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| Ctenanthe |
| Botanisch: Ctenanthe oppenheimiana • Familie: Marantagewächse (Marantaceae) |
| Beschreibung |
Die Ctenanthe ist ganz eng verwandt mit der Marante und der Korbmarante (Calathea). Wie die beiden anderen auch hat sie Blätter mit den schönsten Mustern, in allen Schattierungen. Leider ist sie nicht ganz einfach. Eine ganze Reihe von Zimmerpflanzen gibt es, die zwar keine farbenprächtigen Blüten vorweisen können, dafür aber ein schönes grünes Laub oder eine hübsche Wuchsform. Zu den Grünpflanzen gehört auch die Ctenanthe, wegen ihrer prächtigen Blätter aber kann sie mit mancher Blütenpflanze konkurrieren. Blüten sind vergänglich, das Ctenanthenlaub aber bleibt das ganze Jahr über erhalten. Es gibt auch einfarbige Arten, die meisten aber sehen aus, als hätte sich jemand mit japanischen Tuschezeichnungen an den Blättern versucht und dabei die Blattunterseiten dunkelrot eingefärbt. Die Heimat der Ctenanthen sind die tropischen Regenwälder Südamerikas. Die meisten Arten kommen aus Brasilien. Diese Herkunft macht sie fürs normale Wohnzimmer ein bißchen kompliziert. Ctenanthe kummeriana ist eine buschigwachsende Art, die ihre eigene Nachkommenschaft produziert (Ausläufer). Sie wird 40-60 cm hoch, hat längliche, langstielige Blätter, samtgrün von der Oberseite und rotviolett von unten. Sie verträgt etwas mehr Schatten als die bunten Arten. Ctenanthe lubbersiana ist die bekannteste Art fürs Zimmer. Sie wird 60-80 cm hoch und hat bis zu 20 cm lange, spitzzulaufende Blätter, die von oben gelb und dunkelgrün marmoriert, von unten hellgrün sind. Sie braucht mehr Helligkeit, sonst vergrünt sie. Ctenanthe oppenheimiana ist etwas empfindlicher als die anderen Arten. Sie ist die am stärksten wachsende Art. Die Blattstiele sind rot, die langen Blätter dunkelgrün mit silberweißen Bändern entlang der Hauptnerven.
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| Standort | Eine Ctenanthe braucht das ganze Jahr über einen warmen Platz in einem hellen Zimmer und hohe Luftfeuchtigkeit. Grüne Arten vertragen Schatten. |
| Anzucht |
Ctenanthen kann man auf verschiedene Art und Weise vermehren. Da die Pflanzen sehr kräftige Wurzeltriebe haben, ist die einfachste Methode die Teilung beim Umtopfen im Frühjahr. Entfernen Sie zunächst soviel von der alten Erde wie möglich. Brechen Sie den Wurzelballen dann vorsichtig in mehrere Stücke. Jedes Teil wird einzeln eingetopft und muss am Anfang warm und schattig mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit stehen. Wenn sie anfangen, neu auszutreiben, das Wachstum also in Gang gekommen ist, kann man langsam zur normalen Pflege übergehen. Ctenanthen kann man auch durch Stecklinge vermehren. Einige Arten, wie zum Beispiel C. kummeriana, machen noch eine dritte Vermehrungsart möglich. Sie schieben von ihren Wurzelstöcken aus steife Stengel in die Höhe, an deren Ende sich neue, winzige Pflanzen bilden. Später kann man diese Pflänzchen abschneiden und eintopfen. |
| Pflege |
Im Sommer etwas mehr, im Winter etwas weniger gießen - aber immer regelmäßig, mit entkalktem, lauwarmen Wasser. Nur im Sommer alle 14 Tage dem Gießwasser ein kalkarmes Düngemittel zugeben. Sie müsen im Winter, wenn geheizt wird, täglich sprühen. Nehmen Sie immer weiches Wasser zum Sprühen, Kalkflecken nehmen den Blättern viel von ihrer Schönheit. Der ideale Platz für die Ctenanthe ist ein großer Pflanzkasten, in dem sie zusammen mit anderen Pflanzen steht. Solche Pflanzengruppen verbessern in unmittelbarer Nähe das Kleinklima - und jede einzelne von ihnen fühlt sich wohler. Wichtig fürs gute Gedeihen ist auch eine gewisse Bodenwärme. Ctenanthen sollten Sie in jedem zweiten Frühjahr umtopfen. Nehmen Sie breite, flache Töpfe und normale Blumenerde, die mit Styromull oder anderen groben Bestandteilen aufgelockert wird. Vorsicht, beim Umsetzen das Wurzelnetz nicht beschädigen. Sorgen Sie auch für eine gute Drainage im Topf. Richtig beschnitten wird die Ctenanthe, wenn sie so gut wie gar nicht geschnitten wird. Nur welke Blätter werden mit Stiel dicht über der Erde abgeschnitten. |
| Pflanzenschutz |
Blätter, die sich einrollen und braun werden, sind ein Zeichen für zu trockene Luft. Vor allem im Winter müssen Sie täglich mit kalkfreiem Wasser ssprühen Verblassen die Blattmuster, stehen die Pflanzen zu dunkel. Nur grüne Arten vertragen Schatten. Spinnmilben sind ebenfalls die Folge von zu trockener Luft, am besten zu erkennen an den feinen Geweben in den Blattecken. Isolieren Sie die Pflanzen und bekämpfen Sie die Insekten mit einem entsprechenden Insektizid. Wichtig: mehrmals in wöchentlichem Abstand anwenden. Tripse sind gerade bei den weißgemusterten Arten nicht einfach zu erkennen, da ihr typisches Anzeichen, die silbernen Flecken, im Blattmuster nicht auffallen. Auch sie kommen vor, wenn Pflanzen in zu trockener Luft stehen. Die erste Hilfe ist deshalb eine Vorbeugung: Auch gegen diese Tiere hilft nur ein Insektizid, das mehrmals auf und unter die Blätter gesprüht wird. |
| Hinweise | Ctenanthen möglichst im Sommer kaufen, dann fällt ihnen die Umstellung auf das Zimmerklima leichter. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen schädlingsfrei sind und keine welken Blätter haben. < |
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