Interessant im Februar
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In jedem Monat gibt es Meldungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die für Garten, Natur, Umwelt und Terrasse wichtig, hilfreich und nützlich sind. Wir fassen sie hier zusammen und ergänzen sie jeweils durch aktuelle Meldungen, die bei uns eintreffen.


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Wenn es draußen stürmt und schneit - dann ist Tulpenzeit
Es ist Winter und man traut sich nicht vor die Haustür, weil es draußen kalt und der Himmel grau ist. Dann ist die Zeit gekommen, sich Farbe in die Wohnung zu holen, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Wie wäre es zum Beispiel mit Schnitt-Tulpen für die Vase?

Zu dieser Zeit bieten sich attraktive Sorten mit tollen Farben an, zum Beispiel "Monsella" gelb mit roten Streifen, "Martine Bijl" in Rot, "Negrita" in lila und "Rosario" in rosa-weiß oder "Montecarlo" mit der gefüllten gelben Blüte. Der Gärtner zeigt gern seine verschiedenen Sorten. Es gibt gefüllte und einfache Tulpen, auch einige Sorten mit sogenannten "gefranzten" Blütenrändern.

Die Liliengewächse stammen ursprünglich aus Vorderasien, Persien und der Türkei. Heute jedoch kommen die Tulpenzwiebeln zur Treiberei vorwiegend aus Holland. Aber auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Gartenbaubetriebe, die Tulpenzwiebeln zur Blüte bringen.

Nach einer gewissen Kältephase im Kühlhaus kommen die Tulpen in das Gewächshaus und treiben bei einer Temperatur von 18 bis 19 Grad. Innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen zeigen die ersten Tulpen bereits Farbe und können, sobald sie vollständig ausgefärbt sind, vom Gärtner gezogen und gebündelt werden. Um lange Freude an den Tulpen zu haben, sollten sie in lauwarmes, leicht zuckerhaltiges Wasser gestellt werden.

Für Schnittblumen werden in Deutschland jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro ausgegeben. Damit liegen die Deutschen beim Verbrauch von Schnittblumen im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe. Die Tulpe steht unter den Top-Ten auf dem deutschen Schnittblumenmarkt auf Rang zwei, nach dem Klassiker unter den Schnittblumen, der Rose.

Hände weg von frühblühenden Sträuchern
Auch wenn die Versuchung groß ist: Die Blütenzweige sehr frühblühender Wildgehölze, besonders von Salweide und Reifweide, aber auch von Haselnuss, Kornelkirsche und Roterle, sollten nicht abgepflückt werden, rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Die Vorfrühlingsblüher unter den wildwachsenden Sträuchern in der Landschaft öffnen - je nach Witterung und Standort - oftmals schon jetzt ihre Blüten oder Blütenkätzchen. Diese werden als Ankündigung des nahenden Frühlings gern für Sträuße und Vasenschmuck gesammelt.

Die Blüten erfüllen eine besondere Aufgabe im Naturhaushalt. Für die aus dem Winterschlaf erwachten Völker, vor allem der Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Wespen sowie deren junge Brut bildet der Blütenpollen das einzige Frühlingsfutter. Die Weidenarten und die Kornelkirsche sind auch die ersten Nektarspender.

Nach Paragraph 61 Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen ist es verboten, von Bäumen, Sträuchern oder Hecken Schmuckreisig unbefugt zu entnehmen, gleichgültig ob ein wirtschaftlicher Schaden entsteht oder nicht. Schmuckreisig darf nur mit besonderer Erlaubnis des Eigentümers gepflückt werden. In anderen Bundesländern bestehen meist vergleichbare Regelungen.

Das Pflücken von Blütenzweigen der genannten Gehölzarten kann daher ein Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen sein, der mit erheblicher Geldbuße bestraft werden kann.

