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Interessant im Juni
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In jedem Monat gibt es Meldungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die für Garten, Natur, Umwelt und Terrasse wichtig, hilfreich und nützlich sind. Wir fassen sie hier zusammen und ergänzen sie jeweils durch aktuelle Meldungen, die bei uns eintreffen.
Historische Hortensien sollen in Privatgärten wieder erwachen Historische Hortensien-Sorten aus dem 18. und 19. Jahrhundert werden in Westfalen zu neuem Leben erweckt. Im Rahmen des Euregio-Projektes "Grenzüberschreitende Entwicklung und Vermarktung innovativer Pflanzenprodukte", GEVIP, wurden alte Hortensien- und Nelken-Sorten vor der geschichtsträchtigen Kulisse von Burg Hülshoff in Havixbeck im Kreis Coesfeld vom Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Anton Holz, vorgestellt.

"Die enge Zusammenarbeit zwischen den Landwirten, Gärtnern und Herstellern regionaler Produkte sowie den Abnehmern beiderseits der Grenze ermöglicht den Konsumenten in der Region den grenzenlosen Genuss für Auge und Gaumen", sagte der Vizepräsident. Direkt an die Verbraucher gerichtet, ermunterte Anton Holz: "Sie können die historischen Pflanzen erwerben und damit Ihren Garten, Balkon oder Ihre Terrasse verschönern."

Das Projekt GEVIP wird von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der holländischen Stichting Stimulant durchgeführt. Projektträger ist die Fachhochschule Südwestfalen. GEVIP wird in erster Linie durch EU-Mittel des EUREGIO Interreg III-A-Programms finanziert.

Ziel ist es, aus vergessenen Arten und Sorten marktfähige Produkte zu entwickeln und am Markt zu platzieren. Es besteht aus sechs Teilen, von denen jeweils drei von den deutschen und niederländischen Partnern in eigener Verantwortung durchgeführt werden.

In Gärten und Landgütern des 17. bis 19 Jahrhunderts hatte die Gartenkultur einen hohen Stellenwert. Neben dem kulturellen Bezug ist heute die große genetische Vielfalt dieser Züchtungen von Bedeutung. Weil aber zahlreiche dieser Pflanzen aus den Gärten verschwunden sind, ist es nur begrenzt möglich, die Bepflanzung in den historischen Gärten wieder herzustellen.

Historische Zierpflanzen werden für ausgewählte Gartenanlagen gesucht, gefunden und wieder angezogen. Mit der Präsentation in der Öffentlichkeit ist der Wunsch verbunden, dass bald auch in möglichst vielen Privatgärten historische Zierpflanzenarten und Zierpflanzensorten blühen werden.

Hochbeet - Gärtnern ohne krummen Rücken Die Vorteile eines Hochbeetes liegen auf der Hand: Es lässt sich bequem, ohne krummen Rücken, bearbeiten; durch die eingefüllten unterschiedlichen Materialien entwickelt sich bei der Verrottung Wärme und Nährstoffe werden pflanzenverfügbar. Deshalb eignet sich ein Hochbeet besonders für nährstoff- und wärmebedürftige Pflanzen, wie Gurken, Kürbisse, Auberginen, Paprika und Tomaten.

Auch wenn die spätere Bearbeitung einfach und bequem ist, muss zunächst das Hochbeet aufgebaut werden. Als Material verwendet man in der Regel umweltfreundlich imprägniertes Holz, aber auch luft- und wärmedurchlässige Hohlblocksteine sind gut geeignet.

Welche Form man wählt, ist Geschmackssache, bewährt hat sich ein Rechteck in den Maßen 5 bis 7 Meter Länge, 1,2 Meter Breite und 0,8 bis 1 Meter Höhe. Die Konstruktion muss in jedem Fall durch Querverstrebungen oder Drahtumspannung stabil sein, damit es später nicht durch den Druck des Füllmaterials auseinander bricht.

