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| Blasenspiere |
| Botanisch: Physocarpus opulifolius • Familie: Rosengewächse (Rosaceae) |
| Beschreibung |
Der Physocarpus ist eine artenarme Gattung. Fast alle Arten stammen aus Nordamerika. Die Blasenspiere ist botanisch gesehen nahe mit der Spiraea nipponica und der Spiraea x arguta verwandt, zu der sie früher auch gezählt wurde. Die Pflanze bildet einen hochgewachsenen, breit ausladenden Strauch. Die einjährigen Triebe sind leicht behaart und treiben senkrecht nach oben. Das mehrjährige Holz zeichnet sich dadurch aus, dass die Rinde glatt wird und sich in feinen Streifen schält. Die dunkelgrünen, rauhen Blätter erinnern an Himbeerblätter und sollen recht unempfindlich gegen Luftverschmutzung sein. Im Herbst verfärben sie sich und bieten mit der goldgelben Farbe ein sehr schönes Bild. Das macht die Pflanze zu einem oft genutzten Strauch in unseren heimischen Gärten. Die im Juli erscheinenden, weißen bis zartrosafarbenen Blütendolden sitzen so dicht beieinander, dass sie der Pflanze den botanischen Artnamen opulifolius (= schneeballblättrig) eingebracht haben. Aus diesen wachsen dann im Frühherbst die rotgefärbten Blasenfrüchte hervor, die beim Zerdrücken lautstark knallen.
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| Standort | Die Blasenspiere hat eine Vorliebe für schattige Plätze und feuchte Erde. Dort wächst sie besonders gut. Aber auch an weniger geeigneten Standorten tragen die Pflanzen mit ihrer Wuchsfreudigkeit zahlreiche Blüten und Früchte. | |
| Anzucht |
Die Vermehrung erfolgt mit Steckhölzern, die im Frühjahr geschnitten, gebündelt und in die Erde eingeschlagen werden. Nach der Bewurzelung können die Bündel getrennt werden. Drei bis vier Steckhölzer werden dann zusammen an eine Stelle gepflanzt, damit die arttypische Strauchform erhalten bleibt. | |
| Pflege |
Neben einem Erziehungs- oder Verjüngungsschnitt im Frühjahr ist es für die Pflanze nur noch wichtig, das ganze Jahr über ausreichend mit Wasser versorgt zu werden. Besondere Düngergaben sind nicht erforderlich. | |
| Pflanzenschutz | Da die Pflanze als Wirt für viele Insekten- und Vogelarten dient, sollte bei Schädlingsbefall vom Einsatz systemischer Pflanzenschutzmittel abgesehen werden. | |
| Hinweise | Für den besonderen 'Hingucker' sorgt die Sorte Physocarpus luteus. Mit ihren gelblichen Blättern fällt sie ähnlich stark auf wie die Bluthasel oder Blutbuche mit ihren roten Blättern. |
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