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Jakobskreuzkraut rasant ausgebreitet Larven des „Karminbär“-Schmetterlings sind darauf spezialisiert |
Das Jakobskreuzkraut, ein sehr giftiges, gelb blühendes Unkraut, hat sich in diesem Jahr in allen Regionen Nordrhein-Westfalens, aber auch in anderen Bundesländern ausgebreitet. Schwerpunkt des Befalls ist der Niederrhein, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.+++ Werbung +++ Das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) ist auch unter dem Namen Jakobsgreiskraut bekannt. Pferde und Rinder reagieren empfindlicher als Schaf und Ziege auf die Giftstoffe, die sich in der Leber langsam anreichern und zu chronischen Krankheitsprozessen führen. Die Pflanze ist nicht nur im frischen Zustand giftig, die Alkaloide werden auch nach Heu- und Silagebereitung nicht abgebaut. Eine Verfütterung sollte auf jeden Fall vermieden werden, da erste Schäden bereits nach Aufnahme geringerer Futtermengen zu erwarten sind. Optimale Vermehrungsbedingungen findet das Jakobskreuzkraut auf Weiden mit mangelnder Weidepflege und unterlassener Nachmahd. Besonders häufig ist es daher auf Pferdeweiden anzutreffen. Da das Jakobskreuzkraut empfindlich auf häufige und frühe Nutzung reagiert, ist ein regelmäßiger Schnitt oder bei Weidehaltung ein regelmäßiger Wechsel von Weide- und Schnittnutzung der wirksamste Schutz vor weiterer Ausbreitung. Auch alte Pflanzen können mit diesen Methoden allmählich zurückgedrängt werden. Als wichtigste Bekämpfungsmaßnahme muss die Samenbildung der Pflanze verhindert werden. Das bedeutet, dass betroffene Flächen spätestens bei Blühbeginn gemäht werden müssen. Bei Auftreten von Einzelpflanzen ist die mechanische Bekämpfung durch Ausreißen oder Ausstechen die sicherste und wirksamste Methode. Abgemähte oder ausgestochenen Pflanzen dürfen nicht liegen bleiben, sondern müssen abgeräumt werden. Wichtig ist auch, dass alle Pflanzen in Weideecken, unter Weidezäunen und an angrenzenden Böschungen mit erfasst werden, denn die Samen einer einzelnen Pflanze reichen aus, eine ganze Weidekoppel flächendeckend innerhalb eines Jahres zu verseuchen.
Raupen des 'Karminbär'-Schmetterlings (Tyria jacobeae)Auf vielen Pflanzen des Jakobskreuzkrautes findet man im Juli auffällig orangegelb-schwarzgestreifte Raupen. Es sind die Larven des „Karminbär“-Schmetterlings (Tyria jacobeae). Den Namen verdankt dieser Schmetterling den karminroten Flecken seiner schwarzen Flügel.Die Schmetterlinge fliegen im Mai und Juni. Aus deren Eiern schlüpfen die auffällig orangegelb-schwarzgestreifte Raupen. Sie sind spezialisiert auf das Jakobskreuzkraut, an dem sie von Juli bis August Blätter und Blütenstände befressen, ehe sie sich im September am Boden verpuppen. |
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