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Blaues Lieschen
Botanisch: Exacum affine • Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Blaues Lieschen

Beschreibung Das blaue Lieschen gehört zur Famile der Enziangewächse und ist an der afrikanischen Ostküste beheimatet. Es hat im Wuchs und in der "Figur" Ähnlichkeit mit dem Fleißigen Lieschen (Impatiens).

Ursprünglich ist das blaue Lieschen, das bei uns als Topfpflanze gehalten wird, ein Kraut. Der Wuchs ist aufrecht, reich verzweigt, mit kleinen, herzförmigen Blättern von einem satten Grün. Den ganzen Sommer über blüht diese Zimmerpflanze unermüdlich. Meist sind die Blüten von einem hellen Blau, doch gibt es neuerdings auch weiße und violette Blüten. Die Staubbeutel wirken wie kleine gelbe Augen in der Mitte der Blüten. Die zierliche, kugelförmig wachsende Pflanze wird zwischen 15 und 35 cm hoch. Sie duftet nur schwach.

So richtig in Mode gekommen ist das blaue Lieschen erst in den letzten Jahren. Und das nicht ohne Grund. Die Pflanze kostet nicht viel und erfreut den ganzen Sommer hindurch mit einer Fülle hübscher kleiner Blüten. Im Herbst, wenn das Licht abnimmt, werden die Blüten blasser, und langsam verliert die adrette, kleine Pflanze ihren frischen, gesunden Eindruck. Man wirft sie nach der Blüte weg, kann sie aber auch überwintern und im nächsten Frühjahr in neue Erde umtopfen.

Standort Blaue Lieschen wollen hell stehen, vertragen aber keine direkte Sonnenbestrahlung. Am besten gedeiht sie mäßig warm im Halbschatten, im Winter bei etwa 16 Grad. An einem luftigen Platz hält sie besonders lange.
Anzucht Der Samen dieser Pflanze wird im Januar/Februar gesät, dann hat man bis zum Sommer eine blühende Pflanze, denn von der Saat zur Blüte dauert es etwa sechs Monate.

Das blaue Lieschen hat einen sehr feinen Samen. Auf ein Gramm gehen zirka 40.000 winzige Saatkerne. Er wird entweder in Töpfen oder in einem Saatkasten dünn ausgesät und leicht in die Erde gedrückt, jedoch nicht mit Erde abgedeckt. Die Saaterde kann mit ein wenig feinem Sand vermischt werden. Töpfe oder Saatkasten werden mit Glas oder Plastik abgedeckt, damit die Erde während der Keimperiode feucht bleibt und bei einer Temperatur von 20-23 Grad aufgestellt.

Nach vier Wochen werden die kleinen Pflanzen in eine etwas kräftigere Erde ausgepflanzt, und nach einer weiteren Woche wird die Temperatur auf 12-15 Grad abgesenkt. Sobald die Pflanzen sich gut entwickeln, werden sie in 12 cm große Töpfe umgeplanzt, am besten mehrere zusammen, damit sie buschig wachsen. Die Erde muss feucht gehalten werden.

Pflege Im Wachstum braucht das blaue Lieschen besonders viel Wasser und Nahrung. Flüssigdünger zum Gießwasser. In warmen Perioden zusätzlich mit sauberem Wasser abduschen.

Wollen Sie dichte, niedrige Pflanzen haben, können Sie Spitzentriebe abkneifen. Dadurch verzögert sich die Blütezeit um einige Wochen.

Zwar ist es etwas mühsam die verwelkten Blüten (sie trocknen langsam ein) auszuzupfen, es sieht aber schöner aus und fördert die weitere Knospenbildung.

Soll das blaue Lieschen ein zweites Mal zur Blüte gebracht werden, wird es im Frühjahr in normale Einheitserde umgetopft.

Pflanzenschutz Das blaue Lieschen ist eine robuste Pflanze, die selten von Schädlingen befallen wird, vielleicht weil sie "saugenden" Insekten zu bitter schmeckt.

Bei Zugluft und zuviel Sonne wird das blaue Lieschen von Blattläusen und Roten Spinnen befallen, die mit Uden und Lizetan zu bekämpfen sind. Die Stengelfäule ist mit Funganil zu bekämpfen.

Gelbe Blätter liegen häufig an schlechter Drainage. Die Pflanze verträgt keine Staunässe.

Die Blüten trocknen: Das passiert, wenn die Pflanze nicht gleichmäßig feucht gehalten wird. Duschen Sie sie bei warmem Wetter öfters ab.

Hinweise Das blaue Lieschen ist eine anspruchlose Pflanze, die dennoch reich blüht und sich dadurch steigender Beliebtheit erfreut.

Steht das blaue Lieschen im Winter zu warm, dann werden die Triebe zu lang (gleichzeitig schwach und kahl) und die hübsche Kugelform geht verloren.

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