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Interessant im März
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In jedem Monat gibt es Meldungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die für Garten, Natur, Umwelt und Terrasse wichtig, hilfreich und nützlich sind. Wir fassen sie hier zusammen und ergänzen sie jeweils durch aktuelle Meldungen, die bei uns eintreffen.
Langer Winter hindert Bienen an dringenden Geschäften Bienen und Imker warten dringend auf warmes Wetter. Seit vier Monaten können die nützlichen Insekten nicht ausfliegen, weil der harte und lange Winter mit frostigen Temperaturen sie daran hindert. Die Bienen bleiben im Stock, wärmen sich in der Wintertraube gegenseitig und leben von den Vorräten in den Waben, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Damit der Bienenstock sauber bleibt, haben die Bienen den Winter über ihre Exkremente in der dehnbaren Kotblase gespeichert. Erst bei Temperaturen von mehr als zehn Grad fliegen sie aus und erledigen ihr Geschäft. Je länger die Wartezeit bis zum Reinigungsflug dauert, um so problematischer wird es für die Bienen. Im Extremfall koten sie im Stock ab und werden krank. Kranke Bienen verlassen den Stock, das Volk kümmert oder stirbt.

Wenn genügend Futtervorräte im Volk vorhanden sind, ist eine Kontrolle der Bienenvölker durch den Imker noch nicht nötig. So lange die Temperaturen noch frostig sind, ist die Störung für die Bienen zu groß.

Sobald die Temperaturen steigen, beginnt die Königin mit der Eiablage. Alte Winterbienen werden durch junge Sommerbienen ersetzt. Dann sind die Bienenvölker auf pollenspendende Blütenpflanzen angewiesen. Krokusse, Schneeglöckchen und vor allem Weiden, Haselsträucher und Kornelkirsche sind willkommene Nahrungsquellen.

Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es 9.100 Imker, die etwa 61.000 Bienenvölker betreuen und im Jahr eine durchschnittliche Honigernte im Wert von etwa elf Millionen Euro erwirtschaften.

Wenn es draußen stürmt und schneit - dann ist Tulpenzeit Es ist Winter und man traut sich nicht vor die Haustür, weil es draußen kalt und der Himmel grau ist. Dann ist die Zeit gekommen, sich Farbe in die Wohnung zu holen, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Wie wäre es zum Beispiel mit Schnitt-Tulpen für die Vase?

Zu dieser Zeit bieten sich attraktive Sorten mit tollen Farben an, zum Beispiel "Monsella" gelb mit roten Streifen, "Martine Bijl" in Rot, "Negrita" in lila und "Rosario" in rosa-weiß oder "Montecarlo" mit der gefüllten gelben Blüte. Der Gärtner zeigt gern seine verschiedenen Sorten. Es gibt gefüllte und einfache Tulpen, auch einige Sorten mit sogenannten "gefranzten" Blütenrändern.

Die Liliengewächse stammen ursprünglich aus Vorderasien, Persien und der Türkei. Heute jedoch kommen die Tulpenzwiebeln zur Treiberei vorwiegend aus Holland. Aber auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Gartenbaubetriebe, die Tulpenzwiebeln zur Blüte bringen.

Nach einer gewissen Kältephase im Kühlhaus kommen die Tulpen in das Gewächshaus und treiben bei einer Temperatur von 18 bis 19 Grad. Innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen zeigen die ersten Tulpen bereits Farbe und können, sobald sie vollständig ausgefärbt sind, vom Gärtner gezogen und gebündelt werden. Um lange Freude an den Tulpen zu haben, sollten sie in lauwarmes, leicht zuckerhaltiges Wasser gestellt werden.

Für Schnittblumen werden in Deutschland jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro ausgegeben. Damit liegen die Deutschen beim Verbrauch von Schnittblumen im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe. Die Tulpe steht unter den Top-Ten auf dem deutschen Schnittblumenmarkt auf Rang zwei, nach dem Klassiker unter den Schnittblumen, der Rose.