Gartenböden jetzt untersuchen lassen
Damit es im Frühling im Garten wieder richtig grünt und blüht, sollten Hobbygärtner jetzt an die richtige Ernährung ihrer Gartenpflanzen, die Düngung, denken. Pflanzen benötigen genau wie Mensch und Tier eine ausgewogene Ernährung, damit sie sich optimal entfalten können, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Ein unausgewogenes, nicht auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmtes Nahrungsangebot führt zu Kümmerwuchs und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Die über den Boden angebotenen Nährstoffe müssen in ihrer Menge und in ihrem Verhältnis zueinander auf die Pflanzen abgestimmt werden.

Das Untersuchungszentrum der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bietet einen besonderen Bodenuntersuchungs-Service für Haus- und Kleingartenbesitzer an. Dieser Service ermöglicht jedem Gartenbesitzer, die notwendige Grundlage für einen blühenden und gesunden Garten zu schaffen. Dabei wird der Boden nicht nur auf seine Nährstoffgehalte untersucht, sondern der Gärtner bekommt eine auf die Gartennutzung abgestimmte Düngeempfehlung. Mit dieser ist die richtige Düngung der Pflanzen ein Kinderspiel.

Ganz nebenbei leisten die Gärtner auch einen Beitrag zum Umweltschutz, da ohne eine Bodenuntersuchung mit entsprechender Düngeempfehlung meistens zuviel gedüngt wird.

Zehn Millionen Hortensien kultiviert
In Nordrhein-Westfalen werden die meisten Hortensien Deutschlands produziert. Wie Ludwig Hanebrink, Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, anlässlich eines Hortensien-Seminars im Gartenbauzentrum Münster-Wolbeck mitteilte, werden in Westfalen-Lippe auf mehr als 45 Hektar Freiland- und Gewächshausfläche fast zehn Millionen Hortensien kultiviert.

"Damit ist die Region in Deutschland das größte und in Europa das zweitgrößte Anbaugebiet dieser Art", sagte er. Fast alle Produzenten der Region seien über die Beratung der Kammer in einen Arbeitskreis für Hortensienanbauer eingebunden.

Seit zwanzig Jahren führt die Landwirtschaftskammer Versuche mit Hortensien im Gartenbauzentrum in Münster-Wolbeck durch. Nicht ganz ohne Stolz könne man behaupten, dass die Kultur und der Erfolg der Hortensie als Topfpflanze nicht unwesentlich durch das Gartenbauzentrum beeinflusst worden sei, so Hanebrink. Mittlerweile hat sie ihren Platz unter den Top 10 der blühenden Topfpflanzen in Deutschland.

Die ersten Erfolge zeigten sich in Münster-Wolbeck in der Erarbeitung der Grundlagen für die heute übliche gesteuerte, beinahe Ganzjahreskultur. Es folgten die Einführung verschiedener Temperaturstrategien. Ein Meilenstein in der Optimierung des Kulturverfahrens war die Entwicklung des Wolbecker Systems zur Blaufärbung von Hortensien über die Nährlösung.

Aktuelle Fragen sind, wie über eine differenzierte Pflanzenernährung das Wachstum reguliert und mit welchen Marketingstrategien der Absatz gefördert werden kann.

Fruchtfolge im Gemüsegarten planen
Hobbygärtner sollten jetzt überlegen, welche Nutzpflanzen sie auf welchem Beet im Garten anbauen wollen. Eine Fruchtfolge ist nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen notwendig, da der Anbau nur weniger Arten durch einseitigen Nährstoffentzug zu einer Verarmung des Bodens führt und einen guten Nährboden für Krankheiten und Schädlinge bietet.

Außerdem hemmen die Reste alter Pflanzenwurzeln bei ihrer Zersetzung das Wachstum der nachfolgenden gleichen Pflanzenart. So stellt eine ausgewogene Fruchtfolge eine vorbeugende Maßnahme zur Gesunderhaltung der Pflanzen dar.

Im Garten kann und braucht kein starrer Fruchtfolgewechsel eingehalten zu werden. Im Anbauplan sollte der Hobbygärtner aber die Pflanzenarten und -familien berücksichtigen. Nie sollen Pflanzen aus der gleichen Familie nacheinander angebaut werden.

