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| Gardenie |
| Botanisch: Gardenia jasminoides • Familie: Krappgewächse (Rubiaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Silberbeschlagener Stock, blankgeputzte Lackschuhe und "a
little white gardenia" im Knopfloch - so waren die Kavaliere
unserer Großmütter ganz modisch gekleidet und bereit, die
Welt zu erobern. Die Gardenie ist die Königin der
Knopflochblumen. Ihre wundervoll duftenden, weißen Blüten
sind seit Generationen beliebt. In den letzten Jahren - seit man
sich wieder mehr Mühe mit Pflanzen gibt - hat sie auch als
Topfpflanze im Wohnzimmer eine gewaltige Renaissance erlebt. Man
kennt sommer- und winterblühende Gardenien. Alle haben sie
lange, glänzende, dunkelgrüne Blätter. Den
Bemühungen der Züchter ist eine Sorte mit ganz besonders
großen Blüten zu verdanken. Die Gardenie ist nicht ganz
einfach - aber sie ist die Mühe wert. Wenn man ihre
Wünsche erst einmal kennt, kann man sie monatelang zum
Blühen bringen - und das jahrelang.
Ursprünglich kommen die Pflanzen aus China, Formosa und Japan, wo sie im Freien beachtliche Höhen erreichen. Sie besitzen wachsweiße, wundervoll duftende Blüten. Der Name "jasminoides" sagt es schon. Sie duften wie Jasmin. Die Blätter sind dunkelgrün und glänzend. |
| Standort | Während der Blütezeit sollen die Pflanzen voll sonnig stehen, bei einer Temperatur von etwa 20 Grad. Sommerblüher werden bei 12-15 Grad, Winterblüher bei 16-18 Grad überwintert. Zur Zeit der Knospenbildung braucht sie unbedingt Nachttemperaturen unter 18 Grad, sonst wirft sie die Knospen ab. In schönen Sommer kann eine Gardenie auch ins Freie. |
| Anzucht |
Gardenien
werden durch Stecklinge vermehrt. Die Stecklinge sollten etwa 8-10
cm lang sein. Sie werden in ein Gemisch aus Humus, Kies und
Torfmull gesetzt und müssen sehr warm stehen, etwa bei 25
Grad. Nach vier bis sechs Wochen, wenn sie Wurzeln geschlagen
haben, kommen sie an einen Platz mit niedriger Temperatur, etwa 18
Grad. Wenn sie größer geworden sind, brauchen sie auch
einen größeren Topf, aber mit dem gleichen
Erdgemisch.
Ein Vermehrungskasten, am besten noch beheizbar, ist natürlich ideal. Aber wenn Sie keinen haben, erfüllt eine Plastiktüte, die über den Topf gestülpt wird, den gleichen Zweck: Sie sorgt für eine Art Treibhausklima. Stecken Sie einfach einen Drahtbügel links und rechts in den Topf, ziehen Sie die Tüte über und halten sie mit einem Gummiband fest. Damit die Stecklinge nicht zu feucht werden und anfangen zu faulen, machen Sie einige feine Löcher in die Tüte. Gelegentlich findet man bei einem guten Samenhändler Gardeniensamen. Die Vermehrungsmethode durch Aussaat ist natürlich auch möglich. Aber sie ist so unsicher und kompliziert, daß man besser Stecklinge nimmt. |
| Pflege |
Wenn die
Temperaturen während der Knospe zu hoch sind, ab 18 Grad etwa,
wirft die Gardenie alle Blütenknospen ab. Während der
Blütezeit braucht sie etwa 18-20 Grad und sehr viel Licht, nur
keine Mittagshitze. Sie darf auch nie austrocknen. Unter diesen
idealen Bedingungen kann sie lange blühen.
Wenn man seine Gardenie erst richtig gut kennt, kann man sie durch Steuerung der Temperatur sogar zu ganz bestimmten Zeitpunkten zur Blüte bringen. Wenn man dann noch dafür sorgt, daß sie nie austrocknet, wenn man sie häufig mit entkalktem Wasser gießt, wenn man ihr frische Luft gönnt, ohne sie dem Zug auszusetzen, wenn man sie nicht zu warm stellt, so daß sie ihre Knospen behält - dann ist der Erfolg sicher. In der Ruhezeit sparsam gießen. Im Sommer wöchentlich düngen. Umgetopft wird im Frühling (März/April), etwa alle zwei Jahre. Die Pflanze verträgt keine kalkhaltige Erde. Nehmen Sie eine Mischung aus Torfmull, Kies und Humus. |
| Pflanzenschutz |
Wird die
Gardenie richtig behandelt, ist sie recht widerstandsfähig und
selten krank.
Blattläuse können aber im Sommer lästig werden. Gegen geringen oder beginnenden Befall hilft meist schon eine Dusche mit kaltem Wasser. Größere Kolonien werden mit einem Blattlausmittel bekämpft. Spinnmilben greifen auch manchmal die Pflanze an. Sie müssen so schnell wie möglich mit einem chemischen Mittel bekämpft werden. Gelbe Blätter oder Blattfall sind möglicherweise auf zuwenig oder auf kalkhaltiges Wasser zurückzuführen. Gelbe Knospen, die abfallen, zeigen, daß die Pflanze zu warm steht. Gardenien mit Knospen vertragen nur 18 Grad, nicht mehr. |
| Hinweise | - |
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