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Beschreibung: Unter
dem Namen Rotdorn versteht man heute die rotblühenden
Formen von eingriffeligem Weißdorn (crataegus monogyna),
zweigriffeligem Weißdorn (crataegus laevigata) sowie
verschiedene Bastarde und Sorten, die in den Baumschulen
erhältlich sind. Im Frühsommer prangt der Strauch mit
seinen zum Teil gefüllten Blütenschmuck, im Herbst werden
die reifen Scheinfrüchte kräftig rot. Der Wuchs des
crataegus monogyna punicea ist dicht, die Zweige wachsen
leicht überhängend und bei guten Wuchsbedingungen
erreicht er eine Höhe von etwa 4 Metern.
- Standort: Der
Rotdorn gehört zu den anspruchlosen Gewächsen.
Gerade deshalb wird er sowohl in den heimischen Gärten als
auch in öffentlichen Anlagen und nicht zuletzt zur
Böschungsbegrünung gerne genutzt. Am besten geeignet ist
jedoch ein vollsonniger bis halbschattiger Standort. Der Boden
sollte leicht durchlässig sein, damit keine Staunässe
entsteht.
- Anzucht: Bei
strauchartigen Pflanzen kann die Vermehrung über die
zahlreichen Wurzelausläufer erfolgen. Auch die Nachzucht aus
Samen ist möglich, jedoch sehr aufwändig. Wer jedoch den
Rotdorn als Solitärgehölz bevorzugt, ist besser
beraten, wenn er bereits fertige Pflanzen in Baumschulen kauft,
weil der Rotdorn ansonsten sehr aufwändig beschnitten
werden muss.
- Pflege: Der
Rotdorn kann ohne Probleme auch stärkere
Rückschnitte wegstecken, was ihn als lichte Heckenpflanze sehr
beliebt macht. Er verträgt Wind und Trockenheit und reagiert
nur empfindlich auf Böden, auf denen bereits zuvor andere
Rosengewächse gestanden haben. Durch den einseitigen
Nährstoffentzug im Boden kann es zu Wuchshemmung kommen.
Abhilfe schafft hier ein handelsüblicher Rosendünger, der
allerdings sehr maßvoll eingesetzt werden sollte.
- Pflanzenschutz:
Blattläuse und Raupen der Gespinstmotte, des Goldafters und
des Frostspanners können der Pflanze erhebliche Schäden
zuführen. Wenn Sie dafür sorgen, dass Sie einheimischen
Vogelarten ausreichend Nistmöglichkeiten in der Nähe der
Pflanze bieten, wird das Problem biologisch reguliert. In den
letzten Jahren wurden jedoch immer weniger Pflazen dieser Art
eingesetzt, da sie als Hauptwirt des gefährlichen Feuerbrandes
oft große, benachbarte Flächen geschädigt
hat.
- Hinweise: Vorsicht
bei allen Pflanzarbeiten! Der Rotdorn hat sehr scharfe
Dornen, die schmerzende Verletzungen hervorrufen
können.
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