Praktisch ist, wenn man den Nutzgarten in Beete mit Starkzehrern, dazu gehören Kohlarten, Kartoffeln, Gurken, Kürbisarten und Tomaten, Mittelstarkzehrern, das sind zum Beispiel Salate, Sellerie, Porree, Rote Bete, Spinat, Erdbeeren oder Einjahresblumen, und Schwachzehrer, also alle Hülsenfrüchte, Möhren, Zwiebeln sowie Kräuter, unterteilt.

Nun kann so gewechselt werden, dass man auf einem Beet mit guter Bodenvorbereitung und einer Kompostdüngung mit etwa fünf Kilo je Quadratmeter beginnt, danach Mittelstarkzehrer folgen lässt, die nur noch etwa zwei Kilo je Quadratmeter Kompost erhalten und danach Schwachzehrer ohne jegliche Düngung anbaut. Innerhalb dieser Gruppen kann man verschiedene Kulturen kombinieren, beispielsweise Kohl mit Tomaten, Salate und Porree oder Möhren mit Zwiebeln.

Kräuter von der Fensterbank
Nicht jeder hat einen Garten, doch muss man deshalb nicht auf frische Kräuter verzichten. Kräuter lassen sich auf dem Balkon oder im Zimmer heranziehen und auch kultivieren, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Das geht mit Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Oregano, Estragon, Kerbel, Kresse, Lavendel, Majoran, Petersilie, Pimpinelle, Portulak, Rosmarin, Salbei, Sauerampfer, Schnittlauch, Thymian, Tripmadam und Zitronenmelisse.

Einige dieser Kräuter werden in den Gemüseabteilungen der Supermärkte in Töpfen angeboten. Sie sind eigentlich zum schnellen Verbrauch gedacht und stehen deshalb in relativ kleinen Töpfen mit wenig Erde. Will man sie weiter kultivieren, sollte man sie möglichst bald in einen größeren Topf pflanzen und zunächst nicht beernten, damit sie genügend Blattmasse bilden können, um weiter zu wachsen. Grundvoraussetzung für den Kräuteranbau im Zimmer sind ein helles Fensterbrett und ausreichende Feuchtigkeit. Der mobile Kräutergarten hat nach etwa zwölf Wochen eine Größe erreicht, bei der man Blätter und Triebe fortlaufend schneiden kann.

Mit etwas Geduld kann man sich seine Kräuter aber auch gut selbst heranziehen. Wer wenig Erfahrung hat, wählt zunächst Pflanzen aus, die anspruchslos sind. Neben dem Saatgut benötigt man Töpfe, Anzuchterde mit Sand gemischt oder spezielle Kräutererde, Etiketten und eventuell Gefrierbeutel als Mini-Gewächshaus für die Töpfe. Die Aussaat der Kräuter ist einfach. Es ist jedoch darauf zu achten, ob es sich um Licht- oder Dunkelkeimer handelt.

Saatgut von Lichtkeimern, wie Basilikum, Bohnenkraut, Oregano, Estragon, Majoran, Thymian und Zitronenmelisse, darf nicht mit Erde bedeckt werden. Allenfalls Zeitungspapier ist als Abdeckung gegen Feuchtigkeitsverlust erlaubt, bis die Keimung erfolgt ist.

Eine pfiffige Idee sind Saatscheiben. Zwischen zwei dünnen Lagen Vliespapier liegen die Saatkörner genau im richtigen Abstand. Die Saatscheiben haben einen Durchmesser von beispielsweise 8 cm und passen genau auf einen 8-cm-Topf. Dieser wird mit Erde gefüllt, die Saatscheibe wird aufgelegt und dünn mit Erde bedeckt. Angießen, fertig. Jetzt muss nur noch auf gleichmäßige Feuchtigkeit geachtet werden.

