Familie-im-Web.de Aktuell Interview Magazin Goldene 50 Haus & Wohnen Festkalender CyberSerien CyberKoch
CyberReisen Lifestyle & Freizeit CyberGarten Beauty CyberMusical Haustiere Haushalt & Tipps
Wellness & Fitness Babys, Kids & Teens Internet Lexikon Fashion Foto & Filmen Film Kino DVD TV Anbieterkennzeichnung
Gardenie
Botanisch: Gardenia jasminoides • Familie: Krappgewächse (Rubiaceae)
Gardenie

Beschreibung Silberbeschlagener Stock, blankgeputzte Lackschuhe und "a little white gardenia" im Knopfloch - so waren die Kavaliere unserer Großmütter ganz modisch gekleidet und bereit, die Welt zu erobern. Die Gardenie ist die Königin der Knopflochblumen. Ihre wundervoll duftenden, weißen Blüten sind seit Generationen beliebt. In den letzten Jahren - seit man sich wieder mehr Mühe mit Pflanzen gibt - hat sie auch als Topfpflanze im Wohnzimmer eine gewaltige Renaissance erlebt. Man kennt sommer- und winterblühende Gardenien. Alle haben sie lange, glänzende, dunkelgrüne Blätter. Den Bemühungen der Züchter ist eine Sorte mit ganz besonders großen Blüten zu verdanken. Die Gardenie ist nicht ganz einfach - aber sie ist die Mühe wert. Wenn man ihre Wünsche erst einmal kennt, kann man sie monatelang zum Blühen bringen - und das jahrelang.

Ursprünglich kommen die Pflanzen aus China, Formosa und Japan, wo sie im Freien beachtliche Höhen erreichen. Sie besitzen wachsweiße, wundervoll duftende Blüten. Der Name "jasminoides" sagt es schon. Sie duften wie Jasmin. Die Blätter sind dunkelgrün und glänzend.

Standort Während der Blütezeit sollen die Pflanzen voll sonnig stehen, bei einer Temperatur von etwa 20 Grad. Sommerblüher werden bei 12-15 Grad, Winterblüher bei 16-18 Grad überwintert. Zur Zeit der Knospenbildung braucht sie unbedingt Nachttemperaturen unter 18 Grad, sonst wirft sie die Knospen ab. In schönen Sommer kann eine Gardenie auch ins Freie.
Anzucht Gardenien werden durch Stecklinge vermehrt. Die Stecklinge sollten etwa 8-10 cm lang sein. Sie werden in ein Gemisch aus Humus, Kies und Torfmull gesetzt und müssen sehr warm stehen, etwa bei 25 Grad. Nach vier bis sechs Wochen, wenn sie Wurzeln geschlagen haben, kommen sie an einen Platz mit niedriger Temperatur, etwa 18 Grad. Wenn sie größer geworden sind, brauchen sie auch einen größeren Topf, aber mit dem gleichen Erdgemisch.

Ein Vermehrungskasten, am besten noch beheizbar, ist natürlich ideal. Aber wenn Sie keinen haben, erfüllt eine Plastiktüte, die über den Topf gestülpt wird, den gleichen Zweck: Sie sorgt für eine Art Treibhausklima. Stecken Sie einfach einen Drahtbügel links und rechts in den Topf, ziehen Sie die Tüte über und halten sie mit einem Gummiband fest.

Damit die Stecklinge nicht zu feucht werden und anfangen zu faulen, machen Sie einige feine Löcher in die Tüte.

Gelegentlich findet man bei einem guten Samenhändler Gardeniensamen. Die Vermehrungsmethode durch Aussaat ist natürlich auch möglich. Aber sie ist so unsicher und kompliziert, daß man besser Stecklinge nimmt.

Pflege Wenn die Temperaturen während der Knospe zu hoch sind, ab 18 Grad etwa, wirft die Gardenie alle Blütenknospen ab. Während der Blütezeit braucht sie etwa 18-20 Grad und sehr viel Licht, nur keine Mittagshitze. Sie darf auch nie austrocknen. Unter diesen idealen Bedingungen kann sie lange blühen.

Wenn man seine Gardenie erst richtig gut kennt, kann man sie durch Steuerung der Temperatur sogar zu ganz bestimmten Zeitpunkten zur Blüte bringen. Wenn man dann noch dafür sorgt, daß sie nie austrocknet, wenn man sie häufig mit entkalktem Wasser gießt, wenn man ihr frische Luft gönnt, ohne sie dem Zug auszusetzen, wenn man sie nicht zu warm stellt, so daß sie ihre Knospen behält - dann ist der Erfolg sicher. In der Ruhezeit sparsam gießen. Im Sommer wöchentlich düngen.

Umgetopft wird im Frühling (März/April), etwa alle zwei Jahre. Die Pflanze verträgt keine kalkhaltige Erde. Nehmen Sie eine Mischung aus Torfmull, Kies und Humus.

Pflanzenschutz Wird die Gardenie richtig behandelt, ist sie recht widerstandsfähig und selten krank.

Blattläuse können aber im Sommer lästig werden. Gegen geringen oder beginnenden Befall hilft meist schon eine Dusche mit kaltem Wasser. Größere Kolonien werden mit einem Blattlausmittel bekämpft.

Spinnmilben greifen auch manchmal die Pflanze an. Sie müssen so schnell wie möglich mit einem chemischen Mittel bekämpft werden.

Gelbe Blätter oder Blattfall sind möglicherweise auf zuwenig oder auf kalkhaltiges Wasser zurückzuführen.

Gelbe Knospen, die abfallen, zeigen, daß die Pflanze zu warm steht. Gardenien mit Knospen vertragen nur 18 Grad, nicht mehr.

Hinweise -
ThemenChannel CyberGarten von Familie-im-Web
© 1994 - 2011 Dirk Jasper