Frühes Gemüse aus dem eigenen Garten Mit einem Folientunnel oder Frühbeetkästen kann man im Hausgarten die Saison für frisches Gemüse verlängern, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Unter der Abdeckung erwärmen sich Boden und Luft sehr rasch. Die Pflanzen stehen geschützt vor Wind und Wetter und wachsen besser heran. Möglich sind Flachfolien, Folientunnel und Frühbeetkästen.

Zu den Flachfolien gehört schwarze Mulchfolie, die für gleichmäßige Bodenwärme und Bodenfeuchtigkeit sorgt und die einen Unkrautaufwuchs verhindert. Flachfolien werden für Kulturen, wie Gurken, Kürbisse, Melonen oder Auberginen, eingesetzt, die einen warmen Boden lieben. Dafür schneidet man die Folie jeweils an der Pflanzstelle kreuzförmig ein und setzt dort die Jungpflanzen.

Man kann die schwarze Folie aber auch für den Spargelanbau verwenden, indem man über die Reihen einen Tunnel aus schwarzer Folie baut. Für die Jungpflanzenanzucht ist die schwarze Mulchfolie jedoch ungeeignet. Hier verwendet man besser Schlitzfolie, auch mitwachsende Folie genannt. Sie wird über Aussaat oder die Setzlinge gespannt. Mit zunehmendem Pflanzenwachstum wächst diese Folie durch die zahlreichen Schlitze mit. Unter der Folie sind die Pflanzen vor leichten Frösten geschützt, der Boden erwärmt sich bei Sonnenschein schneller und hält die Feuchtigkeit besser. Schlitzfolie wird im Frühjahr und Herbst eingesetzt.

Auch Folientunnel sorgen für eine Verlängerung der Gartensaison. Sie werden als Bausatz in verschiedenen Längen und Breiten angeboten und sind schnell im Gemüsegarten aufgestellt. Zunächst wird gesät oder gepflanzt und anschließend wird der Folientunnel aufgebaut. Frühe Gemüse, wie Spinat, Radieschen, Feldsalat oder frühe Möhren, gedeihen unter dem Folientunnel ausgezeichnet.

Frühbeetkästen sind ebenfalls im Handel erhältlich. Will man die Sonne ausnutzen, muss der Frühbeetkasten mit der Neigung in Nord-Süd-Richtung aufgestellt werden. Um Wärmeverluste zu vermeiden, kann man ihn seitlich noch mit Stroh oder Laub einpacken. Besonderes Augenmerk muss auf die Belüftung des Frühbeetkastens gelegt werden. An sonnigen, frostfreien Tagen erhitzt sich die Luft im Kasten so stark, dass die Scheiben angehoben werden müssen, damit ein Luftaustausch stattfinden kann.

Gärten zum Spielen und Toben Kinder wollen spielen, toben und die Welt entdecken. Leider passen die Vorstellungen der Kinder nicht immer mit der der Eltern von einem schönen Garten zusammen. Für einige Jahre sind hier Kompromisse notwendig, die genauso interessant und schön sein können, wie der perfekt angelegte Garten, meint die Landwirtschaftskammer Nordhrein-Westfalen.

Kinder brauchen Platz zum Spielen. Am besten geeignet ist Rasen mit einer Mischung aus robusten Gräsern, wie Sport- und Spielrasen. Die Pflanzen rund um den Rasen müssen ebenfalls hart im Nehmen sein. Rosen und Prachtstauden lassen bald die Köpfe hängen, wenn die Nachwuchskicker sich ständig einen Weg durchs Beet zum verloren gegangenen Ball bahnen müssen. Besser ist es, die empfindlichen Pflanzen in den Hintergrund zu setzen und einen breiten Beetrand aus bodendeckenden Stauden zu pflanzen.

Fertig gekaufte Spielgeräte rufen zunächst Begeisterung hervor. Doch nach kurzer Zeit sind sie langweilig, weil sie sich nicht verändern lassen. Spannender ist es, die Spielgeräte selbst zu bauen. Wer für später einen Teich plant, kann die Grube schon ausheben und mit Sand befüllen. So entsteht ein großer Sandkasten, in dem auch mal eine Sandburg gebaut werden kann.

