![]() |
|
Stimmungsvolle Gräservielfalt rund ums Jahr |
|
Gräser sind zerbrechlich
wirkende Schönheiten, denen Wind und Wetter trotz ihres
grazilen Wuchses nichts anhaben können. Ihr stiller,
unaufdringlicher Charme erschließt sich dem Betrachter
manchmal erst auf den zweiten Blick ? wenn der Wind durch die
Blätter streicht und Assoziationen an wogende Getreidefelder
weckt, oder wenn winterlicher Rauhreif die Blütenstände
in kleine Skulpturen verwandelt.
Der Formenvielfalt sind kaum Grenzen gesetzt. Mit graziösen Blütenähren schmückt sich die Zierhirse, die Blätter des graugrünen, riesigen Pfahlrohres haben einen lanzenähnlichen Wuchs, und das niedrige Bärenfellgras zeigt sich in kuscheligen Polstern. Abwechslungsreich sind Gräser auch, was ihre Wuchshöhe betrifft. Geschichte Gräser kommen weltweit vor, aber erst im 20. Jahrhundert haben Ziergräser Einlass in die Gärten gefunden. Mit mehr als 10.000 Arten ist es auch die bekannteste Pflanzenfamilie. Gerade weil Gräser überall wachsen und dermaßen allgegenwärtig sind, sind wir unempfindlich für ihre Schönheit geworden. Seit einigen Jahren wird Ziergräsern wieder die Aufmerksamkeit gewidmet, die sie verdienen. Die Gärtner haben die Gräser kaum durch Züchtungen verändert. Diese Pflanzen zeigen sich uns deshalb heute noch so wie vor Urzeiten.Während der letzten Jahre ist die Zahl der erhältlichen Ziergrasarten erheblich gewachsen. Es gibt Ziergräser in unterschiedlichen Höhen und von unterschiedlicher Durchsichtigkeit, mit verschiedenen Blütenständen und in verschiedenen Farben. Durch die große Artenvielfalt gibt es für wirklich jede Stelle im Garten eine Ziergrasart, die genau dort gut gedeiht. Ziergräser gehören in den Bereich der ausdauernden Staudenpflanzen. Ihre Ahnenreihe reicht weit in die Wildnisvergangenheit der Erde. Bis heute konnten sie sich ihren ursprünglichen Charakter erhalten und bringen deshalb viel natürlichen Charme in unsere Gärten. Zu jeder Jahrezeit zeigen sie sich in anderer, reizvoller Gestalt: sommerlich verspielte Blütenrispen, golden gefärbte Halme, die sich im Herbstwind wiegen, und mit Raureif geschmückte Winterhorste. Stimmungsvolle Gräservielfalt zu jeder Jahreszeit Die Schönheit der Gräser erschließt sich manchem erst auf den zweiten Blick. Ziergräser wirken nicht durch üppige Farbenpracht, sondern durch ihre zarten Strukturen und ihre Leichtigkeit.Die meisten Gräser sind sehr durchsichtig und fügen sich dadurch farblich gut in die Farben einer Rabatte ein. Außerdem ändern ihre sanft wiegenden Bewegungen das Erscheinungsbild fortwährend auf subtile Art und Weise. Die Mischung aus Bewegungen und Durchsichtigkeit ist genauso faszinierend und beruhigend, wie die Kräuselungen von Wasser. Wo immer Sie Gräser anpflanzen, Sie werden stets die unvergleichliche Anmut genießen, mit der sie Ihnen im Sommer feierlich zu- und im Winter noch lange nachwinken. Der Zierwert von Gräsern ist blütezeitunabhängig und dauert praktisch das ganze Jahr. Viele Arten wachsen in saftig grünen Büscheln und die meisten blühen mit wunderbaren Ähren, die zudem prächtig aufblühen. Viele Gräser bekommen im Herbst lebendige, warme Farben. Im Winter bilden Gräser feine Silhouetten, an denen der bezaubernde Glanz von Regen oder Frost noch lange hängen bleibt. Mit ihren eleganten Blattlinien und der Formschönheit der Horste bringen sie ein eigenständiges Element ins Gartenbild. Viele Arten zieren zudem federartige Blütenstände, die sich im Einklang mit dem Wind wiegen. Im Herbst warten etliche Ziergräser mit einer kräftigen Färbung auf. Die Schönheit der Gräser erschließt sich manchem Betrachter erst auf den zweiten Blick. Ziergräser wirken nicht durch üppige Farbenpracht, sondern durch ihre zarten Strukturen und ihre Leichtigkeit. In einer lebhaften