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| Sichelfarn |
| Botanisch: Cyrtomium falcatum • Familie: Schildfarngewächse (Aspidiaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Farne, so
hört man oft, sind im Wohnzimmer problematisch. Dieser hier
ist eine Ausnahme: Er verträgt nicht nur trockene Luft und
Schatten, sondern sogar Zug. Und hübsch ist er noch
dazu.
Anscheinend ist der Sichelfarn so etwas wie ein verkanntes grünes Genie. Denn während Farn-Kollegen sich eigentlich nur in Badezimmern, also in extrem feuchter Luft, so richtig wohlfühlen und im Wohnzimmer kaum lange halten, kommt der Sichelfarn mit dem Klima dort ganz gut zurecht. So richtig scheinen die Zimmergärtner das aber wohl nicht zu würdigen - denn man sieht ihn nur selten auf den Fensterbänken. Die Heimat dieses Farns ist Asien. dort findet man ihn vor allem in Japan, wo er auch den Namen "Bergwald-Sagopalmenfarn" trägt. Neben der ursprünglichen Art Cyrtomium falcatum gibt es auch noch eine Kulturform "Rochefordianum". Sie wächst dichter als die Ursprungsart, hat größere Einzelblätter mit einem leicht gewellten Rand, bleibt aber insgesamt viel kleiner. Der Farn wächst rosettenförmig. Die jungen Wedel sind ganz zusammengerollt und sehen ein bißchen aus wie bischöfliche Krummstäbe. Der Sichelfarn nimmt so leicht nichts krumm. Nur Sonne verträgt er nicht. Wobei die jungen Blättchen, die noch nicht so dunkelgrün gefärbt sind wie die älteren, am empfindlichsten sind. Übrigens: Blumenläden benutzen die Wedel oft als dekoratives Schnittgrün in bunten Sträußen. |
| Standort | Der ideale Platz für den Sichelfarn ist halbschattig oder schattig, direkte Sonne verträgt der Farn nicht. Bei normaler Zimmertemperatur gedeiht er zwar, wohler allerdings fühlt er sich bei kühlen Temperaturen von 10-12 Grad. Von Mai bis September können Sie ihn auch auf Balkon oder Terrasse stellen. |
| Anzucht |
Jedes Jahr
Ende Februar wird der Sichelfarn umgepflanzt. Bei der Gelegenheit
können Sie ihr Sichelfarnsortiment vergrößern. Er
läßt sich recht einfach in zwei oder, wenn er sehr
groß ist, in mehrere Pflanzen teilen: einfach den Wurzelballen
vorsichtig mit den Händen auseinanderreißen und die
Teilstücke einzeln einpflanzen. Dies ist die einfachste Art
der Vermehrung.
Etwas für Leute mit Geduld und vielleicht auch etwas mehr Fachwissen ist die Vermehrung durch Sporenaussaat. Die Sporen sitzen in Haufen zusammen unter den Blättchen. Wenn Sie reif sind, fallen sie von selbst ab. Sammeln Sie die Sporen auf und streuen sie in einen Vermehrungskasten, der mit feuchtem Torfmull gefüllt ist. Stellen Sie den Kasten bei 22 Grad Celslius an einen hellen Platz und sorgen Sie für gleichmäßige Feuchtigkeit. Wenn Sie Glück haben, dann zeigt sich nach etwa vier Wochen eine hellgrüne Schicht auf der Erde, ähnlich wie Moos. Das ist der sogenannte Vorkeim, der aber erst noch einige Monate zum Weiterwachsen im Kasten bleiben sollte. Ist der grüne Rasen allmählich etwas höher geworden, wird er vorsichtig in kleine Büschel geteilt, die - jedes für sich - in Töpfe gepflanzt werden. Stellen Sie die Töpfe hell und warm, ziehen Sie als Mini-Treibhaus eine gelochte Plastikfolie über. Es dauert noch einige Zeit, bis sich die eigentlichen Blätter zeigen und die Pflanzen endlich als solche zu erkennen sind. Dann müsssen sie ein zweites Mal auseinandergesetzt werden. |
| Pflege | Die Pflege dieses robusten Farnes erfordert keine besonderen Kenntnisse. Wenn Sie allerdings ein paar ganz kleine Sonderwünsche erfüllen, dann wird er noch größer, dichter, schöner und älter. Zunächst einmal heißt das: Tontopf statt Plastiktopf. Durch die Tonwände kann Wasser verdunsten, es besteht weniger die Gefahr feuchter Füße. Dann die Blumenerde mit etwas zusätzlichem Torf vermischen. Nicht zuviel Dünger; einmal im Monat eine Partion Flüssigdünger zum Gießwasser geben reicht völlig aus. Im Winter, wenn es möglich ist, kühler stellen. Dann wird natürlich auch weniger gegossen, als wenn er im warmen Zimmer überwintert. |
| Pflanzenschutz |
Der
Sichelfarn gehört zu den robusten Pflanzen, die nicht so
schnell erkranken oder von Schädlingen befallen werden.
Graubraune, welke Blätter oder braune Blattflecken sind meist Verbrennungen: Der Farn hat zu sonnig gestanden. Schneiden Sie die welken Blatteile ab, aber schneiden Sie nicht ins gesunde Gewebe. Natürlich müssen Sie anschließend für mehr Schatten sorgen. Junge, noch zusammengerollte Wedel werden braun und welken. Das kommt im Winter häufig vor. Der Farn stand dann meist zu feucht. Austrocknen lassen und weniger gießen. |
| Hinweise | Im Sommer sollen Sie den Sichelfarn ruhig einmal in einen warmen Regen stellen oder gelegentlich übersprühen. |
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