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| Wolfsmilch |
| Botanisch: Euphorbia fulgens • Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Dieses
Wolfsmilchgewächs blüht in den Monaten Dezember und
Januar. Die Saisonpflanze gedeiht in Töpfen ebenso wie sie
mehrere Jahre im Wintergarten überlebt. Sehr attraktiv auch in
Vasen.
Beide, Wolfsmilch wie die bei uns so beliebten Weihnachtssterne kommen aus Mexiko. Und noch etwas haben sie gemein: die roten Blüten, die der Fachmann jedoch als "Hochblätter" bezeichnet. Das sind farbenprächtige Blätter, die ganz oben auf dem Stiel direkt unter dem Blütenstand sitzen. Beim Weihnachtsstern sind diese Hochblätter relativ groß, bei der Wolfsmilch jedoch ziemlich klein. Auffallend ist ihre knallrote Farbe, die dazu dient, Insekten anzulocken. Die "richtigen" Blüten sind gelb. Die Wolfsmilch bekommt lange, hängende, elegant gebogene Zweige, die Stiele der länglichen Blätter sind dunkelgrün. Die Pflanze kann größer als einen halben Meter werden. Genauso wie der Weihnachtsstern ist die Wolfsmilch eine "Kurztags-Pflanze". Das heißt, sie beginnt erst dann mit der Blütenbildung, wenn die Tage hierzulande kürzer werden. Folgerichtig blüht sie dann auch in den Monaten, in denen wir mit anderen blühenden Pflanzen nicht gerade gesegnet sind. |
| Standort | Die beste Temperatur liegt während des ganzen Jahres zwischen 18 und 22 Grad. Die Pflanze verträgt zwar viel Licht, sollte aber während der Frühjahrs- und Sommermonate vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt werden. |
| Anzucht |
Im
Gegensatz zu den Problemen bei der Pflege der Wolfsmilch,
funktioniert die Vermehrung durch Stecklinge erstaunlich
unproblematisch. Dafür werden Spitzenstecklinge mit einer
Länge von etwa 6-8 cm genommen. Die beiden untersten
Blätter entfernen und den Steckling so lange liegen lassen,
bis der Milchsaft eingetrocknet ist. Danach in feuchten Torf oder
feuchte Blumenerde (aber vermischt mit Torf) stecken.
Ein geeigneter Standort ist jetzt ein schattiger Platz mit einer Temperatur zwischen 20 und 22 Grad. Eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit wird duch ein übergestülptes Plastikzelt erzielt. Das aber muss Ventilationslöcher haben. Bereits nach 2-3 Wochen schlagen die Stecklinge Wurzeln. Dann muss das Plastikzelt entfernt werden. Haben die Pflanzen schon einen etwas kräftigeren Wuchs, in eigene Töpfe umsetzen. Mit etwas Glück blüht sie schon im ersten Winter. |
| Pflege |
Die
Wolfsmilch verlangt schon einiges an Pflege. Zuviel Wasser ist
ebenso schädlich wie völliges Austrocknen. Also:
gleichmäßig feuchte Erde, jedoch nie nasse. Nur
während der Knospenbildung und nach der Blüte sollte
zurückhaltend gedüngt werden.
Nach der Blüte kann umgepflanzt werden. Die Erde sollte porös, torfhaltig und gut drainierend sein. Wer jedoch bereit ist, viel Zeit und Aufmerksamkeit in die Pflege zu investieren, der kann es vielleicht schaffen, die Wolfsmilch zu jeder Jahreszeit blühen zu lassen. Dabei muss die Pflanze ohne jegliche Zugluft und bei Temperaturen, die nie unter 15 Grad sinken und nie über 24 Grad steigen dürfen, einen Monat lang jeden Tag 13 bis 14 Stunden in völliger Dunkelheit stehen. Am besten stülpt man einen lichtundurchlässigen Pappkarton über sie. Aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn es trotzdem nicht klappt. |
| Pflanzenschutz |
Die
Wolfsmilch ist sehr empfindlich gegen chemische Mittel. Deshalb ist
es empfehlenswert, es gar nicht erst zu Krankheiten oder
Schädlingsbefall kommen zu lassen. Die bereits beschriebene
Feuchtigkeit der Erde sowie konstante Temperaturen helfen
sehr.
Tauchen doch Krankheiten oder Schädlinge auf, so können Sie sich so behelfen: Fallen die Blätter ab, kann das an Zugluft liegen. Graue und staubig wirkende Blätter sprechen für Grauschimmel. Alle befallenen Blätter sofort entfernen. Ganz vorsichtig ein chemisches Mittel einsetzen. Bei der weißen Fliege muss die Wolfsmilch sofort isoliert werden, damit keine anderen Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen werden können. Wieder Chemie benutzen, allerdings sehr behutsam. Bei Fäulnis am Wurzelhals ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch. |
| Hinweise | Viele Blumen und Pflanzen, die im Topf, im Kübel oder im Freien fantastisch aussehen, verlieren ihre Wirkung völlig, sobald man sie abschneidet und in eine Vase steckt. Die Wolfsmilch nicht. Das ist schon daran zu erkennen, dass ihre blühenden Zweige zum winterlichen Angebot zählen. Auch "normale" Blumenfreunde haben es nicht schwer, abgeschnittene Zweige über längere Zeit in der Vase zu halten. Fügen Sie dem Wasser in der Vase Konservierungsmittel zu und vermeiden Sie Temperaturschwankungen. |
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