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Didimochlaena
Botanisch: Didimochlaena truncatula • Familie: Farngewächse (Aspidiaceae)
Didimochlaena

Beschreibung Didymochlaena ist bei uns noch ziemlich neu. Unter guten Bedingungen - kalkarme Erde, hohe Erd- und Luftfeuchtigkeit - kann dieser Farn bis zu einem Meter hoch werden.

Wer es schafft, diesen Farn zum Wachsen und Gedeihen zu bringen, wird lange Zeit Freude an einer besonders üppigen Pflanze haben. Sie stammt aus Brasilien und von den westindischen Inseln, wo sie als Bodenpflanze im schattigen tropischen Regenwald wächst. Die Erde dort ist immer etwas feucht, reich an Humusstoffen und nie kalkhaltig.

Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde dieser Farn von dem schwedischen Botaniker Olof Peter Swarzt entdeckt: in Westindien. Der Name "Didymochlaena truncatula" bedeutet "doppelter Mantel" und bezieht sich auf die Umhüllung der Sporenhäufchen. Gelegentliche andere, deutsche Bezeichnung: Halbmonddoppelfarn.

Viele der tropischen Farne sind Epiphyten. Das heißt, sie wachsen hoch über der Erde in Astgabeln von Bäumen. Und sie entnehmen ihre Nahrung aus abgestorbenen Pflanzenresten oder aus dem Regenwasser. Dieser Farn wächst in der Erde. Er bildet mit der Zeit einen kräftigen Stamm, aus dem eine Rosette starker Blattstiele hervorgeht. Die dunkelgrünen Blätter sind ungleichmäßig und ledern. Junge Blätter haben einen rotbräunlichen Ton.

Standort Ideal steht dieser Farn in einem Wintergarten mit konstanter Luftfeuchtigkeit.

Diese typische Waldbodenpflanze mag keine direkte Sonne. Aber sie schätzt Wärme - mindestens 20 Grad im Sommer - und eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit. Im Winter soll die Temperatur nicht unter 15 Grad sinken. Temperaturschwankungen vermeiden.

Anzucht Die Vermehrung kann durch Aussäen der Sporen erfolgen, die man auf zwei Arten gewinnt: Ein Blatt Papier unter die Blätter halten. An deren Unterseite sitzen braune Sporenhäufchen, die bei Reife abfallen. Oder: Abgeschnittene Wedel in eine Tüte stecken. Auch so fallen nach einiger Zeit die Sporen ab.

Die Sporen keimen in feuchter, leichter Erde bei 24-26 Grad. Empfehlenswert ist dafür ein Mini-Treibhaus, das es z.B. als Bausatz komplett mit Scheiben und Stützpfeilern im Fachhandel gibt. Das Mini-Treibhaus sollte an einem schattigen Platz stehen. Ragen die Pflanzen aus der Erde, müssen sie das erste Mal umgetopft werden. Wenn die Wurzeln den Topf noch nicht ausfüllen, in den nächstgrößeren setzen. Während der Wachstumszeit auf Luftfeuchtigkeit achten.

Pflege Im Sommer braucht dieser Farn reichlich Wasser. Und er schätzt häufiges Abduschen. Dazu muß kalkfreies, also abgekochtes oder enthärtetes Wasser genommen werden und zwar grundsätzlich lauwarmes. Etwa alle 14 Tage stark verdünnten Flüssigdünger geben. Im Winter wird nicht gedüngt und sparsamer gegossen - sofern die Pflanze kühl steht.

Um einen guten Wuchs zu erzielen, sollte in jedem Frühjahr umgepflanzt werden. Immer in nahrungs-/humusreiche und kalkarme Erde. Eine Drainage aus Sand oder Kies ist empfehlenswert.

Verfärbte und häßliche Blattstengel werden beim Umpflanzen entfernt.

Pflanzenschutz Die Blätter hängen schlaff herab und fallen ganz ab: Die Pflanze steht zu trocken und/oder bekommt zu wenig Wasser. Luftfeuchtigkeit erhöhen und auf eine konstant feuchte Erde achten (Daumenprobe).

Die Blätter werden gelb: Die Pflanze war zu sehr der starken Sonne ausgesetzt. Besonders geeignete Standorte sind Ost- oder Westfenster. Südfenster nur, wenn für Schatten gesorgt werden kann.

Übrigens: Die Gelbfärbung darf nicht mit dem rötlichen Schimmer verwechselt werden, der über neugeöffneten Blätter liegt.

Braune Blattflecken: Die Pflanze hat wahrscheinlich in der Zugluft gestanden oder Kälte abbekommen.

Schildläuse identifiziert man als kleine ovale Erhöhungen an der Blattunterseite: Sie können mit einem scharfen Messer abgekratzt, mit einem alkoholgetränkten Wattebausch betupft oder mit einem Insektenmittel besprüht werden.

Hinweise Wenn Sie beim Umtopfen im Frühjahr ältere Farne teilen, kommen Sie bequem und leicht zu neuen Pflanzen.
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