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Gartensaison hat begonnen
Es sind die Engländer, denen man nachsagt, sie hätten das Gärtnern im Blut. Die schönsten ihrer Gärten wirken so natürlich, dass nur ein Kenner sehen kann, dass diese Natürlichkeit das Ergebnis einer wohl durchdachten Planung, einer sorgfältigen Pflege und eines großen gärtnerischen Engagements und Sachverstandes ist.
Nicht überall lassen sich alle Ideen und Träume verwirklichen. Lichtverhältnisse, Bodenqualität und schließlich Anspruch und Zeit des Gärtners bestimmen die Gestaltung des Gartens. Heute betrachtet man den Garten mehr denn je unter ästhetischen Gesichtspunkten als die Fortsetzung des Hauses, als zusätzlichen Wohn- und wichtigen Lebensraum an der frischen Luft.

Da der Garten aber einer ständigen Veränderung unterworfen ist, erfordert er auch die stets pflegende Hand. Aber nicht jeder fühlt sich zum "Maulwurf" berufen. Aus Umfragen weiß man: Die meisten sind im Garten am liebsten faul und wollen einfach genießen. Für die einen gelingt dies am besten mit der richtigen Planung, für die anderen mit der richtigen Einstellung nach dem Motto: "Ein Garten ist nie wirklich fertig!"

Das verleitet den neugierigen Gärtner zu immer neuen Experimenten und kühnen Kombinationen. Denn das ist das Schöne am Garten: Er steckt voller Überraschungen! Ob es die Rosen sind, die wir vor vielen Jahren im Herbst gepflanzt haben und die uns alle Jahre wieder neu erfreuen, oder die dankbaren Stauden, die sich im Mai vorwitzig durch die dunkle Erde schieben und daran erinnern: "Wir sind auch noch da!"

Besonders spannend sind in jedem Jahr die neuen Pflanzen, die Einjährigen, die wenige Wochen nach der Pflanzung die Beete erobern. Wer einmal an einem sonnigen Tag durch ein Gartencenter gebummelt ist, kennt das Gefühl, wenn man geradezu von einem Kaufrausch erfasst wird.

Noch einen Hibiscus für den Balkon und den Agapanthus für den schönen Kübel, der an den Toskana-Urlaub erinnert. Jelängerjelieber duftet unwiderstehlich, und die dekorative weiße Kletterrose muss auch noch mitgenommen werden. Das Apfelbäumchen im Topf sieht ja bildhübsch aus, und für eine Palette mit Fleißigen Lieschen findet sich bestimmt noch ein geeigneter Platz. Von Planung in diesem Moment keine Spur, aber es macht einen riesigen Spaß.

Manchmal beginnt der Garten auch am Küchentisch. An Schlechtwetter-Wochenenden werden Bücher und Zeitschriften gewälzt und Neuheiten entdeckt. Was blüht wann? Welche Stauden und welche Einjährigen passen besonders gut zusammen. Welche Farben sollen im Sommergarten dominieren, wie lässt sich alles harmonisch zusammenfügen und - nicht zuletzt - wie soll es duften? Für alle Fragen findet sich eine Antwort!


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