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Feuerbohne, Prunkbohne
Botanisch: Phaseolus coccineus • Familie: Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
Feuerbohne, Prunkbohne

Beschreibung Die Heimat der Feuerbohne, die auch den volkstümlichen Namen Prunkbohne trägt, ist Mittel- und Südamerika. Sie gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler.

Die Blütezeit setzt im Sommer ein. Große Blütentrauben mit scharlachroten, manchmal gesprenkelten Blüten haben erheblichen Zierwert.

Standort Die Feuerbohne verlangt, entsprechend ihrer Heimat, einen warmen, geschützten Standort.
Anzucht Die Feuerbohne ist sehr kältempfindlich und sollte erst ab Mitte Mai ausgepflanzt werden. Pflanzenabstand 25 x 50 cm. Mit der Anzucht in Jiffy-Nährboden ist daher erst Ende April zu beginnen.
Pflege Im nährstoffreichen Boden wächst die Feuerbohne sehr stark. Schnüre oder lange Stangen dienen als Klettergerüst.
Pflanzenschutz Bei Trockenheit und großer Hitze können die Rote Spinne und die Schwarze Bohnenlaus an der Feuerbohne auftreten. Sie sind mit E 605 oder Metasystox zu bekämpfen.

Gegen Brennfleckenkrankheit helfen wiederholte Spritzungen mit Zineb-Präparaten. Bohnenrost erkennt man an weißen Pusteln auf der Blattunterseite. Bekämpfung: Fruchtwechsel, Stangen oder Fäden mit Formalin desinfizieren.

Hinweise An der Feuerbohne können viele botanische Beobachtungen durchgeführt werden. Bereits das keimende Samenkorn bietet sich für botanische Beobachtungen an. Es besteht aus zwei großen Keimblättern, die gleichzeitig Nährgewebe sind. Dazwischen liegt der typische Keimling einer zweikeimblättrigen Pflanze. Charakteristisch für die Feuerbohne ist, dass die Keimblätter nach der Keimung unter der Erde verbleiben - im Gegensatz zu allen anderen Pflanzenarten. Der Spross wächst links windend um einen gegebenen Halt aufwärts.

Es ist interessant, den Aufbau der Schmetterlingsblütler zu studieren. Nach der Bestäubung durch Insekten bilden sich Samen, die in großen, langen Hülsen zusammengefasst sind (Unterschied Schote). Interessant sind schließlich noch die Wurzeln. Diese sind in der Lage, in Symbiose mit Knöllchenbakterien den Stickstoff aus der Luft zu binden und an den Wurzeln anzulagern. Auf diese Weise wird der Boden mit Stickstoff angereichert. Die nächste Pflanzengeneration kann diesen als Nährstoff aufnehmen.

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