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| Kohlerie |
| Botanisch: Kohleria • Familie: Gesneriengewächse (Gesneriaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Kohlerien
sind ausgesprochene Saisonpflanzen. Im Sommer haben sie
wunderschöne Blüten, ab Herbst legen sie eine ganz
strenge Winterpause ein. Aber dann im Frühjahr treiben sie
wieder aus.
Kohlerien gehören zu den Gesneriengewächsen. Das heißt, sie sind verwandt mit vielen schönen Blütenpflanzen. So mit der Drehfrucht, der Gloxinie, der Kolumnee, aber auch mit dem Usambaraveilchen. Während aber die ganze Verwandtschaft häufig in unseren Wohnungen zu finden ist, haben sich die Kohlerien nicht (noch nicht?) so richtig durchgesetzt. Vielleicht liegt es daran, dass sie so kurzlebige Schönheiten sind. Wenn ihre nackten Rhizome im Frühjahr eingetopft werden, dauert es erst einmal einige Zeit, bis sie wieder kräftig austreiben. Im Hochsommer, etwa im Juli/August, beginnen die Pflanzen dann zu blühen. Aber einige Wochen später lässt die Pracht auch wieder merklich nach. Dann beginnt nämlich die Ruhezeit der Kohlerien. Kohlerien können bis zu 50 Zentimetern hoch werden. Blätter und Stiele sind dicht mit Haaren besetzt und häufig gefleckt. Die einzelnen Blätter sind eirund bis länglich. Die Blüten sind immer röhrenförmig und von innen gefleckt. Die Farben variieren von Orange bis Rot. Jede einzelne Blüte sitzt an einem kurzen Stiel. Zu Hause ist die Kohlerie in Amerika. Man findet sie wildwachsend vor allem in den mexikanischen Bergen, aber auch im Norden Südamerikas. Dort kennt man insgesamt 65 Arten. Was bei uns als Zimmerpflanze gehalten wird, sind Zuchtformen, sogenannte Hybriden. |
| Standort | Kohlerien brauchen einen Platz mit höher Luftfeuchtigkeit und viel Wärme. Im Sommer sollten wenigstens 22 Grad sein, im Winter reichen auch 16 Grad. Der Standort sollte leicht schattig sein. |
| Anzucht |
Wer eine
Kohlerie besitzt, kann diese im Frühjahr beim Umtopfen
vermehren. Und zwar durch eine Teilung der Wurzelstöcke. Sie
brauchen dazu mehrere Rhizomstücke, jedes etwa fünf bis
sieben Zentimeter lang. Sie werden zusammen in einen Topf mit Erde
gelegt und zwei Zentimeter hoch mit Erde bedeckt.
Wenn Sie den Topf an einen schattigen, aber warmen Platz stellen und für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen (zum Beispiel durch eine übergestülpte Plastiktüte), treiben die Theilrhizome bald aus und sind der Grundstock für neue Pflanzen. |
| Pflege |
Im
Frühjahr und Sommer muss die Erde stets feucht gehalten
werden, darf sich aber nicht nass anfühlen. In den
Wintermonaten wird ganz sparsam gegossen. Düngen Sie
während der Wachstumszeit etwa alle zwei Wochen mit einem
Flüssigdünger.
In jedem Frühjahr müssen Sie die Rhizome in frische Erde legen. Ideal ist ein Gemisch aus Laub- und Mistbeeterde und etwas Sand. Aber auch normale Blumenerde ist möglich - vielleicht etwas verbessert. |
| Pflanzenschutz |
Thripse
sind Schädlinge, die man an fast silbrigschimmernden
Blattflecken erkennt. Später verkrüppeln Blüten und
Blätter. Sie treten vor allem bei zu niedriger
Luftfeuchtigkeit auf. Benutzen Sie spezielle
Sprühmittel.
Helle Flecken auf den Blättern, die unregelmäßig geformt sind, auch später dunkle Einsprenksel haben, sind meist ein Zeichen für zu kaltes Gießwassen. Lassen Sie Wasser einige Zeit in der Kanne stehen. Blattglanzmittel sollten Sie nie benutzen. Sie schädigen die Blätter enorm. Benutzen Sie zum Säubern der Blätter lieber einen weichen Pinsel. |
| Hinweise | Kohlerien werden bei uns relativ selten verkauft. Vielleicht aber kennen Sie jemanden, der einen USA-Urlaub plant. Dort gehören die Pflanzen zum Standardsortiment. Am besten lassen Sie sich einfach einige Rhizomstücke mitbringen, die Sie dann hier eintopfen. |
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