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| Flaschenbaum |
| Botanisch: Beaucarnea recurvata • Familie: Agavengewächse (Agavaceae) |
| Beschreibung |
Der flaschenähnliche Körper dieser Pflanze dient als Wasserreservoir für trockene Zeiten. Der höchst interessante Flaschenbaum ist pflegeleicht und auch für Laien geeignet. Die Blätter des Flaschenbaumes erinnern in ihrer Form an die Keulenlilie, eine nahe Verwandte aus der Familie der Agavengewächse. Der untere Teil dieser Pflanze hingegen erinnert an eine Flasche. Das kommt daher, dass die Basis des Stammes anschwillt, um als eine Art Vorratskammer für Flüssigkeit und Nahrung zu dienen. Die Blätter des Flaschenbaumes werden sehr lang und schwingend. Die Pflanzen sollten deshalb frei, etwa auf einem Podest, stehen, damit sie sich seltsam effektvoll aufrichten können und möglichst hängend zur Geltung kommen. Flaschenbäume kommen aus Südmexiko. Sie werden z.T. als sehr große Exemplare nach Europa exportiert und dienen hier etwa zur Dekoration großer öffentlicher Gebäude. Für den "Normalverbraucher" empfiehlt es sich, kleine und junge Pflanzen zu kaufen oder selbst Samen des Flaschenbaumes auszusäen. Übrigens wachsen bei jungen Pflanzen die Blätter noch direkt aus der Knolle. Der hohe Stamm bildet sich erst etwas später.
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| Standort |
Ein sehr geeigneter Standort ist ein sonniges Fenster. Im Sommer kann die Pflanze auch an einem sonnigen, windgeschützten Platz draußen stehen. Ebenfalls im Sommer reicht die übliche Temperatur. Im Winter sind unter 10 Grad empfehlenswert - etwa in einem kühlem, aber hellem Treppenhaus oder in der Diele.
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| Anzucht |
Ende Februar bis Anfang April kann man einen Flaschenbaum aus Samen selbst säen. Am besten gelingt das in einem Mini-Treibhaus mit Saaterde, die im Fachhandel fertig gemischt angeboten wird. Anstelle des Treibhauses eignet sich auch ein normaler Blumentopf, der mit einer Glasscheibe abgedeckt ist. Ideal ist ein Standort auf der Heizung mit Unterwärme und rundum 20-25 Grad. Zeigen sich dann die kleinen Pflanzen, sollten sie möglichst hell gestellt werden, aber ohne direkte Sonneneinwirkung. Eine Abdeckscheibe ist immer noch ratsam, sie sollte aber belüftet sein, um Kondenswasser zu vermeiden. Sind die Pflanzen entsprechend groß, werden sie in einen eigenen Topf umgesetzt. Während dieser Zeit sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne jedoch nass zu sein. Der Gartenfachhandel bietet den Samen für Flaschenbäume an. Ihn selbst zu "produzieren" dürfte für einen Laien nur schwer durchführbar sein. Diese Pflanzen haben, im Gegensatz zu anderen, den Vorteil, dass sie sehr gut keimen und der Samen zudem recht lange haltbar ist. |
| Pflege |
Der Flaschenbaum ist eine Sukkulente, d.h., dass er auch eine Zeitlang ohne Wasser überleben kann. Dann greift die Pflanze auf den eigenen Flüssigkeitsvorrat zurück. Andererseits verträgt der Flaschenbaum zuviel Wasser nicht gut. Mit der Fingerprobe stellen Sie fest, wann wieder gegossen werden muss. Im Winter braucht er ohnehin weniger als im Sommer, in dem auch, immer mit einer schwachen Düngerlösung, alle 3 Wochen gedüngt werden sollte. Zum Umtopfen gut durchlässige Erde, die Feuchtigkeit nicht zu lange hält, einfache Blumenerde mit etwas Sand verwenden. Es braucht nur alle 2-3 Jahre mal umgepflanzt zu werden. Dabei sollte der größte Teil der "Flasche" sichtbar bleiben. |
| Pflanzenschutz |
Flaschenbäume werden wenig von Schädlingen und Krankheiten befallen. Trotzdem können sie bei normaler Zimmertemperatur von Spinnmilben heimgesucht werden. Im frühen Stadium können Sie jedes einzelne Blatt mit einer leichten Spülmittel-Lösung abwaschen - und anschließend Blattober- wie Blattunterseite sorgfältig trocknen. Hilft das nicht, sollten sie auf ein chemisches Mittel zurückgreifen. Schildläuse setzen sich leider manchmal an der Unterseite eines Blattes fest. Mit einem scharfen Messer abkratzen. Die betroffenen Stellen mit alkoholgetränktem Wattebausch abtupfen. |
| Hinweise | Bei älteren Pflanzen sollte in jedem Frühjahr die oberste Erdschicht erneuert werden: Dort sammeln sich Düngesalze und schädliche Bestandteile des Wassers. |
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