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Fischschwanzpalme
Botanisch: Caryota mitis • Familie: Palmengewächse (Arecaceae)
Fischschwanzpalme

Beschreibung Bei uns noch weitgehend unbekannt, in den USA etwa aber schon seit Jahren ein Hit in vielen Wohnzimmern: Die Fischschwanzpalme ist robust wie die Kentia-Palme. Nur sengende Sonne mag sie nicht.

Es sind die Blätter, die die Fischschwanzpalme von anderen so unterschiedlich aussehen lassen: Sie sind so eine Art Ausläufer, lang, dreieckig. Sie ähneln richtigen Fischschwänzen. Die Wedel können alles in allem bis zu 120 cm lang werden. Sie sind etwas schuppig und bei jungen Pflanzen buschig. Die Art der Fischschwanzpalme, die bei uns noch am häufigsten angeboten wird, ist die Caryota mitis, die aus Burma, Malaysia, Java kommt. Noch viel seltener ist die "Brennpalme", die Caryota urens, auch Indien und Ceylon.

Besonders die Blätter einer jungen Fischschwanzpalme ähneln denen eines Farns. Sie haben eine schöne dunkelgrüne Farbe: Eine rundum empfehlenswerte Anschaffung für jeden Zimmergarten.

Eine Fischschwanzpalme wächst nicht sonderlich schnell: Kaum jemals schafft sie mehr als 15-20 cm. Beobachter müssen mithin sehr geduldig sein. In ihrer ursprünglichen Umgebung hat es diese Palme aber auch nicht viel eiliger. Bei uns wird sie nur selten größer als 150 cm. Sie gedeiht bei dieser Größe prächtig. Andererseits neigt sie zu stattlichem Umfang, sie wächst sich mit der Zeit zu einem richtigen grünen "Möbel" aus.

Standort Die Fischschwanzpalme braucht zwar einen hellen Platz, verträgt aber auf keinen Fall sengende Sonne, z.B. während der Mittagszeit. An einem dunklen Standort wächst sie kaum. Die Temperatur sollte während des ganzen Jahres zwischen 24 und 29 Grad am Tage, zwischen 18 und 21 Grad in der Nacht liegen. Sie darf nicht unter 16 Grad absinken.
Anzucht Wenn Sie Glück haben, können Sie im Fachhandel Samen einer Fischschwanzpalme bekommen. Aber das ist noch lange keine Garantie für eine gelungene Vermehrung. Der Samen muss frisch sein. Zwei Tage vor der Aussaat sollte er in 30-35 Grad warmes Wasser gelegt werden, das erhöht die Keimfähigkeit. Anschließend brauchen Sie viel Geduld, bevor sich erst Ergebnisse zeigen - wenn überhaupt.

Eine zweite Vermehrungsmöglichkeit: Unten am Stamm der Fischschwanzpalme bilden sich Ableger. Sie könen abgenommen und eingetopft werden. In der ersten Zeit müssen solche Ableger ganz besonders sorgfältig gegossen werden. Die Blätter mit einem in abgekochtem Wasser feuchtem Lappen abwischen. Welke Blattspitzen werden abgeschnitten. Umgepflanzt wird, wenn der Topf mit Wurzeln ausgefüllt ist.

Pflege Die Erde im Topf sollte zwar gründlich durchwässert sein, überschüssiges Wasser muss jedoch sofort aus dem Untersatz entfernt werden: Die Wurzeln dieser Palme sind sehr empfindlich. Im Sommer wird naturgemäß mehr gegossen als im Winter. In den Sommermonaten wird auch gelegentlich gedüngt. Benutzen Sie möglichst nur abgekochtes, dann abgekühltes Wasser zum Gießen und Duschen. Andernfalls würden die Blätter fleckig werden.

Welke Blätter werden am Stammansatz weggeschnitten.

Pflanzenschutz Trockene, braune Stellen auf den Blättern und braune Blattspitzen deuten auf zu niedrige Luftfeuchtigkeit oder zuwenig Wasser hin. Wasserzufuhr erhöhen, evtl. Luftbefeuchter aufstellen (das kann schon ein einfaches Gefäß mit Wasser sein). Auch zu starke Sonne kann die eben erwähnten Symptome hervorrufen: anderen Standort wählen!

Gibt die Palme hingegen ein rundum trauriges Gesamtbild ab und wächst nicht richtig, ist das zumeist auf zuviel Wasser zurückzuführen. Weniger gießen!

Braune Schildläuse unter den Blättern werden zunächst mit einem alkoholgetränkten Wattebausch abgetupft, mit Wasser abgespült. In hartnäckigen Fällen, die Läuse mit einem scharfen Messer abkratzen.

Hinweise Es gibt keine Grund-, wohl aber eine Faustregel für das Umpflanzen einer Fischschwanzpalme: Immer dann, wenn die Wurzeln den Topf zu sprengen drohen, wenn er mithin vom Wurzelgeflecht völlig ausgefüllt ist, sollte sie in den nächstgrößeren Topf umgesetzt werden. Eine Drainage auf dem Topfboden ist angebracht.
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