![]() |
|
Pfingstrosen - üppige Schönheiten mit Vergangenheit |
|
Pünktlich jedes Jahr, wenn das
Pfingstfest naht, kann man die eindrucksvolle Blütenpracht der
Pfingstrose (Paeonia) in den Gärten bewundern. Die Pfingstrose
ist eine sehr alte Kulturpflanze, deren Geschichte weit in die
Antike zurückreicht und die heute mit ihrer üppigen
Blütenpracht zu den populärsten und schönsten
Gartenstauden zählt.
Im frühen Mittelalter wurde die Paeonie in den Klostergärten in Frankreich, England und Deutschland angesiedelt. Neben der Züchtung von Gemüse und Nutzpflanzen kultivierten die Mönche auch Zier- und Arzneipflanzen und stellten verschiedene Heilmittel aus der Paeonie her. Seit dem 16. Jahrhundert gehört die Paeonie zu den populärsten und schönsten Gartenstauden, die manch einer auch noch unter den volkstümlichen Namen Benediktinerrose, Königsblume, Bauernrose oder Gichtwurz kennt. Von Weiß über Rosa und zartem Apricot bis hin zu leuchtendem Rot präsentiert sich der Farbenreichtum der pompösen Blüten, die einen betörenden Duft verströmen, vor allem die Sorten mit halbgefüllten oder gefüllten Blüten. Die langsam wachsenden Staudenpaeonien tragen nicht nur wunderschöne Blüten, sie sind auch robuste, anspruchslose und langlebige Gartengewächse, die von Jahr zu Jahr schöner werden, wenn sie ungestört am selben Platz wachsen können. Aus diesem Grund ist die richtige Auswahl des Platzes sehr wichtig, ein Versetzen mögen die Pflanzen nicht. Sie gedeihen besonders gut auf einem tiefgründigen, fruchtbaren Lehm- oder Sand-Lehm-Boden, der gut dräniert sein sollte. Aber auch durchlässige, mit Dünger und Torf verbesserte Gartenerde ist geeignet. Pfingstrosen lieben es sonnig bis halbschattig und entwickeln ihre volle Pracht erst nach drei bis vier Jahren, aber dann nachhaltig. Wärend des Frühjahres und des Sommers verlangen sie keine aufwändige Pflege. Düngegaben sollten gezielt auf die Pflanzen und den Boden abgestimmt sein, da ein Zuviel an Stickstoff zur Grauschimmelfäule führen kann. Betroffene Pflanzen müssen sofort großzügig entfernt werden. Stützen, die um die Horste gesteckt werden, geben den Pflanzen sicheren Halt und bewahren vor dem Umknicken der üppigen Stiele. Staudenpaeonien sind winterhart, die beste Zeit für eine Neupflanzung von Freilandware ist von Anfang September bis in den Oktober hinein. |
|
|
ThemenChannel CyberGarten von Familie-im-Web © 1994 - 2011 Dirk Jasper |