Wichtig ist aber auch, den Boden mit einem verzinkten Kaninchendraht zu versehen, damit keine Wühlmäuse oder Maulwürfe in das Beet eindringen können. Das Hochbeet wird in eine spatentiefe Mulde gesetzt und mit folgenden Materialien befüllt:

Die unterste Schicht besteht aus groben Holzstücken, zum Beispiel Wurzelkloben, darauf kommen grobe Äste und anschließend feineres Astwerk und andere organische Materialien, wie Laub, Grünabfälle oder Mist. Darauf gibt man Kompost und als Abschluss ein Gemisch aus Kompost und dem ausgehobenen Mutterboden.

Die schwerste Arbeit ist nun getan und das Hochbeet kann bequem bepflanzt werden.

Kälteschock sorgt für längere Blütenpracht bei Rosen Der Juni ist der Rosenmonat. Jetzt entfalten sie ihre volle Pracht. Damit es so bleibt, sollten verblühte Rosen regelmäßig entfernt werden. Dabei sollten jedoch möglichst wenig Blätter weggeschnitten werden, um eine unnötige Schwächung der Pflanze zu vermeiden.

Bei Polyantharosen und Floribundarosen, den beliebten Strauchrosen, werden die Blüten mit einem, bei Edelrosen mit zwei Laubblättern entfernt. Rosen für die Blumenvase sollten nicht zu lang abgeschnitten werden, da sich die Pflanze während der Blütezeit nur schlecht von unten erneuert.

Übrigens lässt sich die Haltbarkeit der Blütenpracht verlängern, wenn die Rosen nach dem Schnitt eine Nacht im Kühlschrank verbringen. Durch den Kälteschock werden die Pflanzen veranlasst, die Spaltöffnungen in den Blättern zu schließen. So wird weniger Wasser verdunstet und die Blumen bleiben länger frisch.

Rosen sind bei den Schnittblumen immer noch der Hit. Sie führen die Hitliste mit einem Drittel Marktanteil deutlich an, vor den Tulpen, die auf zehn Prozent Marktanteil kommen. Jährlich werden etwa zwei Milliarden Stück Schnittblumen in Deutschland produziert, davon 660 Millionen Rosen.

Rosen können nicht nur im Herbst gepflanzt werden. In den Gärtnereien gibt es jetzt blühende Rosen in Töpfen, die für die Pflanzung im Sommer kultiviert wurden. Weitere blühende Gehölze, wie Rhododendron oder Hortensien, und viele Stauden, Nadel- und Laubgehölze können jetzt noch in den Garten gesetzt werden.

Vor dem Pflanzen werden die Töpfe so lange in einen Eimer mit Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, dann wird der Behälter entfernt und es kann gepflanzt werden. Ausreichende Wassergaben nach der Pflanzung sind - besonders bei Trockenheit - dringend erforderlich.

Nicht nur für den eigenen Garten eignen sich blühende Containerpflanzen, sie sind auch ein begehrter Geschenktipp.

Heckenpflege nicht vernachlässigen Damit laufabwerfende Hecken in Form bleiben, benötigen sie jetzt ihren ersten Schnitt, empfiehlt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Vor jedem Heckenschnitt sollte man sich aber vergewissern, dass keine Vögel in der Hecke nisten. Der zweite Schnitt kann entweder Ende August oder im Winter erfolgen.

Bei Nadelgehölzen genügt ein Schnitt im Juli. Der wichtigste Grundsatz beim Formschnitt lautet: Eine breite Basis, die sich langsam nach oben verjüngt, damit das Laub auch im unteren Bereich der Hecken genügend Licht erhält.

Beim starken Zuwachs in diesem Jahr fallen mehr Schnittreste als sonst üblich an. Falls vom Umfang her möglich, sollte das Material nicht in die Mülltonne wandern, sondern als Häckselgut zum Mulchen verwendet oder kompostiert werden, empfiehlt die Landwirtschaftskammer.