Staudenrabatte wirken sie beruhigend, sie säumen Plattenwege, betonen verwunschene Treppen, machen sich am Gartenteich breit, schmücken Eingangsbereiche am Haus und setzen Akzente im Heidegarten. Schön wiegt sich zwischen Besenheide und Erika der Blaustrahlhafer im Wind, tänzeln die Blätter des Zittergrases oder zieht das mannshohe Riesenpfeifergras die Blicke auf sich. Gartenplan Unter den Ziergräsern gibt es Riesen wie das Pampasgras, aber auch bodendeckende Arten. Riesengräser repräsentieren gut in Einzelstellung. Viele Gräser lassen sich in gemischten Pflanzungen integrieren. Sie erfüllen dabei eine verbindende Funktion zwischen verschiedenartigen Pflanzen. Sie bilden den ruhenden Pol, wenn es turbulent zu und her geht. So können sie beispielsweise, zwischen zwei sich konkurrierenden Farben gesetzt, ausgleichend wirken. Bemerkenswert sind auch die Gräser, welche bodendeckende Eigenschaften besitzen. Der Flor eines solchen Teppiches ist unvergleichlich wirkungsvoll.Es gibt kaum einen Gartenplan, der ohne die auflockernde Wirkung der Ziergräser in ihrer unendlichen Vielfalt auskommt. Zum Klassiker werden sie in der Stauden- und Gehölzrabatte; im Stein- und Heide- genauso wie im Wassergarten. Weiterhin sind sie zu verwenden als Solitär im Rasen und als Grab- und Kübelpflanzung, manche als Bodendecker bis hin zum Sichtschutz und Vasenschmuck. Wird durch Bäume und Sträucher die Sonne verdrängt, bleiben oft unschöne, unbepflanzte Winkel zurück. Hier wächst neben Schattenstauden, manchen Zwiebel- und Knollenpflanzen auch eine beträchtliche Anzahl von Gräsern. Gerade ihr weiß-buntes, gelb-gestreiftes, rötliches oder blaues Laub bringt lebendige Farbtupfer in dunkle Ecken. Die Vielfalt der Blattfarben bietet unzählige gestalterische Möglichkeiten. Den Wechsel von Licht und Schatten lieben die niedrige weiß-bunte Japansegge oder das zierlich Perlgras. Spezialisten für tiefe Schattenzonen sind Haarmarbel, Waldschmiele und Waldhirse. Standortbedingungen So vielfältig wie die Natur der Ziergräser sind auch die Ansprüche an Standort und Bodenverhältnisse, die von trocken bis zu ständiger Nässe reichen. Die Standortansprüche variieren deshalb je nach Herkunft, so daß sich sowohl für sonnige als auch für schattige Standorte schöne Gräser finden lassen. Die meisten Arten lieben allerdings einen sonnigen Standort.Ziergräser sind ausdauernd, anspruchslos und pflegeleicht. Sie können Jahrzehnte am gleichen Platz gedeihen, wenn man ihre Standortwünsche befolgt. Die meisten lockeren und gut durchlässigen Bodenarten eignen sich zur Bepflanzung mit Gräsern. Gräser, die Feuchtigkeit lieben, freuen sich über eine Bodenzugabe von Kompost und Laub. Die Sonnenkinder unter ihnen mögen insbesondere im Winter keine "nassen Füße". Sorgen Sie deshalb für einen guten Wasserabzug. Als Standorte für Gräser eignen sie sich ...
Schattengräser: Als ursprüngliche Waldpflanzen fühlen sie sich wohl unter Gehölzen in Gemeinschaft mit schattenliebenden Stauden. Dazu gehören verschiedene Arten von Seggen, insbesondere Carex morrowii und Carex ornithopoda, aber auch Marbeln oder Heinsimsen (Luzula). Als Bodendecker in großen Gruppen kommen Gräser im Schatten besonders zur Geltung. Riesengräser: Die großen Prachtgestalten unter den Gräsern brauchen Freiraum, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Besonders dekorativ ist das Pampasgras (Cortaderia) mit seinen Blütenfahnen, aber auch Goldleistengras (Spartina) und Riesen-Chinaschilf (Miscanthus japonicus) sind von majestätischer Wirkung. Zu den Risengräsern zählen auch die verschiedenen Bambusarten. Ihre immergrünen Blätter bilden einen idealen Sichtschutz und wirken auch im Gefäß sehr imposant. Fakten
|
|
|
ThemenChannel CyberGarten von Familie-im-Web © 1994 - 2011 Dirk Jasper |









