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Streifenfarn, Brutfarn
Botanisch: Asplenium bulbiferum • Familie: Streifenfarngewächse (Aspleniaceae)
Brutfarn

Beschreibung Dieser Farn ist einmalig unter seinesgleichen. Er sorgt nämlich selbst für Nachwuchs und "brütet" an den Blättern neue Pflänzchen aus. Leider ist er nicht ganz einfach zu halten.

Ein Streifenfarn fällt mit seinem üppigem Wuchs in jedem Wohnzimmer auf. Allerdings ist er ein empfindlicher Mitbewohner.

Der Farn wird nicht sehr hoch, geht dafür aber in die Breite. Innerhalb kurzer Zeit kann er leicht einen halben Quadratmeter Platz beanspruchen. Ältere Pflanzen werden in der Mitte manchmal kahl; dann muss man sie durch neue ersetzen.

Standort Wie fast alle Farne will auch dieser einen warmen, feuchten, schattigen Platz haben. Die Sommertemperatur kann bis 23 Grad reichen; im Winter sollte es nicht kühler als 16 Grad sein. Sorgen Sie immer für eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
Anzucht Den Brutfarn kann man wie alle anderen Farne durch Sporen vermehren, die als braune Flecken unter den Blättern sitzen. Das ist aber nicht ganz einfach - eine Aufgabe für Experten. Gelegentlich versuchte man einen Farn zu teilen, aber das gelang noch seltener.

Am einfachsten ist es, wenn Sie dem Farn das Problem überlassen. Schneiden Sie einfach einen Wedel mit Brutknollen ab und stecken sie ihn in die Erde.

Pflege Sie müssen dem Brutfarn viel mehr Ausmerksamkeit widmen als anderen Grünpflanzen. Er nimmt es Ihnen übel, wenn Sie vergessen, ihn zu gießen. Und zwar so, dass er kaum mehr zu retten ist. Ausserdem verträgt er keine Standorte mit zu wenig Licht. Man sollte ihn auch nicht zu stark düngen oder zu oft seinen Standort wechseln. Und vor allem stellen Sie ihn nie in der Nähe einer Zentralheizung auf! Denn dort ist ihm die Luft im Zimmer viel zu trocken. Einer der besten Plätze, die Sie ihm in der Wohnung anbieten können, ist ein Badezimmer, mit Fenster natürlich. Dort ist die Luft feucht genug für den Farn.

Zwei Möglichkeiten gibt es, einen Farn im Wohnzimmer überleben zu lassen. Entweder stellen Sie viele Pflanzen zusammen auf, die dann gegenseitig für etwas feuchtere Luft und ein angenehmes Klima sorgen, oder Sie stellen ihn in eine Schale, die mit Kies und Wasser gefüllt ist. So verdunstet ständig Wasser und feuchtet die Luft rings um die Pflanze an. Auf jeden Fall braucht dieser Farn einen Platz, an dem er auffällt und die langen Wedel hängen lassen kann.

Besonders im Sommer braucht der Farn sehr viel Wasser. Auf keinen Fall darf die Erde austrocknen. Am besten tauchen Sie ihn einmal in der Woche. Im Winter wird weniger gegossen. Er sollte etwa alle drei Wochen während der Wachstumszeit gedüngt werden.

Pflanzen, die noch jung sind und kräftig wachsen, werden jedes Jahr umgetopft, ältere nur noch alle zwei bis drei Jahre. Nehmen Sie dazu ganz normale Blumenerde.

Pflanzenschutz Viele Krankheiten, die dieser Farn bekommen kann, sind auf falsche Pflege oder einen falschen Platz zurückzuführen.

Helle oder gelbe Blätter, von denen einige abfallen, können vorkommen, wenn der Farn greller Sonne ausgesetzt war. Stellen Sie ihn schattiger.

Braune Blattflecken und -spitzen entstehen bei niedrigen Temperaturen. Sie können vorsichtig weggeschnitten werden, aber nicht bis ins gesunde Gewebe.

Schlaffe Wedel kommen vor, wenn Sie das Gießen vergessen haben oder die Luft zu trocken ist.

Schildläuse treten bei zu trockener Luft auf. Betupfen Sie die Tiere mit Spiritus. Am nächsten Tag kann man sie abstreifen.

Wolläuse entfernt man mit einem Wattestäbchen, das in Alkohol getränkt wurde.

Hinweise Wenn Sie die Luft durch Sprühen anfeuchten wollen, dann sprühen Sie nie direkt auf die Blätter, denn das gibt Flecken, sondern sprühen sie nur rings um den Farn in die Luft.
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