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Begonie, Schiefblatt
Botanischer Name: begonia elatior hybriden
  • Beschreibung: Viele Begonien tragen den Namen von Göttinnen oder Mädchen. Wer den Namen Begonie Aphrodite hört, dem fallen dabei wunderschöne, doppelte, rosa Blüten ein. Die hübschen Begonien blühen mit etwas Glück das ganze Jahr. Im Sommer kann man sie in Blumenkästen nach draußen setzen. Ein bisschen putzen, gießen und düngen - das ist die ganze Pflege

    Von den vielen Begonien-Arten, die für die Kultur im Zimmer angeboten werden, sind die begonia elatior hybriden besonders beliebt. Der Engländer J. Veitch war der erste, der im Jahre 1883 Knollenbegonien aus Südamerika mit begonia socontrana aus Ostafrika kreuzte. Dabei entstand die erste Elatior-Hybride, die er "John Heal" nannte. Diese Kreuzungen wurden von anderen Botanikern fortgeführt. Heute, gut hundert Jahre später, besitzen wir eine Anzahl interessanter Begonien.

    Elatior-Hybriden besitzen durch ihre Kreuzungen Eigenschaften, die an Weihnachtsbegonien erinnern, sie haben aber größere Blüten. Die Pflanzen sind niedrig, krautartig, mit einer Fülle von Blüten in vielen Schattierungen, von rot über rosa bis weiß.

    Die Blüten halten sehr lange, und die Pflanze blüht fast das ganze Jahr über. Einige haben gefüllte Blüten, andere einfache. Die untersten Blätter sind fast bei allen diesen Hybriden beinahe schildförmig. Die oberen dagegen sind kleiner und sehen einem Herz ähnlich.

    Es gibt auch eine Zwergsorte. Sie ist nur halb so groß wie die normale Elatior-Begonie. Ihre hübschen, kleinen Blüten sind fast immer einfach. Die Minis, die man in vielen Farbschattierungen bekommt, sind ein entzückender Schmuck für jede Fensterbank.

    Die Pflanzen wachsen dicht und kompakt. Ältere müssen entspitzt werden, damit sie nicht hoch schießen. Ihre Größe schwankt zwischen 15 cm (Minibegonie) und 30 - 40 cm. Die Blüten sind ohne Duft.

    Eine bekannte Bezeichnung für die Begonie ist auch Schiefblatt. Das stammt daher, dass die Blätter der Begonie asymmetrisch sind, was in diesem Fall bedeutet, dass eine Hälfte des Blattes immer größer als die andere ist.

  • Standort: Elatior-Hybriden mögen viel Helligkeit, aber keine direkte Sonne. Ist es wärmer als 21 Grad, können die Knospen abfallen. Im Winter sollte die Temperatur nicht über 15 - 18 Grad liegen. Frische Luft wirkt Mehltaubefall vor.
  • Anzucht: Begonien kann man leicht vermehren. Schneiden Sie Stecklinge, denn aus Triebspitzenstecklingen entstehen die schönsten neuen Begonien. Aber auch Blattstecklinge kann man nehmen. Sie wurzeln fast das ganze Jahr über. Der beste Zeitpunkt aber ist direkt nach der Blüte.

    Triebspitzenstecklinge sollten etwa 8 cm lang sein. Sie werden dicht unter einem Blattansatz geschnitten, das unterste Blattpaar sollten Sie abschneiden. Sie wurzeln sogar im Wasser, besser aber in einem Sand-Torf-Erde-Gemisch, brauchen aber etwas zusätzliche Wärme.

    Als Sonnenschutz legt man Plastikfolie darüber. Dann dürfen sie jedoch nicht zu nass stehen, damit keine Fäulnis entsteht. Wenn sie Wurzeln haben, kommen die Pflanzen in 11 - 12 cm große Töpfe. Damit sie schön buschig werden, müssen sie mehrmals die Triebspitzen abkneifen.

  • Pflege: Begonien sind sehr pflegeleicht, wenn sie viel frische Luft haben. Die Erde sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Nehmen Sie stets weiches, lauwarmes Wasser; Begonien sind kalkfeindlich. Während der Wachstumszeit wird einmal wöchentlich gedüngt.

    Vorsicht beim Umtopfen. Elatior-Hybriden sind wie alle anderen Begonien zerbrechliche Pflanzen mit fleischigen und saftigen Teilen. Die kleinste Beschädigung kann eine Fäulnisinfektion hervorrufen - am häufigsten Mehltau. Deshalb müssen Sie vor allem beim Umpflanzen ganz vorsichtig sein.

    Legen Sie eine Lage feuchten Torfmull oder eine Gartenerde-Torfmull-Mischung in den Topf, und setzen Sie die Begonie darauf. Dann wird um den Erdballen herum vorsichtig Erde eingefüllt, so dass zwar alle Wurzeln bedeckt sind, die Erde aber nicht zu dicht gepresst ist. Stellen Sie die Begonie schattig und gießen Sie einige Tage nicht.

    Größere Arten muss man mehrmals im Jahr umtopfen. In zu kleinen Töpfen erkranken die Pflanzen leicht. Gut geeignet sind Plastiktöppfe und Einheitserde mit etwas Torf.

    Nach dem Verblühen wird die Pflanze zurückgeschnitten. Vor der neuen Blüte mehrmals die Triebspitzen abkneifen, damit sie buschig wächst.

  • Pflanzenschutz: Braune Blattflecken deuten auf Verbrennungen hin. Dann hat die Pflanze mit nassen Blättern in der Sonne gestanden. Gelbe und schlaffe Blätter zeigen an, dass die Pflanze kühl und zu feucht steht. Stellen Sie sie wärmer.

    Weiche, weiße Stellen auf den Blättern sind Mehltauflecken. Entdeckt man den Befall früh, können Sie kranke Blätter abnehmen. Tritt neuer Mehltau auf, müssen Sie die Pflanze wegwerfen.

    Spinnmilben erkennt man als kleine Pünktchen unter den Blättern. Bei starkem Befall müssen Sie die Pflanze wegwerfen, bei schwachem wird sie isoliert und mit einem Gegenmittel behandelt.

    Blattläuse unter den Blättern treten vor allem draußen auf. Spritzen Sie mit einem Insektenmittel.

  • Hinweise: Die Begonien müssen beim Kauf frisch-grün sein, Blüten und Knospen haben und dürfen nicht beschädigt sein.

    Begonien stammen ursprünglich aus dem tropischen Regenwald. Am vielfältigsten sind sie in Südamerika verbreitet. Inzwischen gibt es weit mehr als 1.000 Arten, die wegen ihrer farbenprächtigen Blätter und ausdruckvollen Blüten gezogen werden.




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Begonie, Schiefblatt, begonia elatior hybriden. Foto: Gerda Bruske / Pixelio.de
Begonie, Schiefblatt
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Begonie, Schiefblatt, begonia elatior hybriden. Foto: Barbara Schneider / Pixelio.de
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Begonie, Schiefblatt, begonia elatior hybriden. Foto: Okamuwi / Pixelio.de
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Begonie, Schiefblatt, begonia elatior hybriden. Foto: Silke Bahr / Pixelio.de
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