Später kann man die Kräuter in den Garten oder in den Balkonkasten pflanzen oder auf der Fensterbank stehen lassen und laufend davon ernten. Ist der Topf durchwurzelt, muss in einen größeren umgepflanzt werden. Besonders günstig sind die Saatscheiben bei Kräutern, die im Freiland nur schwer oder unregelmäßig keimen, wie Petersilie oder Basilikum.

Grüne Grenze für den Garten
Die ideale Abgrenzung für jeden Garten ist eine Hecke. Hecken sind nicht nur ein schöner, sondern auch ein nützlicher Sichtschutz im Garten. Sie filtern Lärm und Staub und dienen zahlreichen Vögeln und anderen nützlichen Tieren als Brut- und Lebensraum.

Aus diesem Grund dürfen sie zwischen dem 1. März und dem 30. September nicht radikal zurückgeschnitten werden, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Leichte Formschnitte sind erlaubt, vor jeder Schnittmaßnahme sollte aber geprüft werden, ob nicht gerade Vögel in den Sträuchern brüten.

Je nach Gartengröße wählt man für die grüne Grenze entweder eine Schnitthecke oder eine freiwachsende Hecke. Schnitthecken aus Liguster, Hainbuche, Berberitze als Laubgehölze oder Taxus beziehungsweise Thuja als Nadelgehölze lassen sich in Höhe und Breite gut regulieren.

Für eine freiwachsende Hecke sollte der Gartenbesitzer eine Mindestbreite von drei Metern, besser sogar fünf Metern, einkalkulieren. Hierfür eignen sich unterschiedliche Sträucher, zum Beispiel Forsythie, Zierpflaume, Flieder, Kirschlorbeer oder Schmetterlingsstrauch.

Gepflanzt wird bei frostfreiem Wetter und in abgetrockneten Boden. Pflanzen werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Je größer sie sind, desto schneller wird die Hecke dicht. Um Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden, muss der im Nachbarrecht festgelegte Grenzabstand eingehalten werden.

In Nordrhein-Westfalen müssen Hecken von über 2 Meter Höhe einen Grenzabstand von mindestens 1 Meter und Hecken bis zu 2 Meter Höhe einen Abstand von 0,50 Meter zum Nachbargrundstück haben. Gemessen wird von der dem Nachbarn zugewandten Seitenfläche der Hecke.

Kälte sorgt für optimale Keimung im Garten
Auch wenn es draußen frostig ist, kann der Hobbygärtner jetzt schon in den Garten und den nächsten Sommer vorbereiten. Bestimmte Pflanzen müssen zur kalten Jahreszeit im Freiland ausgesät werden, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Verschiedene Staudensamen benötigen niedrige Temperaturen, damit sie im Frühjahr keimen können.

In der Regel sollten die gequollenen Samen über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen einer Temperatur von einem bis fünf Grad ausgesetzt sein. Nur wenn diese Kälteperiode eingehalten wird, sind die Samen in der Lage zu keimen.

So können jetzt zum Beispiel ausgesät werden: Tränendes Herz (Dicentra spectabilis), Eisenhut (Actonitum napellus), Hungerblümchen (Draba aizoides), Trollblume (Trollius), Christrosen (Heleborus), Schwertlilien (Iris), Pholx, Fackellilie (Kniphofia), Duftveilchen (Viola odorata), Frauenmantel (Alchemilla mollis ), Arnika, Astilbe, Bergenie, Taglilie (Hemerocallis ), Funkie (Hosta), Schaublatt (Rodgersia), Königskerze (Verbascum), Primel- und Sedumarten.

Der Grund für diese etwas ungewöhnliche und umständliche Art der Keimung ist in den Klimabedingungen der Heimatstandorte mit strengen Wintern zu suchen. Die müssen die Samen zunächst unbeschadet überstehen. Durch Temperaturen über mehrere Wochen um den Gefrierpunkt werden die Samen aufgeweckt und beginnen zu keimen. Januar und Februar sind aufgrund ihrer Witterungsverhältnisse ideal für die Aussaat dieser Frost- oder Kaltkeimer.