Für spielende Kinder sind Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke wichtig. Die Klassiker sind dabei das Bohnentippi oder ein Weiden-Iglu. Beides lässt sich mit einfachen Mitteln selbst bauen. Für ein Bohnenzelt benötigt man lange Holz-, Kunststoff- oder Metallstangen, die in den Boden gerammt und oben zeltförmig zusammengebunden werden. Diese Stangen lässt man mit Kletterpflanzen beranken.

Neben Prunkbohnen eignen sich auch Kapuzinerkresse, Prunkwinde oder die Schwarzäugige Susanne. Auch ein Weiden-Iglu kann man selbst bauen, am besten im ausgehenden Winter, wenn die Weidenruten noch nicht ausgetrieben sind. Weidenruten fallen an, wenn im Winter die Kopfweiden geschnitten werden.

Wasser ist für Kinder unwiderstehlich. Da ein Gartenteich nicht ungefährlich ist, müssen andere Quellen her. Schon eine mit Wasser gefüllte Plastikwanne reicht zum Planschen und Spielen. Am schönsten ist es, wenn man mit Wasser, Lehm und Sand matschen und spielen kann.

Kampf dem Bärenklau Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, verbreitet sich schon seit Jahren immer stärker in Mitteleuropa. Einzelpflanzen dürfen von sachkundigen Personen mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zu bestimmten Zeiten bekämpft werden. Ohne eine gezielte Bekämpfung kann die Vermehrung nicht verhindert werden.

Ein Kontakt mit der 1 bis 4 Meter hohen Staude mit rot geflecktem, bis zu 10 cm dickem Stängel und großen weißen Dolden kann zu schweren Entzündungen der Haut führen.

Der Riesenbärenklau stammt aus dem Kaukasus und wurde lange wegen seiner Stattlichkeit und seiner Blütenpracht bewundert. Hat man die Pflanze berührt, entzündet sich die Haut nach rund 20 Minuten. Juckreiz, Rötungen und Blasen entstehen. Furocumarine im Saft des Riesen-Bärenklaus bewirken eine phototoxische Reaktion bei gleichzeitiger oder folgender Sonnenlichteinwirkung. Die Haut heilt erst nach ein bis zwei Wochen langsam ab und kann narbenähnliche dunkle Flecken zurücklassen.

Eine einzige Staude kann bis zu 100.000 Samen in die Umgebung streuen. Die Keimfähigkeit geht erst nach rund sieben Jahren verloren. Die Staude findet man meist an feuchten Waldrändern und Saumzonen, im Wald, an Gräben, Wegrainen und Auengebieten, an Uferbereichen und Flussniederungen, aber auch in Gärten.

Natur- und Landschaftsschützer rücken dem Bärenklau schon seit Jahren mit Heckenschere, Hut, Handschuhen und Plastiksack zum Auffangen der Samen zuleibe. Private Gartenbesitzer sollten die Pflanze auch aus ihren Gärten verbannen, statt sie zu hegen und zu pflegen.

Raus in den Garten Nicht nur die Bauern stehen in den Startlöchern, um mit den Feldarbeiten beginnen zu können, auch die Hobbygärtner wollen raus auf ihre Scholle. Einige Arbeiten können jetzt schon erledigt werden, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Im Ziergarten schneidet man die Rosen zurück. Die Gartenschere kann auch schon an den oberirdischen, abgestorbenen Staudenteilen angesetzt werden, man schneidet direkt über dem Boden ab. Sträucher können ebenfalls zurückgeschnitten werden, doch Vorsicht, manche Sträucher, wie die Forsythie und der Flieder, haben ihre Blütenknospen fertig angelegt. Bei ihnen ist Schneiden tabu, sonst blühen sie in diesem Jahr nicht mehr.

Noch ist Pflanzzeit für Obstbäume, Sträucher, Stauden und Rosen. Bei Obstbäumen sollten krankheitstolerante Sorten bevorzugt werden, um späteren Ärger mit Pflanzenkrankheiten möglichst zu vermeiden. Bei Rosensorten sollte auf das ADR-Gütesiegel - Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung - geachtet werden. Diese Sorten sind robust.

