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| Chinesenprimel |
| Botanisch: Primula praenitens • Familie: Primelgewächse (Primulaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Die Chinesenprimel gehört zu der großen
Familie der Primelgewächse, von denen nur wenige als
Topfpflanzen gezogen werden. Ihre Blüten sitzen dicht in
Schirmen zusammen auf zarten Stengeln.
Wie ihr Name sagt, wurde die Chinesenprimel von Pflanzenzüchtern in China veredelt, und zwar schon vor vielen hundert Jahren. Nach Europa kam sie zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Ihre zahlreichen Blüten sind meist trichterförmig mit einem aufgeblasenen Kelch, die Blätter fast herzförmig, sieben bis neunmal gelappt, dunkelgrün mit helleren Blattunterseiten. Die ganze Pflanze durftet würzig, doch die Blüten haben keinen speziellen Duft. Die Blattstengel sind sehr zart und brechen leicht bei unvorsichtigem Anfassen. Chinesenprimeln blühen in schönen, klaren Farben - Weiß, Blau oder Rot. Sie blüht manchmal schon im Oktober, normalerweise aber von Januar bis Mai. Die riesige Familie der Primelgewächse ist sehr mannigfaltig. Ihr zugehörig ist die artenreiche Gattung Primula. Viele von ihnen wachsen wild, wie z.B. die Schlüsselblumen. Den Namen Primula tragen sie, weil sie zu den ersten blühenden Pflanzen im Jahr zählen. |
| Standort |
Chinesenprimeln vertragen Zimmerluft besser als
andere Primelarten. Die Blüte hält länger, wenn sie
hell und kühl stehen (etwa bei 15 Grad).
Steht sie im Winter zu warm, blüht sie nur kurze Zeit. Also möglichst kühl stellen, wenn sie im geheizten Wohnzimmer ihren Platz hat. |
| Anzucht |
Wenn es Ihnen Spaß macht, Chinesenprimeln
selbst zu säen, statt fertige, blühende Pflanzen zu
kaufen, so geht das natürlich auch. Es dauert 7-9 Monate, bis
Sie aus Samen hübsche Pflanzen gezogen haben. Wenn Sie im
Juni/Juli aussäen, dann kommen die Blüten im
Frühling. Bei Aussaat im März/April blühen sie im
Herbst. Auf ein Gramm Samen kommen 350 Samenkerne.
Säen Sie dünn in einen Keimkasten mit Torfmullerde und einem Zusatz von 25% Sand. Drücken Sie die Samen leicht in die Erde und decken sie nicht mit Erde zu. Der Keimkasten muß allerdings mit Folie oder einer Glasplatte abgedeckt werden, damit sich die Feuchtigkeit hält. Bei 18-20 Grad keimt der Samen nach etwa 14 Tagen. Dann wird die Folie entfernt und der Kasten mit luftdurchlässigem Pergamentpapier bedeckt. Wenn die Pflanzen 4-5 Wochen alt sind, werden sie in einem Abstand von 5 cm umgepflanzt, und zwar in die gleiche Erde, die man auch zur Aussaat benützt. Die Pflanzen mit einem Zerstäuber übersprühen. Wenn sie größer sind, einzeln in Töpfe umsetzen. Der zarte Wurzelhals darf aber nicht mit Erde bedeckt sein. Im Sommer können sie ohne weiteres draußen stehen. Ende September sollte man sie hereinholen und kühlstellen. |
| Pflege |
Die Pflanze ist empfindlich gegen Bodennässe,
aber auch Ballentrockenheit verträgt sie schlecht.
Regelmäßiges Gießen mit kalkfreiem Wasser ist
Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit. Gedüngt wird
alle 14 Tage in kleinen Mengen. Nach dem Verblühen sollte man
sich von dieser Topfpflanze trennen und im nächsten Jahr eine
neue anschaffen.
Wegen der zarten Wurzeln braucht die Chinesenprimel leichte Erde, am besten mit Sand und Torf vermischt. |
| Pflanzenschutz |
Bei Wurzelfäulnis wird die Pflanze am
Wurzelhals schwarz und kippt vielleicht sogar um. Gießen Sie
sparsamer und immer nur in die Unterschale.
Graue, samtartige Stellen an den Blättern zeigen Grauschimmel an. Er entsteht, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch und die Temperatur zu niedrig ist. Stellen Sie die Pflanze wärmer und sorgen Sie für bessere Luftzirkulation. Bei leichtem Befall hilft ein Pilzmittel. Blüten und Blätter hängen: Die Pflanze bekommt nicht genug Wasser. Stellen Sie den Topf in eine Schale mit Wasser, bis der Erdballen durchgefeuchtet ist. Benutzen Sie auch hierfür kalkfreies Wasser. Gelbe, verbrannte Blätter: Die Pflanze ist der vollen Sonne ausgesetzt und braucht besseren Schutz. |
| Hinweise | Bei empfindlichen Menschen kann die Chinesenprimel, wie auch einige andere Primelarten, Hautallergien hervorrufen, oft sogar ohne direkte Berührung. |
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