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Ginkgo, Fächerblattbaum
Botanisch: Ginkgo biloba
Familie: Ginkgogewächse (Ginkgoaceae)

  • Beschreibung: Der Ginkgo biloba ist eine botanische Rarität. Zum einen stammt er wie der Chinesische Mammutbaum und die Andentanne noch aus der Urzeit und ist somit etwa 300 Millionen Jahre alt.

    Zum anderen laufen die Nerven in den "Blättern" parallel zueinander. Damit gehört die Pflanze botanisch gesehen zu den Nadelgehölzen, auch wenn man dies angesichts der breiten Blattfläche kaum glauben mag.

    Wie die Pflanze allerdings die extremen Klimaschwankungen und zahlreichen Waldbrände überlebt hat, gilt bis heute als ungeklärt. Einige Forscher vermuten, dass der Ginkgo biloba in der Lage ist, über die Zweige und das Grün Wasser abzugeben, das ihn bei Feuer schützt.

    Buddhistische Tempeldiener haben den Fächerblattbaum dann über Jahrhunderte in und um ihren Tempel gepflanzt, da er für heilig gehalten wurde und wegen seines hohen Alters verehrt wurde.

    Wie die Eibe ist auch der Ginkgo eine zweihäusige Pflanze. Männliche und weibliche Blüten sitzen auf zwei verschiedenen Pflanzen und können vor der Blütezeit nur dadurch unterschieden werden, dass die männlichen etwa zwei Wochen früher austreiben als die weiblichen.

  • Standort: Der Fächerblattbaum liebt einen sonnigen bis halbschattigen Platz auf gut drainierender Gartenerde. Stauende Lehmböden verträgt die Pflanze nicht.
  • Anzucht: Wegen der Zweihäusigkeit ist es sehr schwierig eigene Nachzucht zu betreiben. Vermehrung durch Steckhölzer gelingt äußerst selten. Kaufen sie am Besten fertige Pflanzen in einer Baumschule.
  • Pflege: Hauptpflanzzeit ist im Frühjahr oder Herbst. Bereits vor dem Austrieb sollte man den Ginkgo organisch düngen. Eine zweite Düngergabe empfiehlt sich Ende Mai oder Anfang Juni.

    Auf der Fläche um den Stamm, die etwa so groß wie die Krone im Durchmesser ist, sollten etwa 40 Gramm Dünger pro Quadratmeter bei ausgewachsenen Gehölzen verabreicht werden.

  • Pflanzenschutz: Junge Pflanzen brauchen im Herbst Winterschutz. Optimal ist eine mit Folie umwickelte Strohschicht um den Kronenbereich und eine Mischung aus Reisig, Torf und trockenem Laub für den Wurzelbereich.
  • Hinweise: Beliebt ist der Fächerblattbaum auch wegen seiner unempfindlichkeit gegenüber Industrie- und Stadtabgasen.

    Wie die Lärche wirft auch der Ginkgo seine Nadeln im Herbst ab. Dies ist ein weiterer Grund dafür, dass man es oft für ein Laubgehölz hält.

    Auch in der Medizin hat der Ginkgo eine wichtige Bedeutung. In zahlreichen Präparaten werden Pflanzenauszüge verwendet.

Ginkgo, Fächerblattbaum Ginkgo biloba Ginkgogewächse (Ginkgoaceae). Foto: Archiv

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