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Lithium-Ionen-Technologie
Elektrowerkzeuge werden leichter, kleiner und leistungsfähiger
Bei Elektrowerkzeugen spielen Bedienkomfort und Gewicht eine große Rolle. Ein Akku bietet viele Vorteile: Ohne Kabel lässt es sich besser arbeiten und die Suche nach der nächsten Steckdose entfällt. Das Gewicht eines Energiepacks bleibt jedoch eine technologische Herausforderung. Elektrowerkzeuge benötigen zum Teil hohe elektrische Entladeströme, um kraftvoll zu arbeiten.
Das Stromverhalten von Akkus hängt von der Kapazität und den verwendeten Materialien ab. Grundsätzlich gilt: Je größer der Akku, desto höhere Entladeströme sind möglich. Entwickler forschen nach einer Möglichkeit, den Akku trotz hoher Kapazität möglichst klein und leicht zu machen.

In Elektrowerkzeugen werden verschiedene Akkutypen verwendet: Blei-Gel, Nickel-Cadmium und Nickel-Metallhydrid. Besonders viel versprechend in diesem Bereich sind Lithium-Ionen-Akkus, die, ähnlich ihrer Pendants aus Mobiltelefon und Laptop, aufgrund ihrer hohen Energiedichte sehr leicht und kompakt sind und gerade für Elektrowerkzeuge viele Vorteile mit sich bringen.

Sechs Millionen Mal gefertigt Die ersten Experimente mit Lithium-Ionen-Batterien gab es bereits 1912. Doch erst Ende der 1980er Jahre schaffte es ein Forscherteam um den us-amerikanischen Wissenschaftler John B. Goodenough, die Lithium-Ionen-Technologie so voranzutreiben, dass damit ein Akku für den kommerziellen Markt gebaut werden konnte.

Heute ist der Lithium-Ionen-Akku der meist verbaute in der Unterhaltungselektronik. Man kennt ihn aus dem Handy, der Digitalkamera oder dem Laptop. Doch auch in Elektrowerkzeugen werden sie in den Anforderungen entsprechend modifizierter Form erfolgreich eingesetzt.

?Wir haben 2003 unseren Akkuschrauber Ixo mit Lithium-Ionen-Akku auf den Markt gebracht und bis heute rund sechs Millionen Stück produziert. Damit ist der Ixo das meistverkaufte Elektrowerkzeug weltweit?, sagt Gunter Flinspach, Leiter der Antriebsentwicklung für Akkuwerkzeuge bei Bosch.

?Unsere Produktpalette mit Lithium-Ionen-Technologie reicht vom Präzisionswerkzeug wie dem Dremel Stylus über gewerblich genutzte Bohrhämmer bis zum weltweit ersten Lithium-Ionen-Rasenmäher Rotak LI.?

Spezielle Anforderungen bei Elektrowerkzeugen Elektrische Ströme, wie sie beispielsweise beim Handy fließen, sind sehr gering und liegen unter einem Ampere. Bei einem Bohrhammer müssen Ströme bis zu 50 Ampere abrufbar sein, wenn der Bohrer auf hartes Material trifft.

Um auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie Hochstromzellen zu bauen, muss der innere Aufbau deutlich verstärkt werden. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass im harten Einsatz in Elektrowerkzeugen die Batterie keinen unzulässigen Belastungen ausgesetzt wird.

?Bei unseren Bosch-Geräten setzen wir das patentierte 'Electronic Cell Protection System' ein, kurz ECP?, sagt Gunter Flinspach. ?Die ECP-Elektronik schützt die Lithium-Ionen-Akkus vor Überlastung, Überhitzung und Tiefentladung und verlängert so die Lebensdauer der Akkupacks erheblich.?

Hohe Leistung ohne Selbstentladung und Memoryeffekt Die hohe Nennspannung von 3,6 Volt ist der größte Vorteil der Lithium-Ionen- Akkuzelle. Im Vergleich hierzu bringen es Nickel-Cadmium-Akkuzellen nur auf eine Nennspannung von 1,2 Volt und ein Blei-Gel auf 2 Volt. So müssen für eine Betriebsspannung von 3,6 V nicht mehr drei Nickel-Cadmium-Akkus verbaut werden, sondern nur noch ein Lithium-Ionen-Akku.

Ein zweiter Vorteil ist seine geringe Selbstentladung. Ein einmal geladener Lithium-Ionen-Akku verliert in vier Monaten nur etwa acht Prozent seiner Ladung, Nickel-Cadmium- oder Bleigel-Akkus sind nach vier Monaten bereits nahezu leer.

Vorteil Nummer drei: Der Lithium-Ionen-Akku kennt keinen Memoryeffekt wie er bei anderen Akku-Typen vorkommt. Er behält auch dann seine volle Leistungsfähigkeit, wenn er mehrmals nur teilentladen und anschließend wieder aufgeladen wird.

?Die Lithium-Ionen-Akkus werden bei Bosch auch in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Denn mit dieser Technologie gelingt es uns, kompakte und leistungsfähige Elektrowerkzeuge zu entwickeln, die einfacher zu handhaben sind und den vielfältigen Wünschen der Anwender entsprechen?, sagt Gunter Flinspach.

?Leichtigkeit bei hoher Kraft steht dabei im Vordergrund und zwar nicht nur im Gewicht, sondern auch in der Handhabung. Dies untermauern unsere Lithium-Ionen-Akkuschrauber und Lithium-Ionen-Bohrhämmer genauso wie die neue Gras- und Strauchschere Isio und der Rasenmäher Rotak LI.?

3. Teil: Garten- und Strauchschere "Isio"   >>>  


Zum Weiterlesen
  • Homepage von Bosch

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Lithium-Ionen-Akkus. Foto: Bosch Gartengeräte
Lithium-Ionen-Akkus. Foto: Bosch Gartengeräte
Lithium-Ionen-Akkus. Foto: Bosch Gartengeräte

Die Bosch-Gruppe ist ein international führender Hersteller von Kraftfahrzeugtechnik und Industrietechnik, Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik.

Rund 260.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 43,7 Milliarden Euro.

1886 wurde das Unternehmen als ?Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik? von Robert Bosch (1861 - 1942) in Stuttgart gegründet.

Heute umfasst die Bosch-Gruppe ein Fertigungs-, Vertriebs- und Kundendienstnetz mit rund 300 Tochtergesellschaften und mehr als 13.000 Bosch-Service Betrieben in über 140 Ländern.

Lithium-Ionen-Akkus. Foto: Bosch Gartengeräte
Lithium-Ionen-Akkus. Foto: Bosch Gartengeräte
Lithium-Ionen-Akkus. Foto: Bosch Gartengeräte
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Quelle: Bosch Gartengeräte © 1994 - 2011 Dirk Jasper