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Weihnachtsstern
Botanisch: Euphorbia pulcherrima • Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Weihnachtsstern

Beschreibung Der Weihnachtsstern ist ein bekannter und beliebter Zimmerschmuck in der tristen Jahreszeit. Seine meist leuchtend roten Hochblätter, die wie große Blüten aussehen, bleiben monatelang dekorativ.

Euphorbia pulcherrima ist während der Advents- und Weihnachtszeit wohl die beliebteste Topfpflanze. Sie stammt, wie ihre nächste Verwandte die Wolfsmilch, aus Mexiko, wo sie krautartig wächst und einige Meter hoch werden kann. In Kultur wird sie unter Verwendung wachstumshemmender Mittel gezüchtet und dadurch wesentlich kleiner.

Die Attraktion dieser Pflanze sind nicht ihre kleinen gelben Blüten (die sind eher unscheinbar), sondern ihre leuchtend roten, manchmal auch rahmweißen Hochblätter, Brakteen genannt. Bei Exemplaren aus guter Züchtung halten sie unter optimalen Bedingungen 3 - 4 Monate. Durch Kreuzungen kamen in den letzten Jahren auch Pflanzen mit pfirsich- und lachsfarbenen Hochblättern zustande.

Standort Der Weihnachtsstern braucht einen hellen Platz ohne direkte Sonne. Er gedeiht bei normaler Zimmertemperatur, hält aber besser bei 15 - 18 Grad.
Anzucht Stecklinge werden von überwinterten Mutterpflanzen beim kräftigen Zurückschneiden im Frühjahr, wenn sich frische Triebe bilden, abgenommen. Stellen Sie die Stecklinge in heißes Wasser, bis die Schnittflächen nicht mehr "bluten". Der austretende Milchsaft ist giftig.

Pflanzen Sie die Stecklinge dann in kleine Töpfe in eine Mischung aus Kies und Torfmull, die Sie an einen warmen Platz stellen, möglichst bei Unterwärme. Decken Sie sie mit Glas oder Folie ab und halten Sie die Erde feucht. Sobald sich Wachstum zeigt, stellt man die Töpfe in den Schatten. Nach einem weiteren Monat pflanzt man in größere Gefäße um. Benutzen Sie dazu eine kräftigere Erdmischung, z. B. feiner Kies, Torfmull und Blumenerde zu gleichen Teilen. Um einen buschigeren Wuchs zu erhalten, kann man die kleinen Pflanzen entspitzen.

Pflege Gießen Sie während der Wachstumszeit reichlich und besprühen Sie die Pflanze manchmal mit temperiertem Wasser. In einem warmen Raum gießt man besser einmal wöchentlich reichlich als öfter in kleinen Mengen. Dünger ist nicht erforderlich.

Will man den Weihnachtsstern nach dem Verblühen behalten, ist nach dem Verblühen ein Rückschnitt auf 15 cm und eine Ruhezeit bis Mai/Juni bei 15-16 Grad erforderlich. Während dieser Zeit bleibt die Pflanze fast trocken. Dann wird die alte Erde abgeschüttelt und sie in torfvermischte Blumenerde umgepflanzt.

Zum Antreiben braucht sie 18 - 20 Grad, reichlich Wasser und ein wenig Dünger. Manchmal kommt sie sogar noch einmal zur Blüte. Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Sein Milchsaft kann Hautreizungen verursachen. Vorsicht beim Schneiden von Stecklingen!

Pflanzenschutz Wenn der Weihnachtsstern als Saisonpflanze gehalten wird, treten kaum Krankheiten auf.

Kräuselkrankheit ist eine Viruserkrankung. Die Blätter sind schief, häufig gescheckt, die Stengel krümmen und die Brakteen kräuseln sich. Betroffene Pflanzen muß man wegwerfen.

Wolläuse können an den Unterseiten der Blätter auftreten. Sie sind recht einfach mit Alkohol getränkten Wattestäbchen zu entfernen.

Hinweise Der Weihnachtsstern ist eine sogenannte Kurztagspflanze, das heißt, er entwickelt neue Brakteen und Blüten nur, wenn er weniger als 12 Stunden Tageslicht bekommt. Schützen Sie ihn vor künstlichem Licht durch Überstülpen einer dunklen Plastiktüte. Die Temperatur soll ab Ende November nachts bei 18 und tags bei 20 Grad liegen.
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