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Fuchsie
Botanisch: Fuchsia x Hybriden
Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)

  • Beschreibung: Die Fuchsie ist fast ein Symbol für den Sommer. Ihre romantischen, leicht hängenden, roten oder weißen Blütenglocken sieht man überall - auf der Terrasse, im Balkonkasten, auf der Fensterbank.

    Benannt wurde die Fuchsie nach dem deutschen Arzt und Botaniker Leonhard Fuchs. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Süd- und Mittelamerika, aus Neuseeland oder Tahiti. In Europa ist sie seit etwa 1800 heimisch.

    Etwa 100 botanische Arten kennt man. Daneben sind aber im Laufe der Zeit eine Unmenge von Kultursorten entstanden. Es gibt inzwischen krautartige und verholzte, niedrige im Topf, mit Stämmchen im Kübel, hängende und kriechende als Ampelpflanzen, winterharte als Gartensträucher, für den Balkon und fürs Zimmerfenster.

    Die meisten Fuchsien sind Hybriden, das heißt, sie sind durch zahlreiche Kreuzungen verschiedener Arten entstanden.

    Dass die Blüten so besonders auffallen, kommt durch ihre eigenartige Form: Vier farbige Kelchblätter legen sich schützend um eine meist andersfarbige Blütenkrone. Meist sind die schwachduftenden Blüten rötlich oder violett. Daraus ragen die Staubfäden und ein überlanger Griffel hervor. Die Blüte beginnt Ende April und dauert bis Anfang Oktober.

  • Standort: An einem leicht schattigen, kühlen Platz mit mäßig hoher Luftfeuchtigkeit wird die Fuchsie am schönsten. Im Sommer kann sie geschützt auch draußen stehen, im Winter bei 6 bis 10 Grad.
  • Anzucht: Vermehrt werden Fuchsien durch Stecklinge. Krautartige werden im Sommer geschnitten, verholzte bereits im Frühjahr. In Wasser oder einem Torf-Sand-Gemisch bekommen sie schnell Wurzeln.

    Durch Aussaat gewinnt man neue Sorten.

  • Pflege: Die überwinternden Pflanzen werden etwas mehr gegossen, dürfen aber noch nicht gedüngent werden!

    Hat das Wachstum begonnen, kann man die Pflanzen Anfang März um ein Drittel kürzen und in Form schneiden. Die abgeschnittenen Teile können Sie als Stecklinge benutzen. Beginnen Sie langsam mit dem Düngen.

    Im Mai und Juni reichlich gießen, alle 10 Tage düngen. Pflanzen eventuell nach draußen stellen.

    Juli bis August. Verwelkte Blüten regelmäßig entfernen, so dass die Samenbildung zugunsten neuer Blüten verhindert wird. Achten Sie auf Läuse. Jetzt ist auch die richtige Zeit für Stecklinge.

    Im September bis Oktober werden die Pflanzen winterklar gemacht. Von draußen hereinholen und säubern. Gelbe Blätter entfernen, die letzten Blüten abschneiden. Vor allem müssen Sie jetzt sämtliche Schädlinge mit ihren Eiern vernichten.

    Im November - Januar müssen alle Fuchsien kühl stehen und bekommen weniger Wasser. In dieser Zeit sollen sie ruhen.

    Umgetopft wird im März in nicht so große Gefäße. Einheitserde genügt, Sie können aber auch etwas Sand beimischen.

    Die meisten Fuchsien müssen beschnitten werden, damit sie eine schöne Form bekommen. Sonst schießen sie leicht zu sehr in die Höhe.

    Die beste Zeit ist das Frühjahr. Sie können aber das ganze Jahr über häßliche, lange Triebe abschneiden und diese gleich zur Vermehrung benutzen.

    Fuchsien kann man gut zum Hochstämmchen erziehen. Sie müssen nur immer wieder die untersten Seitentriebe abbrechen, bis der Stamm die gewünschte Höhe erreicht hat. Das dauert längere Zeit. Anschließend wird dann die Krone in Form geschnitten. Besonders schön als Bäumchen sehen die hängenden Fuchsien-Arten aus.

    Genauso wichtig wie das Beschneiden kann das Hochbinden sein. Viele Pflanzen bekommen so viele Blüten, dass der Stiel die Fülle kaum tragen kann. Setzen Sie einen Stock mit in den Topf, an den die Pflanze angebunden wird.

  • Pflanzenschutz: Wenn die Blätter während des Wachstums im Sommer abfallen, steht die Pflanze zu dunkel oder zu warm.

    Wenn die Blätter im Winter abfallen, ist das zum Teil normal. Werden die Zweige aber nackt, ist es der Pflanze zu warm, zu dunkel oder sie wird zu viel gegossen.

    Blattläuse treten gelegentlich unter den Blättern auf. Isolieren Sie die Pflanze und spritzen Sie mit einem Insektenmittel. Auch Abduschen der Pflanze hilft.

    Gegen Weiße Fliegen spritzen Sie mehrmals mit einem Gegenmittel, jeweils mit einer Woche Zwischenraum.

  • Hinweise: Regen schadet den Blüten der Fuchsien! Steht Ihre Fuchsie im Sommer draußen, stellen Sie die Pflanze bei schlechtem Wetter unter ein Vordach oder holen Sie sie ins Haus.
Fuchsie Fuchsia x Hybriden Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Foto: Archiv

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