Diese Empfehlung gilt nur für Hausgärten und nicht für Hecken, Röhricht und Dickicht in freier Landschaft. Hierfür besteht in der Zeit vom 1. März bis 30. September ein grundsätzliches Schnittverbot.

Vorsicht vor dem Jakobsgreiskraut Das Jakobsgreiskraut, botanisch Senecio jacobaea, eine Giftpflanze, breitet sich immer weiter aus. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, sind die rund 1 m hohen gelb blühenden Pflanzen zurzeit auf vielen extensiv genutzten Weiden, Brachflächen, Wegrändern und Böschungen nicht zu übersehen.

Die giftigen Inhaltsstoffe des Jakobsgreiskrautes, das auch unter dem Namen Jakobskreuzkraut bekannt ist, führen zu chronischen Lebervergiftungen. Pferde und Rinder reagieren auf das Kraut empfindlicher als Schafe und Ziegen. Die giftigen Inhaltsstoffe werden auch bei der Heu- und Silagebereitung nicht abgebaut.

Besonders gefährlich für die Tiere ist die Zeit vor der Blüte, denn die jungen, besonders giftstoffreichen Blattrosetten werden mit abgeweidet. Sobald die Pflanzen blühen, werden sie gemieden. Wenn die Blüten aussamen, weil die Weide nicht gemäht wird, ist die Ausbreitung im kommenden Jahr vorprogrammiert.

Auf regelmäßig genutztem Grünland hat das Jakobsgreiskraut keine Chance, sich zu vermehren. Optimale Bedingungen findet es auf Weiden, die nicht regelmäßig nachgemäht werden. Besonders häufig ist es auf Pferdeweiden mit unzulänglicher Pflege anzutreffen. Relativ neu ist die Verbreitung des Jakobsgreiskrautes auf stillgelegten Ackerflächen, die bis zum 1. Juli nicht gemäht werden dürfen.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen empfiehlt, durch regelmäßiges Nachmähen der Weideflächen die Samenbildung der Pflanzen zu verhindern. Sind die Blütenstände bereits aufgeblüht, dürfen sie nicht liegen bleiben. Das Mähgut muss abgeräumt werden. Stilllegungsflächen, auf denen sich das Jakobsgreiskraut ausgebreitet hat, sollten jetzt sofort gemulcht werden.

Süße Kirschen und Himbeeren sind reif Die Himbeer- und Süßkirschen-Ernte hat in Nordrhein-Westfalen begonnen. In NRW werden auf etwa 100 Hektar Himbeeren angebaut. Die Hauptsorten sind Schönemann und Tulameen. Die Sorte Schönemann ist eine gute Marmeladen- und Verarbeitungsfrucht, für den Frischverzehr bietet sich die Sorte Tulameen an.

Von den etwa 50 Hektar Süßkirschen in Nordrhein-Westfalen sind erste Flächen auch mit einer Folienüberdachung ausgestattet, so dass diese Früchte vor Regen geschützt sind und die Obstbaubetriebe kontinuierlich den Frischmarkt mit guten Qualitäten beliefern können.

Nach Auskunft der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erstreckt sich die Saison der beiden Fruchtarten bis in den August. Spezielle Herbstsorten sorgen dafür, dass frische Himbeeren aus heimischer Produktion sogar bis zum ersten Frost angeboten werden.

Kürbisse für den Hausgarten Wer Spaß an bunten Gartenfrüchten hat, sollte jetzt Kürbisse aussäen. Das Sortiment ist groß. Zierkürbisse lassen sich vielseitig zur herbstlichen Dekoration in Haus und Garten verwenden. Sollen die bunten Früchte den Speiseplan bereichern, sollte sich der Hobbygärtner für Speisekürbisse entscheiden.

