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| Becherprimel |
| Botanisch: Primula obconica • Familie: Primelgewächse (Primulaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Die meisten Primeln blühen im Frühjahr
zwar üppig und reichlich, aber nur sehr kurze Zeit. Anders die
Becherprimeln: Ihre Blüten überdauern fast den ganzen
Sommern; eine sehr dankbare Pflanze. Dieses mehrjährige
tropische Staudengewächs kam vor ungefähr 100 Jahren nach
Europa. Durch ständiges Veredeln wurden die Blüten immer
größer und farbenprächtiger.
Grundfarbe der Becherprimeln ist kaminrot. Aber auch dezentere, zartere Ausführungen kommen vor. Sie reichen bis zu einer angenehmen Apfelblütenfarbe. Dann wiederum treten kräftige dunkelblaue Pflanzen auf und solche mit blasseren Nuancen. Besonders beliebt sind zweifarbige: rot-Weiß, blau-Weiß. Der letzte Schrei ist eine Kombination aus lachsrosa und orange. Die Blüten sitzen in 15 cm hohen Ständen über dem Laub. Sie kommen nach und nach während des ganzen Sommers und auch im Winter. Weiße Becherprimeln wirken vornehm, zweifarbige sind auffälliger. Der Duft wirkt würzig. Im Volksmund heißt diese Pflanze auch "Ekzemprimel" oder "Juckprimel". Aus gutem Grund: Einige Menschen reagieren mit allergischem Hautausschlag. Der Grund dafür sind zwei verschiedene Arten von Haaren an den Primelblättern. Die langen Spitzen reizen die Haut, die kürzeren Drüsenhaare enthalten den Stoff Primin, der zu Irritationen auf der menschlichen Haut führen kann. Jedoch wurden in den vergangenen Jahren Becherprimeln mit weniger Primin gezüchtet, die das Allergiker-Problem etwas verringerten. Trotzdem: Ein wenig Vorsicht im Umgang mit dieser sonst so unproblematischen Pflanze ist immer angebracht. |
| Standort | Die Bechrprimel verträgt normale Zimmertemperatur, kann im Winter aber ruhig etwas kühler stehen. Im Sommer sollte sie vor der sengenden (Mittags-)Sonne geschützt werden. Ideal ist dann ein halbschattiger Fensterplatz. |
| Anzucht | Ältere Pflanzen lassen sich teilen. Gärtner vermehren durch Samen. Das können Sie auch: Im März den Samen in Torf aussäen. Nach einem Monat Keimzeit die neuen Pflanzen in Töpfe umsetzen. Nach ca. 8 Monaten beginnt die erste Blüte. |
| Pflege |
Die Becherprimel gehört zu den besonders
leicht und einfach zu pflegenden Zimmerpflanzen. Andererseits
empfiehlt sich eine regelmäßige Pflege, die ebenfalls
keine großen Umstände macht. Zwar würde die Primel
nicht umgehend eingehen, wenn die Wasserzufuhr oder das Düngen
vernachlässigt würden, es sollte aber nicht zur Regel
gemacht werden.
Der kräftige Wuchs braucht sehr viel Wasser. Die Erde darf nie völlig austrocknen. Von April/Mai bis Ende August einmal pro Woche dem Gießwasser Flüssigdünger zugeben oder Langzeitdünger verwenden. Einmal jährlich sollte in frische Blumenerde umgepflanzt werden. Dabei darf der Wurzelballen etwas verkleinert werden. Das erspart größere Töpfe. Alle verwelkten Stiele und Blätter werden entfernt. Dabei keine Reste übriglassen. |
| Pflanzenschutz |
Die grüne Blattlaus ist nur schwer zu
erkennen, sie sitzt unten am Stiel der frischen Blätter.
Versuchen Sie es zuerst mit einem kräftigen Wasserstrahl. Oft
wird Ihnen aber kaum etwas anderes als ein spezielles
Schädlingsbekämpfungsmittel übrigbleiben.
Weiße Fliegen lassen sich gern auf den größeren, schon ganz entwickelten Blättern nieder. Sie werden wie die grüne Blattlaus bekämpft. Auch Spinnmilben werden so beseitigt. Gelbe Blätter sind fast immer ein Anzeichen von Nahrungsmangel. Wenn es Ihnen zu umständlich ist, dem Gießwasser einmal pro Woche Flüssigdünger beizugeben, empfiehlt sich Langzeitdünger. Der Fachhandel bietet zahlreiche "Ausführungen" davon an. |
| Hinweise | Blumenhändler haben eine Vorliebe dafür, Becherprimeln mit Blattpflanzen in schönen Pflanzgefäßen zu kombinieren. Es steigert die farblichen Effekte, ist aber nicht unbedingt von Vorteil. Häufig nehmen sich die unterschiedlichen Pflanzen die günstigsten Lebensbedingungen weg. |
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