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Südseemyrte
Botanisch: Leptospermum scoparium • Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Südseemyrte

Beschreibung Die Südseemyrte ist noch relativ neu auf dem Topfpflanzenmarkt. Sie ähnelt unserer normalen Myrte, auch was Pflege und Empfindlichkeit angeht, bekommt aber häufig hellrote und rosa Blüten.

Früher kannte man die Südseemyrte vor allem als Schnittblume. Da sie aber eine recht hübsche Wuchsform hat, wird sie seit einiger Zeit auch als Topfpflanze in den Blumenläden verkauft. Zum Standardangebot allerdings gehört sie noch nicht. Sie werden also schon ein bisschen danach suchen müssen.

Die Heimat der Pflanze ist Australien und Neuseeland. Es gibt in der Gattung Leptospermum verschiedene Arten. Aber nur eine L. scoparium, wird als Topfpflanze verkauft. Davon allerdings kennt man mehrere Sorten, mit weißen, rosa oder auch roten Blüten, die der Pflanze auch den Namen "Rosenmyrte" eingetragen haben. In England ist auch die Bezeichnung "Tea-Tree", also "Teebaum" geläufig, aber wohl eher für größere Kübelpflanzen.

Im Topf, auch der Fensterbank, bleibt die Myrte meist relativ zierlich, mit einem graziösen Wuchs. Die Blättchen sind klein und schmal und ähneln Nadeln. Meist sind sie gräulichgrün. Manchmal allerdings nehmen sie auch eine bräunliche oder bronzefarbene Tönung an. Die Blüten haben fünf weitausgebreitete Kronenblätter, davor sitzen eine ganze Reihe von Staubblättern.

Standort Die Südseemyrte ist ein Frischluftfanatiker. Im Sommer am besten auf dem Balkon oder der Terrasse lassen. Sinken die Temperaturen, kommt sie an einen kühlen Platz im Haus.
Anzucht Leptospermum kann man aus Samen heranziehen. Da aber die Samenbeschaffung nicht ganz einfach ist, ziehen Sie den Nachwuchs besser aus Stecklingen heran. Im Sommer können Sie die Spitzen von weichen Trieben nehmen, im Herbst verholzte Stecklinge schneiden. Bei beiden sollten Sie die Schnittfläche zunächst in ein Bewurzelungspulver stecken. Dann erst kommen die Triebspitzen in ein Erde-Sand-Gemisch.
Pflege Von Januar - März hat die Pflanze ihre natürliche Ruhepause, auch wenn in den Geschäften oft schon blühende Südseemyrten angeboten werden. Sie braucht einen zwar hellen, aber recht kühlen Platz. Die Temperaturen sollten nicht höher liegen als bei etwa 5-8 Grad. Wenn der Topf sichtbar zu klein wird, kann sie im Februar/März umgesetzt werden. In diesen Wintermonaten wird nur mäßig gegossen (allerdings darf die Erde nie austrocknen) und nicht gedüngt.

Im April und Mai beginnt die natürliche Blütezeit der Südseemyrte. Sie braucht nun mehr Wasser - aber nehmen Sie immer entkalktes, lauwarmes - nie kaltes Leitungswasser. Ab Ende April wird einmal pro Woche dem Gießwasser Flüssigdünger zugegeben. Ab Mai sollte die Pflanze möglichst an die frische Luft.

Von Juni bis September, den ganzen Sommer über, müssen Sie reichlich und regelmäßig gießen und auch wöchentlich düngen. Nach der Blüte kann man die Zweige zurückschneiden, um dadurch den Austrieb von unten her zu fördern. Viel Sonne und viel frische Luft sind in diesen Monaten wichtig.

Vor dem ersten Nachtfrost muss die Pflanze wieder ins Haus. An einen kühlen Platz, um Blütenknospen auszubilden. Nicht mehr düngen! Wenig gießen.

Pflanzenschutz Wird die Pflanze unter guten Bedingungen gehalten, leidet sie nur selten unter echten Krankheiten und Schädlingen. Allerdings nimmt sie jeden Pflegefehler sofort übel.

Fallen die Blätter, haben Sie wahrscheinlich zuwenig gegossen. Im Sommer braucht die Pflanze sehr viel Wasser.

Wurzelschäden dagegen können auftreten, wenn Sie zu reichlich gießen. Meist ist die Pflanze nicht mehr zu retten.

Blattläuse duscht man am besten mit einem lauwarmen Wasserstrahl ab.

Hinweise Wie ihre Verwandte, die echte Myrte, ist auch diese kalkempfindlich. Nehmen Sie immer entkalktes Wasser zum Gießen.
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