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Der Sommertanz der Fuchsien Leicht zu pflegende Sommerblumen |
Seit Jahrzehnten eröffnen Mitte Mai, wenn die letzten Nachtfröste überstanden sind, Fuchsien (Fuchsia hybriden) den sommerlichen Reigen in farbenprächtigen Gewändern.+++ Werbung +++ Fast 30 Jahre vergingen, bis 1731 bei Philip Miller im Chelsea Garden in London ein erstes Exemplar blühte. Leider blieb diese Pflanze im Apothekergarten in Chelsea nicht lange am Leben. 1773 brachte der US-Amerikaner Thomas Hogg erneut Saatgut aus Santo Domingo in den Botanischen Garten von New York. Diese Fuchsie erwarb der englische Gärtner Henderson und verbreitete sie dann über ganz Europa. Anfang des 19. Jahrhunderts war die Zeit der Forschungsreisenden, in deren Verlauf in Chile, Mexiko, Peru, Ecuador, Guatemala, Bolivien, Kolumbien und Neuseeland immer wieder neue Arten dieser Nachtkerzengewächse (Onagraceae) entdeckt und nach Europa gebracht wurden. In den Veröffentlichungen von Leo Boullemier werden 1991 allein 97 Arten in 8 Sektionen aufgeführt, die in der Zeit von 1776 (Fuchsia excorticata in Neuseeland) bis 1979 (Fuchsia crassistipula in Kolumbien) entdeckt wurden. Mit ihren dichten Blütenbüscheln und immer wieder anderen Farbvarianten in Rosa, Rot, Weiß, Blau und Violett eignet sich diese klassische Sommerblume für den Balkonkasten ebenso wie für die Ampel. Sie gehört neben den Geranien (Pelargonien) zu den beliebtesten Kübelpflanzen. Es gibt Fuchsien in einer überwältigenden Sortenvielfalt: traditionell hängend, aufrecht blühend, kompakt oder sogar in einem buntblättrigen Kleid. Ihre charakteristischen Stempel und Staubgefäße ragen weit aus den ungefüllten, halbgefüllten oder gefüllten Blüten heraus. Eine große Anzahl der Fuchsia-Hybriden besitzt obendrein unterschiedlich gefärbte Kelchschläuche und Kelchblätter. Die meisten Fuchsien bevorzugen einen halbschattigen Standort, doch wer nun glaubt, dass alle Fuchsien-Arten keine Sonne vertragen, irrt, denn Triphylla-Hybriden, unter dem Namen Traubenblütige Fuchsien bekannt, bevorzugen unbedingt einen Platz an der Sonne, um ihre volle Schönheit entfalten zu können. Andere Fuchsien-Hybriden, vor allen Dingen solche mit gefüllten und hellen Blütenfarben, sollten jedoch vor direkter Mittagssonne geschützt werden. Grundsätzlich gilt, je größer und gefüllter die Sorten, desto schattiger und geschützter sollte ihr Standort sein. Praxistipps
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