Im Gemüsegarten können die Beete für erste Aussaaten vorbereitet werden. Dazu wird der Boden mit einem Kultivator oder einem Vierzahn zunächst grob gelockert. Schwere Böden müssen unter Umständen auch umgegraben werden, bevor der Kultivator zum Einsatz kommt.

Anschließend wird der Boden mit einer Harke fein zerkrümelt und glattgeharkt. Im Freiland können jetzt schon Dicke Bohnen gelegt werden, Spinat und Feldsalat ausgesät werden. Unter einem Folientunnel, einem Vlies oder einer Schlitzfolie kann man bereits Salat, Radieschen und Kresse aussäen.

Im Gewächshaus oder Zimmer sät man jetzt Tomaten, Paprika, Andenbeeren und Kohl aus. Auch die Anzucht von Sommerblumen kann jetzt beginnen: Sommerastern, Buntnessel, Strohblumen, Männertreu, Edelwicken oder Studentenblumen werden in ungedüngte Aussaaterde gesät.

Am besten klappt es in einem Zimmergewächshaus mit einer durchsichtigen Plastikhaube. Notfalls tut es aber auch ein Gefrierbeutel, den man über die Töpfe mit den Aussaaten zieht. Knollenbegonien und Dahlien können jetzt schon in Töpfe mit normaler Blumenerde gepflanzt und vorgezogen werden. Mitte Mai pflanzt man sie in den Garten oder in Kübel.

Spaten, Schere, Schlauch - Was braucht der Hobbygärtner? Damit es im Garten auch richtig Spaß macht, benötigen Hobbygärtner entsprechende Geräte. Das Sortiment an Gartengeräten ist unüberschaubar groß, deshalb gibt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Tipps, welche Geräte notwendig sind und ein Kauf sinnvoll ist.

Zur Grundausstattung gehören ein Spaten, eine Grabegabel, eine kleine Handschaufel, eine Harke, eine Unkrauthacke und ein Kultivator beziehungsweise ein Drei- oder Vierzahn. Eine Gartenschere, eine Gießkanne und einen Wasserschlauch sowie in größeren Gärten auch eine Schubkarre für den Transport von Pflanzen sind ebenfalls vonnöten. Gartenscheren sollten gut in der Hand liegen und leicht zu öffnen sein.

Die Geräte sollten aus gehärtetem Metall bestehen, damit sie der ständigen Belastung gewachsen sind. Edelstahl ist zwar teurer, hat aber den Vorteil, dass die Geräte nicht rosten, die Erde nicht daran kleben bleibt und zudem besser gesäubert werden können. Gerät und Tülle, die Verbindung mit dem Stiel, müssen aus einem Stück bestehen oder so miteinander verbunden sein, dass sie auch bei großer Beanspruchung nicht brechen können.

Die Stiele sollten aus Holz, Aluminium oder Metall bestehen, teilweise sind sie mit Kunststoff ummantelt. Die Stiellänge muss stimmen, damit man aufrecht harken und hacken kann. Bei Spaten und Grabegabel sind es 70 bis 75 Zentimeter, bei Harken und Hacken 150 Zentimeter. Praktisch sind abnehmbare Stiele zur Verwendung an anderen Werkzeugen.

Lust auf Lamm zu Ostern Sie gehören zu Ostern wie die Ostereier - die Osterlämmer. Gerade zu diesem hohen kirchlichen Fest kommt Lammfleisch in zahlreichen Familien auf den Tisch, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

In diesen Tagen freuen sich die Menschen wieder über den Anblick der in den vergangenen Wochen geborenen Osterlämmer, die bevorzugt auf Weiden gehalten werden. Diese artgerechte Haltung und die natürliche Futtergrundlage sind Voraussetzung für besonders aromatisches und zartes Fleisch.

Die zu Ostern geschlachteten Lämmer sind allerdings bereits erheblich älter und wurden zumeist im vergangenen Jahr geboren. Bei einem Bestand von knapp 200.000 Mutterschafen werden jährlich etwa gleich viele Lämmer in Nordrhein-Westfalen geboren. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Lammfleisch in Deutschland liegt zurzeit konstant bei etwa einem Kilogramm.