Winterkürbisse (Cucurbita maxima), auch Speisekürbis oder Riesenkürbis genannt, sind meist starkwachsende, rankende Pflanzen mit runden Früchten, die bis 50 Kilo oder auch mehr auf die Waage bringen können. Sie werden im Herbst geerntet und sind oft über Monate lagerfähig.

Zu den Sommerkürbissen (Cucurbita pepo), auch Gartenkürbis oder Ölkürbis genannt, gehören auch viele Zierkürbisse. So zum Beispiel Kronenkürbisse oder Krallenkürbisse, die 10 bis 15 Zentimeter groß werden und auffällige krallenförmige Auswüchse aufweisen.

Auch Warzenkürbisse, in runder bis länglicher Form, mit ausgeprägten, warzenförmigen Auswüchsen, zweifarbige Sorten oder blaue bis schwarze Kürbisse können im Garten für herbstliche Dekorationen angebaut werden. Zierkürbisse sind lange haltbar.

Die essbaren Kürbisse aus dieser Gruppe sind schnellwachsend und deshalb besonders für die Gartenkultur geeignet. Ihr Fruchtfleisch ist fester und weniger mehlig als das der Winterkürbisse. Bekannt sind aus dieser Gruppe zum Beispiel die Zucchinis, die es in vielen grünen und einigen gelben Sorten gibt. Eine rankende Zucchini-Sorte ist Black Forrest.

Kürbisse benötigen einen tiefgründigen, humusreichen Boden, einen sonnigen Standort und ausreichend Wasser, vor allem bis zum Fruchtansatz.

Mit dieser Fliege ist nicht gut Kirschen essen Wer eine reiche Süßkirschenernte aus seinem Garten haben möchte, sollte jetzt gelbe, beleimte Kirschfruchtfliegen-Fallen in seinen Kirschbäumen aufhängen. Denn jetzt legt die fünf Millimeter große, schwarze Fliege Rhagoletis cerasi ihre Eier in die Kirschen. Die daraus schlüpfenden Maden verwandeln das Kirscheninnere in eine faule Masse. Die Kirschfruchtfliegen, die ihre Eier in Kirschen ablegen wollen, werden von der gelben Farbe der Fallen angelockt und bleiben daran kleben.

Das Weibchen sticht die Kirsche an, wenn sie sich von gelb nach gelbrot verfärben, und legt ein Ei ab. Da jede Frucht nur eine Made aufnehmen kann, markiert die Kirschfruchtfliege jede Kirsche mit einem Duftstoff, der den anderen Weibchen signalisiert, dass diese Kirsche besetzt ist und weiter gesucht werden muss.

In befallenen Früchten findet man kleine, bis sechs Millimeter lange, weiße Maden. Die voll entwickelte Larve bohrt sich aus der Frucht und lässt sich zu Boden fallen, wo sie sich in der obersten Bodenschicht verpuppt. Aus den Puppen schlüpfen im nächsten Frühjahr neue Kirschfruchtfliegen.

Besonders gefährdet sind mittlere und spät reifende Süßkirschensorten. In seltenen Fällen ist auch ein Befall an Sauerkirschen zu beobachten. Daher ist es bei Neupflanzungen ratsam, sich für Frühsorten, die seltener befallen werden, zu entscheiden. Zur Vorbeugung sollte man vorzeitig abfallende Früchte auflesen und die Bäume frühzeitig und restlos abernten.

Die Kirschfruchtfliege ähnelt in ihrem Aussehen einer Stubenfliege. Sie ist etwa fünf Millimeter lang, hat einen glänzenden, schwarzen Körper und große, grüne Augen. Als weiteres Kennzeichen hat sie gelbliche Beine und - besonders markant - ein gelbes, dreieckiges Schildchen zwischen den Flügeln.

Im Haus- und Kleingarten ist derzeit kein Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege zugelassen.

