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| Jakobslilie |
| Botanisch: Sprekelia formosissima • Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) |
| Beschreibung |
Die Jakobslilie ist eine sehr interessante Zwiebelpflanze. Im Volksmund wird sie auch "Hübsche Amaryllis" genannt. Sie gedeiht drinnen, aber auch draußen. Die Jakobslilie ist nach dem spanischen Schutzheiligen Sankt Jakob benannt: Die Schwerter seiner Ritter sollen Ähnlichkeit mit der eigenartigen Form der Blüte gehabt haben. Im Jahre 1593 brachten stolze Spanier diese Pflanze nach Europa. Ihre ursprüngliche Heimat ist Mexiko und Guatemala. Der Familienname Sprekelia kam so zustande: Der Botaniker Linné erhielt von dem Hamburger Senator von Sprekelen ein Exemplar zur Ansicht. Der Artenname formosissima bedeutet hübsch. Die Jakobslilie ist eine mehrjährige Zwiebelpflanze, mit großen, länglichen, schwarzbraunen Zwiebeln. Die etwa 2 cm breiten Blätter werden während oder gleich nach der Blüte sichtbar. Am ca. 30 cm langen Blütenschaft entwickelt sich in der Regel nur eine Blüte. Die Blüte der Jakobslilie ist schön und exotisch wie eine seltene Orchidee. Mit etwas Fantasie kann man sie aber auch für ein besonders schönes und ausgefallenes Insekt halten. Die Blüte hat keinen besonderen Duft. Der hohe Schaft ist unten grün, oben dunkelrot. Von den 6 Blütenblättern sind 3 nach innen um den Staubbeutel und Griffel gebogen. Die zwei seitlichen Blütenblätter sind nach außen gerichtet, ein anderes nach hinten. Zwei erwähneswerte andere Arten: Die "Glauca" hat blaugrünes Laub, die "Kawinskii" strahlend rote Blüten mit kleinen weißen Flecken.
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| Standort | Im Februar/März, während der Ruhepause der Zwiebeln, sollte die Temperatur etwa 7-8 Grad betragen, in den übrigen Monaten zwischen 17 und 20 Grad liegen. Die blühende Pflanze soll an einem warmen und sonnigen Platz stehen. Sie benötigt viel Licht. |
| Anzucht | Schnell und einfach geschieht die Vermehrung der Jakobslilie durch Abtrennen der Seitenzwiebeln von der Mutterzwiebel. Die Jakobslilie kann aber auch durch Samen vermehrt werden. Das ist jedoch schwieriger, da die Keimfähigkeit des Samens schnell nachlässt. Gelingt es dennoch, dass sich Keimpflanzen entwickeln, dauert es meist 3-4 Jahre bis zur ersten Blüte. |
| Pflege |
In unseren Breiten ist die Jakobslilie natürlich nicht winterfest. Deshalb müssen die Zwiebeln im Herbst ins Haus geholt werden. Erst Anfang Mai kommen sie wieder nach draußen. Kurz nach dem Ausgraben im Herbst werden die Zwiebeln getrocknet, sie überwintern dann bei 17-20 Grad bis zum Februar. Dann wird die Temperatur zur Bildung der Blütenanlagen auf ca. 7-8 Grad gesenkt. Die frei ausgepflanzten Zwiebeln entwickeln sich am besten. Bei Topfzüchtung sollte die Erde schon besonders nahrhaft sein. Wenn sich die Blütenanlage Anfang März erstmals zeigt, können ein bis drei Zwiebeln in einem Topf mit ca. 15 cm Durchmesser gepflanzt werden. Dabei sollten die Zwiebeln mit 3 cm Erde bedeckt sein. Nach dem Umpflanzen warm und hell stellen, regelmäßig gießen und düngen! Besonders während der Blüte muß reichlich gegossen und nach dem Verblühen ebenso reichlich gedüngt werden. Dazu Flüssigdünger dem Gießwasser beigeben. Gut entwickelte Blätter sind Voraussetzung für eine schöne Blüte im kommenden Jahr. |
| Pflanzenschutz |
Die Jakobslilie wird selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Wenn sie nicht blüht, sondern nur grüne Blätter entwickelt, hat das meist drei Gründe:
1. Sie wurde im Jahr zuvor zu wenig gedüngt. |
| Hinweise | Im Freien ist die Jakobslilie sehr attraktiv vor einem großen Stein, oder einer Mauer. Im Haus in einem sonnigen Fenster. |
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