Wegen seines mild-herzhaften Geschmacks ist Lammfleisch sehr beliebt. Es ist sehr fett- und kalorienarm, eiweißreich und zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen des B-Komplexes aus. Ein besonderer Vorteil ist die kurze Garzeit. Ob Curry oder Minze, Kreuzkümmel, Salbei, Kapern oder Senf, Sauerrahm, Wein, Calvados oder Zimt: Lammfleisch wird immer zur Delikatesse, ob gegrillt, geschmort, am Spieß gebraten oder im Ofen gegart.

Diese Gewürze sind ideal für Lammfleisch: Thymian, Rosmarin, Wacholderbeeren, Dill, Estragon, Oregano, Paprika, Curry, Pfeffer, Lorbeerblatt und Zwiebeln. Lammfleisch, das ein bis zwei Tage in eine Marinade eingelegt wurde, schmeckt besonders gut.

Was tun gegen Moos im Rasen? Zurzeit sehen die Rasenflächen in vielen Hausgärten ganz anders aus als in den bunten Gartenzeitschriften und Gartenkatalogen. Wo zarte grüne Hälmchen eine Freude fürs Auge und eine angenehme Trittfläche bieten sollen, machen sich am Ende des Winters Klee und Moos breit. Im Frühjahr kommen vor allem Löwenzahn, Quecke und Wegerich hinzu. Viele Gartenbesitzer greifen in dieser Zeit zur Spritze oder Harke, um im Wettstreit mit dem Nachbarn den Rasen wieder fit zu machen.

Oft ist diese Mühe vergebens, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Denn der Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln oder Moosvernichtern ändert nichts an den Ursachen der Verunkrautung, wie zum Beispiel Lichtmangel, Bodenverdichtungen oder falsche Zusammensetzung des Untergrundes. Auch das Vertikutieren bringt in erster Linie, vor allem bei Handarbeit, Bewegung für den Gartenbesitzer. Die gewünschte Durchlüftung des Bodens bewirkt wenig und bringt zudem Unkrautsamen aus tieferen Schichten des Rasens an die Oberfläche.

Wer seinen Rasen nachhaltig verbessern will, sollte nach Meinung der Landwirtschaftskammer immer auch die Möglichkeit einer Neuanlage prüfen. Dazu gehört zunächst eine tiefe, intensive Bodenbearbeitung, am besten mit einer Fräse. Ein zu geringer Humusanteil kann zum Beispiel durch Komposte angehoben werden. Die Wahl der Rasenmischung richtet sich nach der beabsichtigten Nutzung und dem Lichtangebot.

Die Honigmacher: Bienen schwärmen ins Internet Angehende Imker und Bienenfreunde können sich jetzt im Internet weiterbilden. Die Internetseite www.die-honigmacher.de ist ein neuer Online-Schnupperkursus in Sachen Imkerei. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen will mit diesem Angebot die Menschen neugierig machen und sie motivieren, sich mit Imkerei und Bienenkunde zu beschäftigen.

Die Zahl der Imker nimmt seit Jahren stark ab. Die Ernteerträge vor allem im Obst- und Gemüseanbau und beim Raps sinken, wenn die Pflanzen nicht bestäubt werden. 80 Prozent der heimischen Kulturpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, um gute Erträge zu bringen.

Europaweit droht eine Verarmung der Landschaften mit insektenblütigen Pflan¬zen, wie kürzlich eine europäische Studie zu Tage brachte. Vielfältig sind deshalb die Bestrebungen der Imkerorganisationen und der Landwirtschaftskammer, diesen Trend aufzuhalten und mehr Menschen an die Imkerei heranzuführen.

In Deutschland gibt es hauptsächlich Hobbyimker. Hier setzt das Projekt "Die Honigmacher" an. Es will Menschen erreichen, die sich für Bienen und Imkerei interessieren. Der Schnupperkurs ist ein Lernangebot und unterstützt das eigenständige Arbeiten. Das Angebot hat den Charakter eines Nachschlagewerkes: Jedes Kapitel wird durch Lernaufgaben abgeschlossen. Unter www.die-honigmacher.de können Fragen sofort recherchiert und bearbeitet werden.

