Familie-im-Web.de Aktuell Interview Magazin Goldene 50 Haus & Wohnen Festkalender CyberSerien CyberKoch
CyberReisen Lifestyle & Freizeit CyberGarten Beauty CyberMusical Haustiere Haushalt & Tipps
Wellness & Fitness Babys, Kids & Teens Internet Lexikon Fashion Foto & Filmen Film Kino DVD TV Anbieterkennzeichnung
Becherprimel
Botanisch: Primula obconica • Familie: Primelgewächse (Primulaceae)


Beschreibung Die meisten Primeln blühen im Frühjahr zwar üppig und reichlich, aber nur sehr kurze Zeit. Anders die Becherprimeln: Ihre Blüten überdauern fast den ganzen Sommern; eine sehr dankbare Pflanze. Dieses mehrjährige tropische Staudengewächs kam vor ungefähr 100 Jahren nach Europa. Durch ständiges Veredeln wurden die Blüten immer größer und farbenprächtiger.

Grundfarbe der Becherprimeln ist kaminrot. Aber auch dezentere, zartere Ausführungen kommen vor. Sie reichen bis zu einer angenehmen Apfelblütenfarbe. Dann wiederum treten kräftige dunkelblaue Pflanzen auf und solche mit blasseren Nuancen. Besonders beliebt sind zweifarbige: rot-Weiß, blau-Weiß. Der letzte Schrei ist eine Kombination aus lachsrosa und orange.

Die Blüten sitzen in 15 cm hohen Ständen über dem Laub. Sie kommen nach und nach während des ganzen Sommers und auch im Winter. Weiße Becherprimeln wirken vornehm, zweifarbige sind auffälliger. Der Duft wirkt würzig.

Im Volksmund heißt diese Pflanze auch "Ekzemprimel" oder "Juckprimel". Aus gutem Grund: Einige Menschen reagieren mit allergischem Hautausschlag. Der Grund dafür sind zwei verschiedene Arten von Haaren an den Primelblättern. Die langen Spitzen reizen die Haut, die kürzeren Drüsenhaare enthalten den Stoff Primin, der zu Irritationen auf der menschlichen Haut führen kann. Jedoch wurden in den vergangenen Jahren Becherprimeln mit weniger Primin gezüchtet, die das Allergiker-Problem etwas verringerten. Trotzdem: Ein wenig Vorsicht im Umgang mit dieser sonst so unproblematischen Pflanze ist immer angebracht.

Standort Die Bechrprimel verträgt normale Zimmertemperatur, kann im Winter aber ruhig etwas kühler stehen. Im Sommer sollte sie vor der sengenden (Mittags-)Sonne geschützt werden. Ideal ist dann ein halbschattiger Fensterplatz.
Anzucht Ältere Pflanzen lassen sich teilen. Gärtner vermehren durch Samen. Das können Sie auch: Im März den Samen in Torf aussäen. Nach einem Monat Keimzeit die neuen Pflanzen in Töpfe umsetzen. Nach ca. 8 Monaten beginnt die erste Blüte.
Pflege Die Becherprimel gehört zu den besonders leicht und einfach zu pflegenden Zimmerpflanzen. Andererseits empfiehlt sich eine regelmäßige Pflege, die ebenfalls keine großen Umstände macht. Zwar würde die Primel nicht umgehend eingehen, wenn die Wasserzufuhr oder das Düngen vernachlässigt würden, es sollte aber nicht zur Regel gemacht werden.

Der kräftige Wuchs braucht sehr viel Wasser. Die Erde darf nie völlig austrocknen. Von April/Mai bis Ende August einmal pro Woche dem Gießwasser Flüssigdünger zugeben oder Langzeitdünger verwenden.

Einmal jährlich sollte in frische Blumenerde umgepflanzt werden. Dabei darf der Wurzelballen etwas verkleinert werden. Das erspart größere Töpfe.

Alle verwelkten Stiele und Blätter werden entfernt. Dabei keine Reste übriglassen.

Pflanzenschutz Die grüne Blattlaus ist nur schwer zu erkennen, sie sitzt unten am Stiel der frischen Blätter. Versuchen Sie es zuerst mit einem kräftigen Wasserstrahl. Oft wird Ihnen aber kaum etwas anderes als ein spezielles Schädlingsbekämpfungsmittel übrigbleiben.

Weiße Fliegen lassen sich gern auf den größeren, schon ganz entwickelten Blättern nieder. Sie werden wie die grüne Blattlaus bekämpft.

Auch Spinnmilben werden so beseitigt.

Gelbe Blätter sind fast immer ein Anzeichen von Nahrungsmangel. Wenn es Ihnen zu umständlich ist, dem Gießwasser einmal pro Woche Flüssigdünger beizugeben, empfiehlt sich Langzeitdünger. Der Fachhandel bietet zahlreiche "Ausführungen" davon an.

Hinweise Blumenhändler haben eine Vorliebe dafür, Becherprimeln mit Blattpflanzen in schönen Pflanzgefäßen zu kombinieren. Es steigert die farblichen Effekte, ist aber nicht unbedingt von Vorteil. Häufig nehmen sich die unterschiedlichen Pflanzen die günstigsten Lebensbedingungen weg.
ThemenChannel CyberGarten von Familie-im-Web
© 1994 - 2011 Dirk Jasper