Wie werden Tomatenpflanzen gepflegt? Die Tomate gehört zu den beliebtesten Gemüsearten der Deutschen. Sie liegt auf Platz 1 der Gemüse-Top-Ten. Fast 19 Kilogramm verzehrt jeder Bundesbürger durchschnittlich im Jahr - frisch und in verarbeiteter Form. Ihr Anbau im Hausgarten bringt aber häufig Probleme mit sich.

Wegen ihrer Frostempfindlichkeit dürfen Tomaten erst nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. In kühleren Jahren bereitet der Tomaten-Anbau im Freiland Probleme. Die Pflanzen können bereits im jungen Stadium von der Krautfäule befallen werden. Die Früchte reifen schlecht aus.

Mit Ausnahme der Buschtomate, die häufig für Balkonkästen angeboten wird, hat die Tomate ein unbegrenztes Wachstum. Der Haupttrieb wächst immer weiter, in den Blattachseln bilden sich Seitentriebe. Damit die Kraft der Pflanzen nicht bei der Produktion von Blättern und neuen Trieben verbraucht wird, werden alle Seitentriebe ab drei bis fünf Zentimeter Länge ausgebrochen.

Die Tomate zählt zu den stark zehrenden Gemüsekulturen. Vor der Pflanzung sollten als Düngung etwa drei Kilogramm pro Quadratmeter halbreifer Kompost oder angerotteter Stallmist in die oberste Bodenschicht von 15 Zentimetern eingearbeitet werden sowie etwa 50 Gramm Hornspäne oder 80 Gramm Rizinusschrot pro Quadratmeter. Diese Düngermenge ist für die gesamte Kulturzeit ausreichend.

Regelmäßiges Wässern sorgt für einen höheren Ertrag und bessere Qualität bei den Tomaten. Außerdem verhindert es, dass die Früchte platzen. Bei seltenen, hohen Wassermengen in einer Gabe ist dagegen mit dem Platzen der Früchte zu rechnen. Gegossen wird am besten morgens, damit der Bestand bis zum Abend wieder abtrocknen kann. Es darf wegen der Gefahr von Pilzkrankheiten nicht über die ganze Pflanze gegossen werden, sondern nur an den Stammgrund.

Probleme bereiten im Hausgarten hauptsächlich Pilz-Krankheiten, wie die Kraut- und Braunfäule, die an schwarz-braunen Flecken der Blätter und Früchte zu erkennen ist, die entfernt werden sollten. Insgesamt fördert Feuchtigkeit die Infektion mit Pilzkrankheiten. Deswegen muss der Tomaten-Bestand zwar ausreichend von unten gewässert werden, die Pflanzen selbst sollten aber möglichst trocken gehalten werden.

Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, muss Luft durch den Bestand wehen. Es darf also nicht zu dicht gepflanzt sein. Am besten funktioniert der Anbau in einem einfachen Gewächshaus oder unter einem Dach als Regenschutz.

Jetzt ist Kartoffelkäfer-Zeit Die Kartoffelkäfer-Larven sind wieder aktiv, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die bekannten Käfer mit den zehn gelb-schwarzen Streifen sind im Frühjahr meist zur Stachelbeerblüte das erste Mal zu sehen. Auf die Blattunterseite legt das Käferweibchen etwa 20 bis 50 Eier.

Bei günstigen Temperaturen von mehr als zwölf Grad dauert es bis zum Schlupf etwa zehn Tage. Zurzeit findet man nicht nur auf Kartoffeläckern, sondern auch in Hausgärten hungrige Larven. Haben die gefräßigen rot-schwarz gestreiften Larven erst einmal mit dem Fraß begonnen, kann der Gartenfreund täglich zusehen, wie seine Kartoffelpflanzen ihre Blätter verlieren.

Was kann man im Garten gegen die gefräßigen Kartoffelkäfer tun? Die einfachste und sicherste Methode ist das Absammeln und Vernichten der Käfer, die im Frühjahr zur Eiablage in den Garten einwandern. Schüttelt der Hobbygärtner die Stauden, so fallen die verdutzten Käfer auf den Boden und können entfernt werden.