Narzissen ? die blühenden Glocken zur Osterzeit Osterglocken ? oder richtiger Narzissen ? gehören zu den bedeutendsten Frühlingsblumen. Kaum eine andere Pflanze mit ihren meist leuchtend gelben Blüten strahlt soviel Frühling aus, wie die Narzisse. Gerade in den Wochen um Ostern gehört diese Blume auch zu den wichtigsten Schnittblumen, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. In der Hitliste der meistverkauften Schnittblumen steht sie unter den Top Ten auf Rang neun.

Bei selbstgeschnittenen Osterglocken sollte der Blumenfreund aber daran denken, dass diese auf andere Blumen in derselben Vase oft eine nachteilige Wirkung haben. Der Narzissenschleim, der aus frisch geschnittenen Stängeln austritt, lässt Tulpen verkümmern, Freesien und Anemonen blühen nicht auf, Nelken und Rosen welken.

Deshalb sollten Narzissen zunächst allein über Nacht im Wasser ausschleimen und dann erst mit anderen Blumen zu einem schönen Strauß kombiniert werden. Jedoch dürfen sie dann nicht wieder angeschnitten werden, weil sonst die negative Eigenschaft der Narzissen erneut zur Wirkung kommt.

Ostereier in jeder Größe Das Ei zählt zu den beliebtesten Lebensmitteln der Deutschen. Etwa 205 Stück verzehrte jeder Bundesbürger davon im vergangenen Jahr, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Normale Ostereier - vom Huhn gelegt - bringen in den Gewichtsklassen M und S zwischen 53 und 73 Gramm auf die Waage.

Weiße Eier der Gewichtsklassen M und S sind vor Ostern hauptsächlich von den Färbereien sehr gefragt. In den Wochen vor Ostern kaufen die deutschen Privathaushalte bis zu 100 Millionen gefärbte Eier. Insgesamt kaufen die Verbraucher im Jahr über 7 Milliarden Eier, mit einem klaren Schwerpunkt vor Ostern.

Die größten Eier liefert der afrikanische Strauß. Sie wiegen gut 1,5 Kilogramm, soviel wie 25 Hühnereier. Immerhin noch drei- bis viermal so schwer wie ein Hühnerei ist das Ei der Gans mit 160 bis 240 Gramm. Klein und leicht sind Wachteleier, eine besondere Spezialität - nicht nur zu Ostern. Die schwarz¬braun-gesprenkelten Minieier wiegen nur 10 bis 14 Gramm.

Während normalerweise nach Informationen der ZMP zwei Drittel der Verbraucher beim Kauf zu braunschaligen Eiern greifen, stehen zu Ostern die weißschaligen Eier besonders hoch im Kurs, da die Farben beim Bemalen leuchtender zur Geltung kommen.

Ob braun oder weiß - hinsichtlich Art und Menge der Inhaltsstoffe unterscheiden sich die Eier nicht. Und wer beim Färben Natur bevorzugt, findet unter heimischem Gemüse, Obst und Kräutern zahlreiche natürliche Färbemittel: Ob die Eier mit Roten Beten rot gefärbt werden, mit Spinat grün, mit Kamille gelb oder etwa mit Blaubeersaft violett - dem Naturgenuss sind keine Grenzen gesetzt.

Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe bieten Eier ab Hof an.

Keine Unkrautvernichter auf Pflaster - auch Essig verboten Ob Wegerich, Löwenzahn oder Sternmoos: In der Pflasterfuge am Hauszugang, in der Garagenzufahrt oder auf der Terrasse blüht es wie im Garten - sehr zum Leidwesen des Eigentümers. Der feuchte Winter hat die Pflanzen in den Spalten und Fugen der befestigten Wege kräftig sprießen lassen.

Wenn der optische Eindruck unordentlich ist, rückt manch einer den jungen Pflänzchen gründlich mit Chemie zuleibe. Was viele nicht wissen: Das ist durch das Pflanzenschutzgesetz verboten, so der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Dieses grundsätzliche Verbot gilt auch für Hausmittel, wie Essigreiniger oder Salzwasser.

