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| Alokasie |
| Botanisch: Alocasia metallica • Familie: Aronstabgewächse (Araceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Die
Alokasie ist eine der schönsten Blattpflanzen, die wir kennen.
In einem normalen Wohnzimmer gedeiht sie nur wirklich gut, wenn die
Luft feucht ist. Besser eignet sich ein Wintergarten.
Die natürliche Heimat der Alokasie sind die tropischen Gebiete rund um den Stillen Ozean. Früher gehörte sie zur Gattung Colocasia. Später wurde dann eine eigene Gattung Alocasia gegründet. Aus früheren Zeiten ist sie eng verwandt mit der Taro und der Colocasia esculenta, die einen Wurzelstock hat, der in ganz Südostasien und auf den Inseln des Stillen Ozeans gekocht oder gröstet als Nahrung dient. Auch die Alokasie hat einen ähnlich geformten, aber nicht essbaren Wurzelstock. Wildwachsend kennt man etwa 70 verschiedene Arten der Alokasie. Sie alle haben schild- oder pfeilförmige Blätter an langen Stielen mit markanten Nervensträngen, häufig in abweichenden Farben. Sie gehören zu den Aronstabgewächsen und bekommen deren Blüten. Manche Alokasien-Arten können, am richtigen Platz und bei richtiger Pflege, mannshoch werden. Dann wird es oft problematisch, für die Pflanze den richtigen Standort zu finden. Aber auch kleinere Pflanzen müssen sich ausbreiten können. Denn die neuen Blätter werden immer größer und deren Stiele immer länger. Allerdings dauert es einige Jahre, bis eine Alokasie schwierige Ausmaße annimmt. Ein kleiner Topf kann den Wuchs stoppen. Die bekannteste Art, die sich auch in einem normalen Wohnzimmer noch halten lässt, ist A. sanderiana. Sie hat metallischglänzende, hängende Blätter mit weißen Adern und weiße, eingebuchtete Blattränder. Empfindlicher sind die anderen Arten. A. lowii, die aus Borneo wie aus der Malakka-Gegend kommt, hat ganz dunkle Blätter mit 8-9 weißen Adern. A. cuprea (syn. A. metallica) hat kupferfarbene, von unten violette Blätter, mit dunklen Adern. Die letzte, bekannte Zimmerart ist A. plumbea aus Java, die große, violettgrüne Blätter besitzt. Zwischen allen Alokasienarten gibt es auch Kreuzungen, bei denen man versuchte, die Schönheit mit der Robustheit der Pflanze zu kombinieren. Zwar wird sie als Blattpflanze gehalten, sie bekommt aber auch Blüten: ein Blütenkolben, der von einem kupferfarbenen Hochblatt umgeben ist. Die Blüten duften kaum. |
| Standort | Die Alokasie braucht im Zimmer einen Platz wie in ihrer tropischen Heimat: schattig und warm, mit hoher Luftfeuchtigkeit - und dies das ganze Jahr über. Der ideale Platz ist ein Wintergarten oder auch ein geschlossenes Blumenfenster. |
| Anzucht |
Die
einfachste Art, eine Alokasie zu vermehren, ist die der Teilung der
Wurzelstöcke. Der beste Zeitpunkt: wenn die Pflanze im
späten Winter umgetopft wird. Wenn Sie so viel Erde wie
möglich von den Wurzeln entfernen, können Sie
Ansatzstellen kleiner Triebe entdecken. Trennen Sie den Wurzelstock
mit einem scharfen, sauberen Messer in mehrere Teile. Aber achten
Sie darauf, dass jedes Teilstück solche Triebansätze
zeigt. Pudern Sie die Schnittwunden, damit sie nicht faulen.
Nun werden die Wurzelteilstücke waagerecht auf einen mit feuchtem Torfmull gefüllten Topf gelegt. Ziehen Sie eine Plastiktüte mit einigen Luftlöchern über den Topf und stellen Sie diesen möglichst warm, ruhig dirket über einen Heizkörper. Die Erde leicht feucht halten. Wenn die Triebe wachsen, mehr gießen und nach einiger Zeit auch düngen. |
| Pflege |
Während der Wachstumszeit muss die Erde der Alokasie
stets gleichmäßig feucht sein. Im Winter nur so viel
gießen, dass die Blätter nicht abfallen. Von Mai bis
Oktober sollten Sie dem Gießwasser alle 14 Tage
Flüssigdünger zugeben.
Umgetopft wird alle paar Jahre im späten Winter. Die Erde sollte viel groben Torfmull enthalten, der Topf eine gute Drainage haben. Nur welke Blätter werden abgeschnitten. |
| Pflanzenschutz |
Spinnmilben treten immer dann auf, wenn die Luft zu trocken
ist. Zuerst bemerkt man eingetrocknete Blattpartien, nach einiger
Zeit bildet sich in den Blattachseln ein feines Gespinst. Einen
kleinen Befall kann man mit einem scharfen Wasserstrahl
(Handbrause) abspülen. Bei einem stärkeren Befall
müssen Sie Insektizide aus dem Fachhandel anwenden. Benutzen
Sie Pflanzenschutz-Zäpfchen, die man in die Erde steckt. Dann
müssen Sie dafür sorgen, dass die Luftfeuchtigkeit sehr
hoch ist. Sonst tritt erneuter Schädlingsbefall auf.
Wenn ältere Blätter welken, ist das ein normaler Vorgang. Vorsichtig abschneiden. Wolläuse können gelegentlich auftreten. Die befallenen Stellen mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen betupfen. Nach einer Stunde die Blätter mit Wasser abwaschen. |
| Hinweise | Die Alokasie braucht viel Wärme. Auch während der Ruhezeit im Winter darf die Temperatur nie unter 18 Grad fallen. |
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