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Känguruhdorn, Akazie
Botanisch: Acacia armata • Familie: Mimosengewächse (Mimosaceae)
Känguruhdorn, Akazie

Beschreibung Der aus Australien stammende Känguruhdorn wird als Topfpflanze etwa einen Meter hoch und hat gelbe, an Mimosen erinnernde Blüten. Er gedeiht gut in unserem Klima, wächst aber nur langsam.

In Australien gibt es ein paar hundert Arten, sehr große, kräftige Büsche, die oft als Heckenpflanzen verwendet werden. In unserem Klima gedeiht der Känguruhdorn nur als Topfpflanze und wächst sehr langsam.

Bei einigen australischen Arten bekommen Sie nur bei ganz jungen Sämlingen richtige Blätter zu sehen. Später reduzieren sich die Blätter zu einer Art verbreiteter Blattstiele. Der Botaniker nennt diese Reste "Phyllocladien".

Am Ansatz eines jeden Phyllocladienpaares sitzen zwei spitze, 5-6 mm lange Dornen, die sich aus Nebenblättern bilden.

Im frühen Frühling, von März an, blüht der Känguruhdorn. Die goldgelben Blütenbällchen sitzen sehr dicht an kräftigen Stielen. Aus den Blüten entwickeln sich 4-5 cm lange, behaarte Hülsen, die Samenkapseln.

Die bekannteste Verwandte des Känguruhdorns ist die Acazia dealbata, bei uns Mimose genannt. Die echte Mimose dagegen, Mimosa pudica, hat blauviolette Blüten und gehört zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie.

Standort Der Känguruhdorn braucht viel Licht. Ein Ost- oder Westfenster bietet ideale Bedingungen. Im Sommer kann er im Freien stehen, im Winter in einem kühlen, hellen Raum (etwa bei 5 Grad).
Anzucht Känguruhdorn kann durch Stecklinge vermehrt werden, die im Frühling mit einem kleinen Stück Borke von der Pflanze abgerissen werden. Sie kommen bei einer Temperatur von 20-22 Grad in sandvermischte Erde. Verwenden Sie am besten ein Minitreibhaus, um genügend Luftfeuchtigkeit zu garantieren. Sobald die kleinen Pflanzen anfangen zu wachsen, müssen sie - bei gutem Wetter - ins Freie gebracht werden, denn sie haben jetzt einen großen Lufthunger.

Wenn Sie das Glück haben, im Herbst aus den Samenhülsen reifen Samen zu bekommen, können Sie neue Pflanzen daraus gewinnen. Legen Sie den Samen am besten mit lockerer Erde in einen Keimkasten.

Pflege Gießen Sie während der Wachstumszeit reichlich, immer mit enthärtetem Wasser. Düngen Sie von Juni bis August einmal wöchentlich mit Flüssigdünger. Im Winter bekommt die Pflanze wenig Wasser und keinen Dünger.

Die Pflanze wird in jedem Frühjahr umgetopft in gut drainierte, sandvermischte Blumenerde, die um die Wurzeln herum gut angedrückt werden muss.

Junge Pflanzen schneidet man so, dass sie eine hübsche Form bekommen. Das fördert auch die Bildung neuer, kräftiger Triebe.

Pflanzenschutz In Australien hält sich eine bestimmte Ameisenart gern in der Nähe der Känguruhdornbüsche auf. Sie verteidigen die Büsche gegen größere Schädlinge. Bei der Topfpflanze gibt es diese natürliche Art der Schädlingsbekämpfung nicht.

Zuviel Wasser: Im Sommer ist das Risiko einer Überwässerung minimal, aber im Winter, wenn die Pflanze kühl steht, sehr groß. Wenn die Erde längere Zeit zu feucht ist, hängen die Zweige und die Phyllocladien verfärben sich bräunlich. Setzen Sie die Pflanze in trockene, sandvermischte Erde.

Spinnmilben oder Rote Spinnen müssen sofort bekämpft werden, weil die Pflanze bei starkem Befall eingeht. Spritzen Sie mit einem malathionhaltigen Mittel.

Wollaus und Schildlaus sitzen geschützt unter baumwollartigen Büscheln oder winzigen braunen Schilden. Leichten Befall können sie mit einem in Alkohol getauchten Wattestäbchen entfernen.

Hinweise Die für den Känguruhdorn notwenige Luftfeuchtigkeit können Sie durch Besprühen mit lauwarmem Wasser schaffen. Die Nässe darf sich nicht stauen. Wenn Sie diese Regeln beachten, werden Sie von der "mimosenhaften Empfindlichkeit" der Pflanze nicht viel bemerken.
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