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Dieffenbachie
Botanisch: Dieffenbachia maculata • Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Dieffenbachie

Beschreibung Alle Dieffenbachien haben große, ovale Blätter, je nach Art mit weißen Flecken, mit grünen Säumen oder auch golden marmoriert. Sie gehören zu den einfachen Pflanzen - bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Ihren Namen bekam die Dieffenbachie nach dem Obergärtner des Botanischen Gartens in Wien. J. Dieffenbach - sozusagen als Ehrung für verdienstvolle Jahre. Sie stammt aus dem tropischen Mittel- und Südamerika, vor allem aus Brasilien und den Regenwäldern Kolumbiens. Dort kennt man etwa 30 verschiedene Arten.

Viele verschiedene Farben und Blattmuster gibt es bei der Dieffenbachie, aber fast alle lassen sich auf wenige Arten zurückführen. So ist zum Beispiel die Sorte "Camilla", die fast weiße oder cremefarbene Blätter mit einem dünnen grünen Rand hat, eine natürliche Variante der Dieffenbachie maculata "Compacta". Gelegentlich werden aber auch neue Sorten entwickelt.

Standort Ein heller, aber nicht sonniger Platz ist gut zur Entwicklung der Blattmuster. Im Schatten würde die Zeichnung bald verblassen. Normale Zimmertemperaturen - im Winter auf keinen Fall kühler als 16 Grad - werden gut vertragen. Zugluft und offene Fenster müssen Sie vermeiden. Dagegen braucht die Pflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Anzucht Wenn eine Dieffenbachie zu groß wird, kann man mehrere neue daraus machen. Aber denken Sie an den giftigen, ätzenden Saft: Benutzen Sie Gummihandschuhe bei der Arbeit. Und waschen Sie sich danach ganz gründlich die Hände.

Ist die Pflanze hochgeschossen und hat einen kahlen Stengel, schneiden Sie eine Spitze ab und stellen sie in Wasser, bis sie Wurzeln bekommt. Dann wird sie - als neue Pflanze - in gute, nahrungsreiche Erde gesetzt.

Auch den Stamm kann man in Stecklinge zerteilen. Jedes Stück muss aber ein "Auge" haben (das sind die Punkte, aus denen neue Blätter entspringen).

Legen Sie die Stücke waagerecht in die Erde, mit dem Auge nach oben. Stülpen Sie eine Plastiktüte als Mini-Treibhaus darüber und sorgen Sie für eine Temperatur von rund 24 Grad.

Etwa nach drei Wochen haben sich neue Wurzeln gebildet und die ersten Triebe zeigen sich.

Hat eine ältere Pflanze erst einmal geblüht, bilden sich am Schoss oft kleine, neue Pflanzen. Die können Sie abnehmen - aber ganz vorsichtig - und in einen Extra-Topf setzen. In der ersten Zeit noch ziemlich warm stellen.

Nehmen Sie ganz saubere, ausgekochte Messer zum Schneiden der Stecklinge. Die Pflanze ist sehr empfindlich gegenüber Bakterien.

Pflege Im Sommer braucht die Dieffenbachie viel Wasser. Die Blätter sollten oft feucht abgewischt, die Pflanze häufig übersprüht werden. Nehmen Sie immer kalkarmes Wasser. Von April bis September wird einmal wöchentlich gedüngt. Im Winter weniger gießen, aber immer noch durch Sprühen für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen.

Umgetopft wird, wenn der Topf zu eng wird, im März in Einheitserde.

Pflanzenschutz Die robuste Dieffenbachie wird eigentlich nur von Bakterien ernsthaft angegriffen. Wenn das passiert, faulen zuerst die Blätter, später die ganze Pflanze. Leider gibt es keine andere Möglichkeit als die Pflanze wegzuwerfen, bevor sie andere ansteckt. Kurieren kann man eine faulende Dieffenbachie nicht mehr. Den Topf und auch den Übertopf müssen Sie auf jeden Fall desinfizieren, bevor sie wieder benutzt werden.

Im Winter bekommen weißgescheckte Arten manchmal braune Blattflecken. Das lässt sich eigentlich nur durch Lichtmangel erklären - vor allem, da dieses Phänomen im hellen Sommer nie auftritt. Im Gegensatz zum Bakterienbefall sind diese Flecken trocken, fast sogar vertrocknet.

Eine Dieffenbachie kann auch von Spinnmilben befallen werden. Als Folge fallen die Blätter ab. Hier hilft meist ein Insektizid, das über die ganze Pflanze gesprüht wird.

Hinweise Als Zimmerpflanze ist sie fast ideal - bis auf ihren giftigen Saft. Wenn Sie Kinder oder Haustiere haben, sollten Sie deshalb lieber darauf verzichten. Und wenn Sie die Pflanze zurückschneiden, Blätter abbrechen oder ähnliches tun, möglichst immer Handschuhe tragen. Auf der Haut verursacht der Saft Ausschläge; kommt er mit der Zunge in Berührung, schwillt diese unförmig an.
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