In dem Augenblick, in dem diese Hausmittel zur Unkrautvernichtung eingesetzt werden, sind sie Pflanzenschutzmittel. Auch hierfür droht bei einem ungenehmigten Einsatz ein Bußgeld in Höhe bis zu 50.000 Euro.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nur auf Flächen erlaubt, die landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden. Grund des Verbotes ist, dass die Mittel zur Unkrautbekämpfung oft auf Flächen eingesetzt werden, von denen kein Oberflächenwasser versickern kann und die über die Kanalisation entwässert werden.

Auch ein biologischer Abbau im Boden ist auf diesen Flächen nicht möglich. Wird beispielsweise auf einem Gehweg oder einer Garageneinfahrt mit Plattenbelag ein Herbizid aufgebracht, kann das Mittel in die Kanalisation gelangen und den Wasserwerken große Probleme bereiten.

Im Interesse des Wasser- und Umweltschutzes empfiehlt der Pflanzenschutzdienst, gegen den Bewuchs mit Hacke, Gasflamme, Hochdruckreiniger oder elektrisch betriebenen Bürstengeräten vorzugehen. Das schont Umwelt und Geldbeutel.

Das Herbizidverbot gilt für alle Flächen, die nicht landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, also auch für Industriegelände, Bahngleise oder kommunale Flächen, wie Marktplätze oder Friedhofswege. Wer dafür verantwortlich ist, dass Gehwege verkehrssicher sind, wie Hausverwaltungen, Kommunen oder Firmen, kann sich eine Ausnahmegenehmigung erteilen lassen, wenn keine anderen Maßnahmen möglich sind.

Frühstart für Rhabarber Leuchtend rote Rhabarberstangen, die unter wärmender Folie herangereift sind, werden jetzt in Läden und auf Wochenmärkten angeboten. In diesem Jahr hat die Ernte durch die milde Witterung zwei Wochen früher als in normalen Jahren begonnen. Die gesunden Stangen werden bis Ende Juni geerntet.

Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, gehört Rhabarber botanisch zwar zum Gemüse, wird aber meist wie Obst zu Marmelade, Gelee, Kompott oder anderen Desserts verarbeitet. Das Stangengemüse wird erst nach dem Kochen gezuckert. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch halten sich die Stangen einige Tage frisch. Tiefgefroren ist er ein knappes Jahr haltbar. Daher lohnt es sich, einige Portionen einzufrieren, um später Konfitüren und Fruchtgrützen damit zu bereichern.

Die unterschiedliche Färbung des Stiels gibt Aufschluss über den Geschmack:

  • Grünstielig mit grünem Fruchtfleisch: Besonders sauer, für Marmeladen und Kompott geeignet.
  • Rotstielig mit grünem Fruchtfleisch: Weniger sauer, leicht herber Geschmack, für herzhafte Gerichte und Kuchenfüllungen.
  • Rotstielig mit rotem Fruchtfleisch: Feines Himbeeraroma, besonders mild, für Grütze und Obstsalat.
  • Hellrotstielig mit rosa Fruchtfleisch: Im Treibhaus vorgezogene, besonders zarte Stangen mit mild-säuerlichem Geschmack.
Rhabarber ist sehr kalorienarm, aber umso reicher an Vitamin C und Vitamin A sowie Mineralsalzen. Die Stangen sollten jedoch nicht täglich genossen werden, denn die in ihnen enthaltene Oxalsäure gilt als Kalziumräuber. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland etwa 600 Hektar Rhabarber angebaut, davon mit 156 Hektar knapp ein Viertel in Nordrhein-Westfalen.

Rhabarber gehört zu der artenreichen Familie der Knöterichgewächse. Bis vor 5.000 Jahren gab es ihn nur als wildwachsende Pflanze. Obwohl der Rhabarber über Jahrtausende als Heilmittel gegen Darmträgheit eingesetzt wurde, entdeckten unsere Vorfahren seine Qualitäten als Nahrungsmittel erst im 18. Jahrhundert.

Dies lag wohl daran, dass in den Blättern Oxalsäure konzentriert enthalten ist. Da Süßmittel lange Zeit unbekannt waren, war der Rhabarber vor allem sauer und somit für die Ernährung nicht besonders attraktiv.


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Tulpen. Foto: Archiv

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Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen © 1994 - 2011 Dirk Jasper