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Mistel
Botanischer Name: Viscum album
  • Beschreibung: Die Mistel ist ein immergrüner Halbparasit / Halbschmarotzer, der auf Nadel- und Laubgehölzen wächst. Je nach Wirtspflanze wird sie in verschiedene Unterarten eingeteilt.

    Die strohhalmdicken Zweige sind immergrün, eiförmig, ledrig, leicht biegsam und tragen an den Triebspitzen die länglichen, hellgrünen Blätter, die gegenständig zueinander stehen und bis zum vollständigen Austrieb der neuen Blätter an der Pflanze bleiben.

    Große Misteln erreichen im Durchmesser weit mehr als 80 Zentimeter.

    Die sandfarbenen / gelben, eher unscheinbaren Blüten sitzen im Frühjahr in kleinen Büscheln an den Verzweigungen der Äste und werden von cremefarbenen / weißen, glasig schimmernden und innen klebrigen Beeren abgelöst, die ein wenig an die Früchte der Schneespiere erinnern.

  • Standort: Die Viscum album lebt in Symbiose mit ihrer jeweiligen Wirtspflanze und ernährt sich von ihr, indem sie Haftwurzeln ausbildet, die sie an der Pflanze halten, und Saugwurzeln, die sich durch die Rinde des Wirtes arbeiten. Die notwendigen Nährstoffe werden dann aus Leitungsbahnen abgesaugt.
  • Anzucht: Die Mistel wird im allgemeinen durch Samen vermehrt. In der freien Natur übernehmen Vögel die Vermehrung, indem sie die saftigen Beeren fressen und mit ihren Ausscheidungen den unverdaulichen Samenkorn gleich mitsamt Düngung an einen neuen Platz bringen.
  • Pflege: Eine Pflege entfällt, da die Pflanze auf den lebenden Wirtspflanzen ein Selbstversorger ist.
  • Pflanzenschutz: Nennenswerte Krankheiten und Schädlinge sind nicht bekannt.
  • Hinweise: Um die Mistel ranken sich viele geheimnivolle Geschichten. Misteln über den Hauseingang zu hängen, ist eine alte Tradition. Man glaubt, dass sie vor Feuer schützen und Hexen und böse Geister am Eintritt ins Haus hindern und so den Bewohnern Glück bringen.

    Der Brauch, zur Weihnachtszeit Misteln als Weihnachtsdekoration zu benutzen, kam aus England. Dieser Brauch ist auch heute noch sehr verbreitet.

    Wegen ihres dekorativen Aussehens werden zu Weihnachten viele Haustüren mit Zweigen der Mistel geschmückt.

    Die Legende besagt auch, dass jeder, der unter einem Mistel-Zweig steht, geküsst werden darf (Küssen soll allerdings auch ohne Misteln möglich sein ...)!

    Die Mistel gilt als eine uralte Heilpflanze. In der Medizin finden Pflanzenextrakte der Mistel in zahlreichen Präparaten Verwendung.



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Mistel Viscum album. Foto: Annamartha / Pixelio.de
Mistel. Foto: Annamartha / Pixelio.de
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Mistel Viscum album. Foto: C. Nöhren / Pixelio.de
Mistel. Foto: C. Nöhren / Pixelio.de
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Mistel Viscum album. Foto: Sylvia-Verena Michel / Pixelio.de
Mistel. Foto: Sylvia-Verena Michel / Pixelio.de
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Mistel Viscum album. Foto: Maria Lanznaster / Pixelio.de
Mistel. Foto: Maria Lanznaster / Pixelio.de
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Mistel Viscum album. Foto: Ilona Laufersweiler / Pixelio.de
Mistel. Foto: Ilona Laufersweiler / Pixelio.de
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