Diese Methode verspricht für den Sommer eine Zeit lang Ruhe vor Kartoffelkäfern, aber es besteht die Gefahr, dass Käfer später noch aus Nachbars Garten zuwandern. Besonders Gärten, in denen im vergangenen Jahr ein starker Befall mit den gefräßigen Käfern zu beklagen war, sollten in diesem Sommer stärker kontrolliert werden.

In einem kleinen Hausgarten haben es die Kartoffelkäfer nämlich besonders einfach: Sie müssen nur von ihrem Überwinterungsquartier im Boden an die Oberfläche krabbeln und schon sind sie mitten im Kartoffelkäfer-Paradies.

Auch gegen die Eiablage lautet die Devise: Absammeln. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, denn die Gelege des Kartoffelkäfers unterscheiden sich nur in der Farbe von den Gelegen der Marienkäfer. Während der Kartoffelkäfer orange-rötliche Eiablagen hinterlässt, sind die Eiablagen der Marienkäfer eher gelblich.

Die Eigelege an der Blattunterseite sollten einfach zerdrückt werden. Hierbei ist Gründlichkeit gefragt, denn ein Käferweibchen kann innerhalb von zwei Monaten 400 bis 2.000 Eier legen.

Pilz bedroht Buchsbäume Buchsbäume haben es zurzeit schwer: Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen beobachtet im Augenblick ein starkes Absterben von Buchsbaum-Trieben. Die Ursache der Erkrankung ist ein Pilzbefall durch den Erreger Cylindrocladium buxicola, der in den vergangenen Monaten optimale Witterungsbedingungen vorfand.

Die Sporen werden durch Wind verbreitet und dringen in die Triebe und Blätter ein. Vor allem nach einem Rückschnitt der Gehölze gibt es besonders viele Eintrittspforten an den Pflanzen. Die Folge sind braune Blattflecken und Strichelungen an den Trieben sowie das anschließende Absterben ganzer Triebe, Äste und Pflanzen.

Der Erreger Cylindrocladium buxicola wurde vor einigen Jahren erstmals in Deutschland an Buchsbäumen gefunden. Einen ähnlich großen Befall wie zurzeit gab es 1997 und in den Folgejahren in Großbritannien. Der Erreger Cylindrocladium buxicola hatte in den vergangenen Monaten bei ausreichend hohen Temperaturen stets genug Feuchtigkeit, um seine Sporen zu produzieren und sich zu verbreiten. In den feuchten Morgenstunden finden sich zahlreiche der weißen Sporen unter den Blättern. Die anhaltend feuchte Witterung lässt weitere Schäden erwarten.

Die Braunfärbung der Blätter als erstes Befallssymptom ist schwer zu erkennen. Wenn die Blätter abfallen und die Triebe absterben, ist der Befall bereits weit fortgeschritten. Dann hilft nur noch ein kräftiger Rückschnitt der befallenen Partien.

Erkrankte Pflanzenteile müssen sorgfältig entsorgt werden, das gilt auch für herabgefallenes Laub. Auch die oberste Erdschicht sollte entfernt werden, da der Pilz mehrere Jahre im Boden überdauern kann. Besonders anfällig ist die Sorte Buxus sempervirens Suffruticosa. Die Infektion ist an Blattnässe gebunden. Wo die Möglichkeit besteht, sollten Buchsbäume vor zu viel Feuchtigkeit geschützt werden.

Jetzt fallen Äpfel und Birnen Viele Apfel- und Birnenbäume verlieren zurzeit Früchte. Mit diesem so genannten Junifruchtfall befreien sich die Bäume von ungenügend befruchteten und überzähligen Früchten.

