gattung der Astilben ist in Ostasien beheimatet.
Die Astilbe wird oft "Spiere"
genannt, der auf die Ähnlichkeit der Blütenstände
mit denen der "Spirea" abzielt. Im botanischen Namen Astilbe
steckt das griechische Wort "Glanz", dem der hiesige Name
"Prachtspiere" am nächsten kommt.
Von Sammlern und Forschern wurden
die verschiedenen Wildformen im 19. Jahrhundert aus Ostasien nach
Europa gebracht. Durch ständiges Kreuzen, Aussäen und
Selektieren entstanden aus den ursprünglich nur weiß
blühenden, niedrigen Astilben um die Jahrhundertwende
die ersten rosa und rot blühenden Hybriden. Die Gattung
besteht aus etwa 15 bis 45 Arten.
- Im Juni und Juli blühen die
Sorten Brautschleier (weiß, 60 - 70 cm), Grete Püngel
(hellrosa, 80 cm) und Fanal (granatrot, 60 - 70 cm).
- Im Juli und August blühen die
Sorten Bergkristall (weiß, 100 cm), Anita Pfeifer (rosa, 70
cm) und Else Schluck (karminrot, 60 cm).
- Im August und September blühen
die Sorten Weiße Gloria (weiß, 60 cm), Callteya (rosa,
100 cm), Feuer (rot, 80 cm) und Glut (rot, 80 cm).
Die Elternarten, die der Deutsche
Georg Arends zur Züchtung verwendete, waren
unscheinbar. Die Kreuzungen haben die Elternarten an Pracht und
Blühwilligkeit weit übertroffen.
Die astilbe arendsii hybriden
zeichnen sich durch mittelhohen, üppigen Wuchs und ein fein
gefiedertes Blattwerk aus. Die Pflanze wird je nach Sorte zwischen
40 und 100 Zentimeter hoch. Die Farbpalette reicht vom reinen
Weiß über zartes Rosa bis zu leuchtendem Dunkelrot. Die
Blütezeit ist von Juni bis August.
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Standort: In den
gemäßtigten Breiten der Nordhalbkugel sind einige Arten
und ihre Hybriden in Parks und Gärten gepflanzt. In ihrer
Heimat wachsen Astilben an feuchten Berghängen auf Humus
reichen und Lehm haltigen Böden. Wo sie diese Bedingungen auch
bei uns finden, zum Beispiel in niederschlagsreichen
Mittelgebirgslagen und Küstengegenden, können sie ruhig
auch in der Sonne stehen.
In trockeneren Gebieten bevorzugen
sie Plätze im Schatten oder Halbschatten von Mauern,
Bäumen und Sträuchern. Auf trockenen, sand- und
kalkhaltigen Böden fühlen sie sich nicht wohl. Eine
Bodenverbesserung mit verrottetem Laub oder Rindenkompost ist dort
vor der Pflanzung unbedingt notwendig.
In heißen Sommern muss
reichlich gegossen werden. Nur bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit
lässt sich ein Eintrocknen der Blattspitzen und
Blütenstände vermeiden. Durch gruppenweise Pflanzung
verschiedener Sorten lässt sich ein bezauberndes Farbspiel von
Juni bis September erzielen.
Schattige Stellen in Beeten, an
Gehölzrändern oder an der Nordseite des Hauses lassen
sich damit wirkungsvoll verschönern.
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Anzucht: Gepflanzt wird
entweder im Herbst oder im Frühjahr. Das Frühjahr ist
auch der beste Zeitpunkt für eine Teilung. Wenn das Wurzelwerk
der Astilben aus dem Boden herauszuwachsen beginnt und die
Pflanzen in der Mitte verkahlen, wird es Zeit, die Pflanzen neu
aufzuteilen. Das ist aber nicht sehr oft der Fall.
Astilben können lange an
einer Stelle stehen und entwickeln sich erst so richtig schön
nach vier bis sieben Jahren. Der harte Wurzelstock der
Astilben lässt sich am besten mit einem scharfen Messer
teilen. Die einzelnen, faustgroßen Stücke werden in gut
vorbereitete Erde gesetzt, mit einem Pflanzabstand von
ungefähr 50 cm.
Zur Neupflanzung sollte eine
Volldüngung mit 50 bis 100 g pro Quadratmeter gegeben werden.
Vor allem wenn die Pflanzen in Wurzelkonkurrenz mit benachbarten,
stark zehrenden Gehölzen stehen, sind jährliche
Düngergaben im Mai bis Juni empfehlenswert.
Gut bekommt ihnen organische
Düngung, die gleichzeitig den Humusgehalt des Bodens
erhöht, wie verrotteter Kompost oder Lauberde.
- Pflege: Wie alle Pflanzen,
die gleichbleibende Bodenfeuchtigkeit lieben, sind auch
Astilben für eine Mulchdecke sehr dankbar. Frischer
Rasenschnitt aber auch kleingehäckselte Gartenabfälle
sind dafür geeignet. Unter einer solchen Abdeckung hält
sich nicht nur die Bodenfeuchtigkeit länger, sie verhindert
auch lästigen Unkrautwuchs.
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Pflanzenschutz: Trotz ihrer
zarten Schönheit sind Astilben sehr robuste Pflanzen.
Am richtigen Standort werden sie kaum von Schädlingen oder
Krankheiten befallen. Schnecken werden am besten
abgesammelt.
In spätfrostgefährdeten
Lagen ist der zarte Frühjahrsaustrieb gefährdet und wird
oft durch die Maifröste zerstört. Geben sie jungen
Pflanzen deshalb Winterschutz mit Reisig.
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Hinweise: Astilben
lassen sich auch gut mit anderen Pflanzen kombinieren.
Rhododendren, Azaleen
und Farne sind Pflanzen mit ähnlichen Bedürfnissen, die
gute Partner abgeben. Häufig kann man sie auch in der
Gesellschaft von Funkien, Akelei oder Eisenhut sehen, die blaue
Töne als Kontrast zu Weiß und Rosa liefern.
Als Vor- oder Unterpflanzung eignen
sich Kaukasus-Vergissmeinnicht, Japanprimeln, Purpurglöckchen
und andere niedrige Schattenstauden.
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Astilbe /
Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Harald-KU / Pixelio.de |
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Astilbe /
Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Michael Baudy / Pixelio.de |
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Astilbe /
Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Michael Baudy / Pixelio.de |
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Astilbe /
Prachtspieren
astilbe arendsii hybriden
Foto: Maja Dumat / Pixelio.de |
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