Familie-im-Web.de Aktuell Interview Magazin Goldene 50 Haus & Wohnen Festkalender CyberSerien CyberKoch
CyberReisen Lifestyle & Freizeit CyberGarten Beauty CyberMusical Haustiere Haushalt & Tipps
Wellness & Fitness Babys, Kids & Teens Internet Lexikon Fashion Foto & Filmen Film Kino DVD TV Anbieterkennzeichnung

Wenn die Geranien verfaulen
Schöne Geranien-Anlage Wenn es im Sommer länger regnet, entfällt zwar das mühsame Gießen auf Balkon, Terrasse und im Garten, aber einige Tage Dauerregen können auch negative Wirkungen auf die Pflanzen haben. Beet- und Balkonpflanzen mit sehr großen und gefüllten Blüten, wie zum Beispiel viele Geranien-Sorten, ändern plötzlich ihr Erscheinungsbild.
Die Blüten kleben aneinander, fallen in sich zusammen und werden schließlich von einem grauen Schimmel überzogen. An den Stellen auf den Pflanzen, an denen Blütenblätter herabgerieselt sind, entstehen zunächst braune Flecken, die dann innerhalb kurzer Zeit faul und matschig werden.

Ursache, so die Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn, ist eine Pilzkrankheit mit Namen Botrytis, zu deutsch Grauschimmel. Grauschimmel lässt sich im fortgeschrittenen Stadium leicht am mausgrauen, stäubenden Pilzbelag erkennen. Unter den Befallstellen, die an allen Pflanzenteilen entstehen können, ist das Gewebe zunächst braun und faul, später matschig und mit Pilzsporen besetzt. Der Pilz gedeiht in einem weiten Temperaturbereich und benötigt für eine rasche Ausbreitung hohe Luftfeuchtigkeit, Tau oder eben eine mehrtägige Regenperiode im Sommer.

Begünstigt wird die Ausbreitung durch einen sehr dichten Pflanzenbestand, wie er meist bei Beet- und Balkonpflanzen zu finden ist. Abgestorbene Blütenblätter, die auf die Pflanzen rieseln, fördern die Krankheit. Eine Stickstoff-Überdüngung führt zu weichem Pflanzengewebe und wirkt ebenfalls krankheitsfördernd. Besonders gefährdet sind Geranien, aber auch Petunien, Verbenen, Gazanien und Tagetes.

Eine chemische Bekämpfung ist nicht erforderlich. Der Pilzbefall kann verringert werden, wenn verblühte oder befallene Blüten und Blütenblätter entfernt werden. Bei Geranien müssen die verblühten Blütenstände regelmäßig am Stielgrund abgebrochen werden. Das Abknipsen nur der Blütenstände lässt den Blütenstiel als Befallsherd zurück.

Auf den Blättern liegende, herabgerieselte Blütenblätter und abgestorbene Blätter ebenfalls zu entfernen. Auch vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele bilden eine gute Entwicklungsgrundlage für den Pilz und sollten deshalb so schnell wie möglich aus dem Blumenkasten beseitigt werden.


ThemenChannel CyberGarten von Familie-im-Web
© 1994 - 2011 Dirk Jasper