-
Beschreibung: Die
Stechpalme ist ein gleichmäßig wachsendes,
immergrünes Gehölz, das in heimischen Gärten genauso
oft zu sehen ist, wie die Mahonie. Als Strauch wird sie
rund einen Meter hoch, als Baum bis zu 15 Metern groß.
Ihr aufrecht pyramidaler
Wuchs und die dunkelgrünen, glänzenden Blätter, die
an den Rändern mit spitzen, schmerzhaft stechenden Dornen
versehen sind, haben zu der deutschen Namensgebung
beigetragen.
Ab Mitte Mai treiben an den
Triebspitzen viele kleine, weiße und angenehm duftende
Blüten hervor, die im Herbst zu feuerroten aber hochgiftige
Beeren werden.
Die Ilex aquifolium
ist im Handel in zahlreichen Sorten erhältlich. Die
üblichsten zeigen farbliche Variationen in Wuchshöhe,
Blüte und Blattfarbe. Ihre nächste Verwandte ist die
japanische Stechpalme.
-
Standort: Die
Stechpalme steht am liebsten auf humoser, feuchter
Gartenerde, die vom pH-Wert lieber etwas saurer als zu alkalisch
sein sollte.
Ein windgeschützter
Platz, der absonnig oder halbschattig gelegen ist, bietet die
besten Wuchsbedingungen für die Pflanze.
-
Anzucht: Die
Ilex wird am häufigsten durch Steckhölzer
vermehrt, da diese sich, trotz recht langsamer Wurzelbildung, am
schnellsten entwickeln.
Auch die Nachzucht aus den
harten Samen ist möglich, jedoch sehr aufwändig, da die
Samen vor dem Keimen mindestens zwölf Monate in sandigem
Substrat gelagert werden müssen.
-
Pflege: Vor dem
Winter muss die Stechpalme reichlich gewässert werden,
da sie, wenn der Boden erst gefroren ist, kein Wasser mehr
aufnehmen kann und es schnell zu Vertrocknungen kommt.
Vor dem Austrieb im
Frühjahr kann ein Erziehungsschnitt die Pflanze in Form
bringen, muss aber nicht unbedingt sein.
Der Schnitt der
Steckhölzer sollte nach der Blüte erfolgen, wenn die
Pflanze noch voll im Saft steht. Am besten eigenen sich Juli und
August.
Eine gemischte Schicht aus
Reisig, Torf und Laub, die auf den Wurzelbereich aufgebracht wird,
erleichtert der Ilex das Überwintern.
-
Pflanzenschutz: In
Gruppenpflanzungen mit Sauerdorngewächsen wie der schmalblättrigen
Berberitze, der Warzenberberitze und besonders
der Mahonie treten
gelegentlich Rost und / oder Mehltau auf.
In vielen Fällen stehen
die Pflanzen dann zu feucht. Das Umsetzen an einen anderen Standort
kann Besserung bringen.
- Hinweise: Weisen sie
Kinder, die in ihrem Garten spielen, auf die Gefahr der
verfüherisch roten, aber hochgiftigen Beeren
hin!
|
|