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| Chrysantheme |
| Botanisch: Chrysanthemum indicum Hybriden • Familie: Korbblütler (Asteraceae) |
| Beschreibung |
Topfchrysanthemen sind heutzutage das ganze Jahr über erhältlich. Sie können sogar den Chrysanthemenstrauß in der Vase ersetzen - sie sind nicht teurer als Strauß und halten viel länger. Die Indicum-Hybriden sind die Gartenchrysanthemen schlechthin. Chrysanthemum ist eine vielgestaltige und artenreiche Gattung, die zu den Körbblütlern gehört. Eng verwandt mit den Gartenchrysanthemen sind die bekannten Margeriten und der Rainfarn, die wie die Indicum-Hybriden Stauden sind, als auch das Mutterkraut und die Goldblume, beides einjährige Sommerblumen. Die Stammart Chrysanthemum hortorum entstand durch eine Kreuzung: aus Chrysanthemum morifolium und Chrysanthemum indicum. Sie wachsen in Japan wild. Dort wurden sie auch schon lange vor unserer Zeitrechnung gezüchtet. Es gibt eine Erwähnung der Chrysantheme schon vor Christi Geburt. Die Pflanzen wuchsen als Stauden oder kleine Büsche, und die Blüten bekamen im Laufe der Jahr kulturhistorische Bedeutung. Im alten chinensischen Reich wurden die Chrysanthemen tausend Jahre lang gezüchtet. Später fand man sie dann auch in japanischen Gärten. Die Chinesen verwandten viel Mühe darauf, bekannte Arten untereinander zu kreuzen. Gärtner, aber auch Bauern und sogar die Kaiser waren mit Feuereifer bei der Sache. Die kleine Pflanze wuchs in den besten Kreisen auf. In Japan wurde die Chrysantheme Kiku genannt. Eine 16-blättrige Kiku ist im kaiserlichen Wappen zu sehen. Sogar ein Orden wurde nach ihr benannt. Im Jahre 1670 kam die Pflanze zum ersten Mal nach Europa. Einige Zeit lang wurde sie von holländischen Gärtnern gezüchtet, ging aber wieder verloren. Hundert Jahre später kamen Pflanzen nach England, aber sie erlitten das gleiche Schicksal. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts aber glückte es den Franzosen, ein dauerhaftes Interesse an der hübschen Pflanze zu erwecken. Die Züchtung war in Gang gekommen. Aus Frankreich kam die Pflanze wieder nach England. In der Mitte des 18. Jahrhunderts begann die eigentliche Kreuzungsarbeit, nachdem zuvor mehrere Arten aus China eingeführt wurden. Bis heute ist daraus eine große Anzahl von Sorten entstanden. Auf etwa 5 000 verschiedene Sorten schätzt man das Angebot, wobei es winterharte Sorten gibt, die vorwiegend im Garten gepflanzt werden, und Sorten, die sich nur für die Zimmerkultur eignen. Das aktuelle Angebot ändert sich von Zeit zu Zeit, wenn neue Farben auf den Markt kommen und neue Sorten die alten verdrängen. Heute gibt es Chrysanthemen-Arten mit einfachen Blüten (die Margeriten gehören dazu), mit gefüllten Blüten, den sogenannten Ponpons, mit großen und kleinen Blüten, in Weiß, Rot- und Gelbtönen. Die Blüten duften nicht. Durch Behandlung mit Wuchshormonen bleiben Topfchrysanthemen gedungen. Selten werden sie höher als etwa 30 cm.
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| Standort | Chrysanthemen sollen hell stehen, müssen aber vor praller Sonne geschützt werden. An kühlen Plätzen blühen sie länger. Soll die Pflanze überwintern, dann bei 4-6 Grad. | |
| Anzucht | Die Anzucht der Chrysantheme erfolgt durch Stecklinge. Schneiden Sie im Frühjahr 10 cm lange Triebspitzen ab. In lockere Erde stecken und eine Plastiktüte überstülpen. Wenn sich Wurzeln bilden, normal eintopfen und pflegen. | |
| Pflege |
Gießen sie mäßig, etwa zweimal die Woche. Aber achten Sie darauf, daß die Erde nie austrocknet. Gedüngt wird während der Blütezeit etwa alle 14 Tage mit Flüssigdünger. Chrysanthemen vertragen trockene Zimmerluft. Normalerweise ist ein Umtopfen nicht notwendig. Soll überwintert werden, dann topfen Sie im Frühjahr in normale Blumenerde. Triebspitzen abschneiden, dann wird die Pflanze buschiger. Welke Blüten regelmäßig abknipsen. Soll die Pflanze überwintern, auf 5 cm zurückschneiden. | |
| Pflanzenschutz |
Dunkle, rostfarbene Flecken bedeuten fast immer Chrysanthemenrost, ein gefährlicher Schädling, der glücklicherweise selten ist. Die Pflanzen können auch nicht behandelt werden; am besten verbrennen. Weißer und grauer mehliger Belag an den grünen Pflanzenteilen: In warmen, trockenen Zimmern tritt diese Krankheit oft auf. Versuchen Sie, die Pflanze mit warmem Wasser abzuwaschen. Nach der Blüte dann sofort wegwerfen. Spinnmilben: Auch sie treten bei Zimmerpflanzen häufig auf. Eine Bekämpfung lohnt sich bei so kurzlebigen Pflanzen kaum. Mit Spiritus-Seifenlösung versuchen. Von kranken Pflanzen trennen und neue kaufen. | |
| Hinweise | Die Züchter unterwerfen die Pflanzen einer speziellen Lichtbehandlung, damit sie zu bestimmter Jahreszeit blühen. Dies ist zu Hause schlecht zu machen. |
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