Schattige Plätze für den Hochsommer
Laubengänge mit Blütenwolken des Blauregens versprechen den Himmel auf Erden. Efeu verwandelt mit zahlreichen Ranken ein Gitter zu einem Baldachin und spendet kühlen Schatten und wohltuende Ruhe. Wer träumt nicht an heißen Sommertagen von solch märchenhaften Orten?


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Der italienische Rennaissance-Dichter Boccacio berichtete einst von einem Garten, den breite, weinberankte Laubengänge umgaben: "Die Seiten der Wege waren von weißen und roten Rosenstöcken und Jasmin fest umschlossen, und man konnte in dem duftenden, angenehmen Schatten lustwandeln."

Feste, die unter freiem Himmel stattfanden, waren typisch für das italienische Gartenleben jener Zeit. Nischen, die seitlich in die Gänge wie Lauben eingelassen waren, boten den Gästen zusätzliche Ruhezonen. Auch in unseren Gärten lieben wir geschützte Ecken. Um solche ganz privaten Bereiche abzugrenzen, bieten sich Rosenbögen, Rankgitter und Pergolen an. An ihnen klettern die Pflanzen empor und bieten dekorativen Sichtschutz und Wetterschutz.

Wenn es darum geht, die Gartenlaube oder eine noch unbewachsene Pergola möglichst schnell zu begrünen, sind die einjährigen Kletterpflanzen unübertroffen. Die Prunk- oder Trichterwinden benötigen einen sonnigen, geschützten Standort und können bis zu 3 Meter hoch werden.

Glockenreben sind die "Spitzensportler" unter den Kletterpflanzen, als schnellste Kletterer können sie eine stattliche Höhe von 6 Meter erreichen. Eine ähnliche Höhe erklimmt die Sternwinde, deren besondere Blüten während der Entfaltung ihre Farbe wechseln. Aus den hochroten Knospen werden orangefarbene bis gelblich-weiße Blüten mit langen, gelben Staubfäden.

Ein Klassiker unter den einjährigen Pflanzen ist die Kapuzinerkresse, sie zeigt ihre roten und gelben Blüten bis zum ersten Frost. Außerdem sind ihre Blüten nicht nur ein optischer Genuss, sie sind auch essbar und eignen sich hervorragend zum Dekorieren von Salaten und sommerlichen Speisen.

Bepflanzungstipps:
  • Das Geheimnis eines schönen und blühenden Bewuchses liegt vor allem in der richtigen Kombination: Einmal blühende Rosen lösen die Blüten der früh blühenden Clematisarten ab, es folgen Geißblatt, Kletterhortensie und schließlich die spät blühenden Waldreben. Dazwischen lassen sich Pflanzen einsetzen, die allein durch die Form und Färbung ihres Laubes wirken, und solche, die auch über den Winter grün bleiben, wie zum Beispiel Efeu.
  • Auffallend schöne Blüten hat der Blauregen.
  • Knöterich und Wein bilden schnell ein Dickicht und sorgen für undurchdringlichen Sichtschutz. Mit feuerroten Blättern schmückt sich Wilder Wein.


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