Einige Apfelsorten, zum Beispiel Elstar und Jonagold, sind dafür bekannt, dass sie beim Junifruchtfall sehr stark Jungfrüchte abwerfen, während andere Sorten eher zu sparsam damit umgehen. Hier sollte der Gartenfreund von Hand nachhelfen und die Früchte so ausdünnen, dass ungefähr eine Handbreit Abstand zwischen zwei Äpfeln oder Birnen vorhanden ist.

Die Ursache für den Junifruchtfall ist im Stoffwechsel des Obstbaumes zu suchen. Ein ausreichend befruchteter Apfel bildet Wachstumsregulatoren oder Pflanzenhormone, die den Baum auffordern, die Früchte mit allem Notwendigen, wie Nährstoffen, Zucker und Wasser, zu versorgen.

Sind Früchte im Frühjahr nicht genügend befruchtet worden, bilden sie auch nur wenige Hormone. Da der Baum so keine Rückmeldung von der Frucht bekommt, bildet er eine Korkschicht am Stielansatz der Früchte, die sie von der weiteren Versorgung abtrennt. Ohne die notwendige Nährstoffversorgung fällt die Frucht im Juni vom Baum.

Übrigens kann der Hobbygärtner am Blütenbüschel bereits Ende Mai sehen, welche Früchte im Wachstum zurückgeblieben sind.

Krautfäulepilz befällt Kartoffeln Die Kartoffeln in vielen Hausgärten sehen zurzeit nicht besonders gesund aus. Schuld daran ist der Pilz Phytophthora infestans, der bei feucht-warmer Witterung die Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln verursacht.

Die Krankheit zeigt sich anfangs durch gelblich-grüne, später bräunliche vom Blattrand oder von der Blattspitze ausgehende Flecken. Ein wichtiges Merkmal des Pilzes ist ein schmaler, weißer Saum von Pilzgeflecht um die Flecken herum, der sich bei Feuchtigkeit auf der Blattunterseite bildet.

Da in Hobbygärten meist keine vorbeugenden Behandlungen durchgeführt werden, hat vielfach schon eine Infektion der Blätter stattgefunden. Das Einwaschen der Sporen von den Blättern in den Boden ist nach intensiven Niederschlägen möglich, die Gefahr eines Befalls der Kartoffel-Knollen ist groß. Sehr flachliegende Sorten, wie Cilena, sind stärker gefährdet als tiefwachsende Sorten, wie zum Beispiel Hansa. Ertrags- und Qualitätseinbußen sind hier kaum vermeidbar.

Befallene Knollen sollten bei der Ernte aussortiert werden. Die Knollensymptome übersieht man jedoch leicht. Es handelt sich um äußerliche, bleigraue, leicht eingesunkene Flecken. Im Inneren der Knolle zeigt sich eine fleckenweise Braunfärbung des Knollenfleisches, die sich zum gesunden Gewebe scharf abgrenzt.

Schon nach kurzer Zeit kann es bei relativ hohen Lagertemperaturen zu den bekannten Braunfäulen kommen. Eine schonende Ernte bei guter Schalenfestigkeit und das Aussortieren befallener Knollen sind wichtige vorbeugende Maßnahmen.


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Hortensie hydrangea macrophylla Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Foto: Pixelio / Tanja L.
Hochbeet. Foto: Pixelio / Uschi Dreiucker
Gelbe Rosen. Foto: Pixelio / karin54
Amsel auf Hecke. Foto: Pixelio / Ruth Rudolph
Jakobsgreiskraut / Jakobskreuzkraut. Foto: Dirk Jasper
Kürbisse. Foto: Landwirtschaftskammer NRW
Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi). Foto: Entomart / Wikipedia
Großformatiges Foto
Tomatenernte. Foto: Landwirtschaftskammer NRW
Kartoffelkäfer. Foto: Pixelio / Momosu
Buchsbaum - buxus sempervirens. Foto: Pixelio / Karin Wuelfing
Apfel-Ernte. Foto: CMA
Kartoffel-Ernte. Foto: CMA

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Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen © 1994 - 2011 Dirk Jasper