Am besten sät man in kleine Schalen mit Aussaaterde aus. Zum Schutz vor Austrocknung werden die Schalen mit einer etwa drei Zentimeter dicken Schicht der Aussaaterde bedeckt und bis zum Rand im Freiland auf einem Beet eingegraben. Anschließend wird noch kräftig angegossen, dann belässt man die Schalen ohne weitere Pflege an Ort und Stelle.

Nach vier bis sechs Wochen, im März oder April müssen die Schalen wärmer, bei etwa 10 bis 15 Grad, aufgestellt werden. Ideal sind dafür Frühbeetkästen oder Gewächshäuser. Es geht aber auch in einem kühlen Zimmer auf der Fensterbank. Erst durch Frosteinwirkung und anschließende Wärme im geschützten Raum keimen die Samen.

Nach der Keimung werden sie wie alle Aussaaten vereinzelt und in kleine Töpfe gepflanzt. Haben sich kräftige Jungpflanzen entwickelt, können sie an ihren Platz im Garten gepflanzt werden.

Obstbäume: Schneiden statt schnippeln
Wer in diesem Jahr viel Obst in seinem Garten ernten will, der sollte jetzt mit dem Schnitt von Kern- und Beerenobst beginnen, rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Der Obstschnitt sorgt nicht nur für guten Ertrag und Qualität, sondern fördert auch das Abtrocknen der Kronen nach sommerlichen Regenfällen und vermindert die Gefahr von Pilzinfektionen, wie Schorf.

Obstbäume sollten nicht bei Temperaturen unter minus fünf Grad geschnitten werden, weil das Holz dann brüchig ist und Schnittwunden schlecht verheilen. Grundsätzlich gilt: Nicht schnippeln, sondern schneiden. Also lieber eine ganze Astpartie herausnehmen, als mehrere Zweige zu stutzen.

Je mehr Schnittstellen entstehen, desto mehr Wunden hat der Baum. Die Äste müssen so geschnitten werden, dass keine Aststümpfe stehen bleiben. Schnittstellen, die größer als ein Zwei-Euro-Stück sind, mit einem scharfen Messer glatt schneiden und mit Wundverschlussmittel bestreichen.

Beim Schnitt des Beerenobstes ist darauf zu achten, dass alte Boden- und Basistriebe herausgenommen werden. Das gilt vor allem für Stachelbeeren. Ist in diesem Jahr der Stachelbeermehltau aufgetreten, müssen alle Triebspitzen und schwache Triebe entfernt werden. Bei Johannisbeeren ist der Ertrag von einer guten Verzweigung abhängig. Deshalb wird der Haupttrieb um ein Drittel eingekürzt, damit er sich verzweigen kann.

Stämmchen werden ähnlich behandelt wie Büsche. Damit sie nicht auseinanderbrechen, die herabhängenden Zweige einkürzen und den Stamm an einem Holzpfahl befestigen.

Was tun gegen Wühlmäuse im Garten?
Die Wühl- oder Schermaus gehört zu den hartnäckigen Schädlingen im Garten. Sie ernährt sich fast nur von Wurzeln und Knollen, was zu erheblichen Schäden führen kann, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Der milde Winter ohne Bodenfrost bietet beste Voraussetzungen für eine ungehemmte Ausbreitung.

Besonders gut schmecken ihr Wurzelgemüse, Wurzeln von Obstbäumen, Beerenobst und Rosen. Ein Leckerbissen sind auch Blumenzwiebeln. Mit Ausnahme der Narzissen und Krokusse werden Blumenzwiebeln, einmal von den gefräßigen Nagern entdeckt, restlos aufgefressen. Auch die saftigen Wurzeln von mehrjährigen Stauden, wie Rittersporn, Mohn oder Funkien werden er-barmungslos abgefressen.

Die gefräßigen Tiere machen vor nichts halt und selbst Rasenwurzeln werden nicht verschmäht. Von der unterirdischen Ernährung im Winter stellen die Wühlmäuse im Frühjahr bis in den Herbst hinein größtenteils auf das Abfressen der oberirdischen Pflanzenteile um.

