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| Sternanis |
| Botanisch: Illicium anisatum • Familie: Anisgewächse (Illiaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Sternanis
wächst in unseren Breiten zu einer ansehnlichen
immergrünen Kübelpflanze heran, die allerdings im Zimmer
warm überwintern muss.
Sternanis ist meist nur in Botanischen Gärten anzutreffen. Er ist ein immergrüner Strauch und stellt eine Bereicherung jeder Kübelpflanzensammlung dar: Wegen seines gefälligen Aussehens und der wundervoll duftenden gelblich grünen Blüten, die bei einer Aufstellung und Haltung im Kleingewächshaus regelmäßig an älteren Sträuchern erscheinen. Die Überwinterung dieser seltenen Pflanze kann gelingen, wenn die Temperaturen im Winterquartier nicht unter 15 Grad absinken. Niedrigere Temperaturen, die andere tropische und subtropische Gewächse wie Oleander, Engelstrompeten (Datura) oder Bleiwurz problemlos vertragen, sind für den "Chinesen" nicht geeignet. Zu Hause sind die Sternanis-Arten im südlichen China, in Japan und Korea. Illicium verum wurde zuerst im 16. Jahrhundert von englischen Matrosen nach Europa gebracht. In seiner chinesischen Heimat dagegen sollen die sternförmigen Schoten schon vor 3.000 Jahren verwendet worden sein, und bis heute spielt der Sternanis (aber nur als "Illicium vera") eine bedeutende Rolle in der chinesischen und indonesischen Küche. Die Früchte des zur Familie der Illiciaceae zählenden Strauches werden gesammelt und getrocknet, bevor sie ausgereift sind. Sie haben ein kräftiges Aroma, das etwas an Anis erinnert. Illicium anisatum ist dagegen nicht als Gewürz geeignet, sondern hochgiftig, während Illicium verum in der asiatischen Küche verwendet wird! Bekannt sind die Arten Illicium anisatum, in manchen Büchern als I. religiosum bezeichnet. Illicium verum, der "wahre" Sternanis, die wohl ältere Art, die in China gefunden wurde, besitzt größere Früchte. Bei der Art I. folridanum färben sich die Blüten rot; sie sehen aus wie die rotblühende Zaubernuss, Hamamelis mollis "Feuerzauber".
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| Standort | Der Sternanis liebt einen hellen Standort, verträgt aber keine pralle Sonne. Ab Ende Mai darf die Pflanze ins Freie an einen schattigen Platz gestellt werden. |
| Anzucht | Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder durch Stecklinge, die unter anderem auch beim Zurückschneiden anfallen. Bewurzelung erfolgt problemlos bei einer Bodenwärme von 20 - 25 Grad. |
| Pflege |
Regelmäßiges Gießen in den Sommermonaten und
geringere Wassergaben im Überwinterungsquartier sorgen genauso
für das Wohlbefinden dieses seltenen Strauches wie
14tägige Düngungen von Juni bis August.
Man kann den Sternanis auch gut in einem nicht zu warmen Zimmer "überwintern", bei Temperaturen, die 18 Grad nicht übersteigen. Für das Umpflanzen ist humusreiche, mit Sand und Torf gemischte Erde geeignet. Man kann auch vorgedüngte Fertigerden verwenden. Nur die Spitzen werden abgeschnitten, um einen buschigen Wuchs zu erzielen. |
| Pflanzenschutz |
Probleme
gibt es beim Sternanis eigentlich nur, wenn er im Winter zu
kühl steht und gleichzeitig zuviel gegossen wird.
Fallen die Blätter ab, gießen Sie sofort weniger und stellen die Pflanze an einem warmen und hellen Platz auf. Die Schwarzfärbung der Blätter entsteht durch den klebrigen (zuckerhaltigen) Kot saugender Insekten. Dieser wird von Schwärzepilzen abgebaut, die daraus ein Geflecht aus Zellen mit braunschwarzem Inhalt bilden. Saftsaugende Insekten sind vor allem Schild- und Schmierläuse, Weiße Fliegen und Blattläuse. Für die Pflanze bedeutet die Schwarzfärbung der Blätter eine ernst zu nehmende Beeinträchtigung ihres Wachstums. Bekämpfung: Der schwarze Rußtau wird abgewaschen und anschließend die Insekten bekämpft und zwar die Schild- und Schmierläuse mit Perfekthion-Pflanzenspry. Weiße Fliegen mit Ambush oder Actellic, Blattläuse mit Compron- oder Cronton-Granulat. |
| Hinweise |
Sternanis
ist in der fernöstlichen Küche allgegenwärtig. Aus
Samen und mehr noch aus den sternförmigen Schoten gewonnen,
wird es als Gewürz zu vielerlei Speisen verwendet, wie zum
Beispiel zu Schweinefleisch, zu Enten- und Gänsebraten. Meist
nehmen es die asiatischen Köche als Ergänzungsgewürz
zu Pfeffer, Nelken, Fenchel, Zimt und Ingwer.
Sternanis hat aber auch in die europäischen Küchen Eingang gefunden, vor allem als Zusatz in Backpulver, Kompott, Pflaumenmus und anderen Fruchtspeisen. Das, aus den Schoten gewonnene, ätherische Öl wird oft in Spirituosen, Parfums und auch als Geschmacksstoff in medizinischen Präparaten verwendet. Bereits im Mittelalter wurde Sternanis als beruhigendes und stärkendes Mittel empfohlen. Die Japaner hatten (und haben) noch eine weitere Verwendung für diesen Baum: Sie benutzen die Rinde als Weihrauch bei kultischen Handlungen. Der Sternanis gehört zu den seltenen Kübelpflanzen und ist in Spezialgärtnereien zu bekommen. Man sollte sofort zugreifen, wenn sich eine Kaufgelegenheit bietet. Vorsichtshalber nochmal als Hinweis: Illicium anisatum ist nicht als Gewürz geeignet sondern hochgiftig. Echter und genießbarer Sternanis ist Illicium vera! |
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