Wühlmäuse haben ein weit verzweigtes Gangsystem im Garten, das sie sorgfältig geschlossen halten. Jede Öffnung wühlen sie innerhalb einer Stunde wieder zu. Dies kann sich der Hobbygärtner bei der Bekämpfung zunutze machen, denn die Bekämpfung kann nur in bewohnten Gängen erfolgen. Zur Bekämpfung der gefräßigen Nager sollten Wühlmausfallen in einen geraden Ab-schnitt des Ganges fest eingesetzt werden. Danach wird der Gang wieder verschlossen.

Wichtig ist es, die Falle nicht mit bloßen Händen anzufassen, weil Wühlmäuse sich vom menschlichen Geruch abschrecken lassen. Im Handel werden auch Ködermittel angeboten, die von den Tieren besonders im Winter angenommen werden, wenn die Nahrungsquellen knapp sind.

Bäume und Sträucher sollten in gefährdeten Gebieten, zum Beispiel in der Nähe von Wald oder Wiesen, grundsätzlich in engmaschigen Drahtkörben gepflanzt werden. Der Drahtkorb muss das Wurzelwerk voll umschließen. Beim Pflanzen von Blumenzwiebeln werden im Fachhandel Pflanzkörbe in unterschiedlicher Form und unterschiedlichen Materialien angeboten.

Ultraschallgeräte, das Eingraben von Flaschen sowie das Anpflanzen von Kaiserkronen und Knoblauch haben sich hingegen als nicht sehr wirkungsvoll erwiesen.

Licht für Kübelpflanzen
Wenn die Tage wieder länger werden, ist es Zeit, die überwinternden Kübelpflanzen und Sommerblumen auf die kommende Saison vorzubereiten, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die Pflanzen in den Winterlagern, wie Keller, Garage oder Dachboden, sollten zunächst sorgfältig untersucht werden.

Die seit dem Herbst ruhenden Geranien, Fuchsien, Stauchmargeriten und andere Kübelpflanzen haben fast alle Blätter abgeworfen und aus Lichtmangel lange, dünne Triebe gebildet. Diese müssen stark eingekürzt und teilweise entfernt werden. Sorgfältig auf Schädlingsbefall kontrollieren, da sich an den weichen Trieben schnell Blattläuse, Schildläuse oder Weiße Fliegen ansiedeln.

Um im Frühjahr und Sommer einen buschigen Aufbau der Pflanzen zu erreichen, sollte der Hobbygärtner sich nicht scheuen, die Pflanzen kräftig auszulichten und in frische Blumenerde zu verpflanzen.

Durch die länger werdenden Tage erhalten auch die überwinternden Sommerblumen und Kübelpflanzen wieder etwas mehr Licht und das Wachstum wird angeregt. Wer die Möglichkeit besitzt, kann die Pflanzen jetzt wärmer und heller stellen. Ideal sind Wintergarten oder Kleingewächshaus. Auch helle Treppenhäuser sind gut geeignet.

Für gute Wachstumsleistungen müssen diese Pflanzen jetzt umgetopft werden. Es sollte aber keine Billigerde verwendet werden. Gute Garten-Fachgeschäfte oder Gartencenter führen Einheitserde oder Torfkultursubstrate, die sich besonders für Kübelpflanzen und Sommerblumen sehr gut eignen. Vorsichtig gießen und bei mildem Wetter viel lüften. Große Pflanzen in sehr großen Kübeln müssen nicht jedes Jahr verpflanzt werden. Sie benötigen aber eine ausreichende Nährstoffzufuhr, in Form von Düngegaben.

Ins Freiland können Kübelpflanzen erst Mitte Mai nach den Eisheiligen. Dabei sollten sie nicht sofort in die pralle Sonne gestellt werden, da sie sich sonst schnell einen Sonnenbrand holen. Ein halbschattiger, windgeschützter Standort ist für die ersten Tage im Freiland der richtige Platz.



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Tulpen. Foto: Archiv

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Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen © 1994 - 2011 Dirk Jasper