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| Marumi kumquat, Zwergorangen |
| Botanisch: Marumi kumquat • Familie: - |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Marumi-Kumquat - das ist ein ausgefallener Name für
eine Frucht, die auch bei uns noch zu den Spezialitäten
zählt. Sie hat sehr viel Ähnlichkeit mit einer
Miniatur-Apfelsine, ist allerdings von der Form her ovaler, fast
tropfenförmig. Seltener sind rundliche Kumquat-Früchte.
Kaufen kann man sie in Delikatessenläden, vor allem im Winter
und im Frühjahr.
Wer will, kann die pflaumengroßen Früchte sogar mitsamt Schale essen. Sie schmecken etwas bittersäuerlich. Oft werden Sie zum Mixen alkoholischer Getränke benutzt. Aber probieren Sie die Früchte auch einmal statt Chips und Erdnüsse - als Beigabe zum Apperitif, in dünne Scheiben geschnitten an ein Glas gesteckt oder in einen Obstsalat getan. Eine Köstlichkeit ist übrigens die Geschmackskombination von Kumquat und Schokoladendessert - in welcher Form auch immer. Nur eines ist wichtig: Waschen Sie die Früchte vorher gründlich und essen Sie nicht alle Kerne mit auf: Sie können neue Pflänzchen daraus ziehen. Zuhause ist die Kumquat-Pflanze in China, aber auch in Japan. Dort zählt sie seit Jahrhunderten zu den ganz normalen Früchten, so wie bei uns Äpfel und Birnen. Früher trug die Kumquat sogar den botanischen Namen Citrus japonica, wurde dann aber in Fortunella umbenannt. Nach Europa kam sie erst im 18. Jahrhundert. Die Früchte, die es bei uns zu kaufen gibt, kommen zum größten Teil aus Italien. Ein geringerer Teil stammt aus Nordafrika und Griechenland. Dort ist es vor allem die Insel Korfu, die ein wahres Kumquat-Eiland ist. Im Urlaub können Sie dort in allen Geschäften den einheimischen Kumquatlikör finden. Da die Kumquat, wie die Zwergapfelsine, nicht unbedingt auf Bestäubung angewiesen ist, kann man sich auch bei der Fensterbankkultur über die kleinen Früchte freuen. Die Kumquat-Pflanze ist etwas kleiner als ein Zitrus- oder Apfelsinenbaum. Trotzdem kann sie einen Meter Höhe erreichen. Die Blüten sehen aus wie Apfelsinenblüten: weiß mit einer schwachen rosa Tönung an den Kronenblättern. Sie haben einen zarten Duft. Das ganze Jahr über befinden sich gleichzeitig Blüten und Früchte in verschiedenen Reifestadien am Bäumchen. |
| Standort | Stellen Sie die Kumquat-Pflanze an einen hellen, sonnigen Platz, den Sommer über ruhig auch an eine geschützte Stelle auf Balkon oder Terrasse. Im Sommer verträgt sie die üblichen Temperaturen; im Winter allerdings sollte sie kühler stehen, als etwa ein Orangenbäumchen, bei 12-15 Grad. |
| Anzucht |
Wenn bei
Ihnen Kumquat-Früchte auf den Tisch kommen (oder in der
Küche verarbeitet werden), sollten Sie einige der Kerne
aufbewahren. Denn daraus können Sie selbst
Kumquat-Bäumchen ziehen.
Waschen Sie die Kerne gründlich, damit alle Spuren von Saft- und Fruchtfleisch entfernt sind. Lassen Sie sie einige Stunden (oder über Nacht) trocknen. Füllen Sie dann einen großen Topf oder eine flache Schale mit Aussaaterde oder mit einer Mischung aus Blumenerde und 10-20% Sand. Legen Sie die Kerne in den Topf, sieben Sie etwas Erde darüber oder drücken Sie sie leicht in die Erde hinein. Feuchten Sie die Erde gut an und stülpen Sie eine Plastiktüte mit kleinen Luftlöchern darüber. So bildet sich eine Art Treibhausklima. Sind die ersten Keimlingsspitzen zu sehen, können Sie die Tüte wieder abnehmen. Wenn die Sämlinge etwa 10 cm groß sind, wird es Zeit, sie einzeln in kleine Töpfe umzusetzen. Jetzt brauchen sie eine nährstoffreiche Erde. Wenn es machbar ist, sollten Sie normale Blumenerde mit etwas Kompost anreichern. Wenn Sie eine der üblichen Erden nehmen, achten Sie darauf, dass sie nicht zuviel Torf enthält. Er kann die Pflanzenwurzeln angreifen. Denken Sie an die Drainageschicht aus Kies, damit überflüssiges Wasser abläuft. |
| Pflege |
Die
Kumpqat-Pflanze muss nur dann umgetopft werden, wenn der alte Topf
sichtbar zu klein wird - also nicht unbedingt in jedem Jahr. Die
Erde sollte humus- und nährstoffreich sein.
Entspitzen Sie die Pflanze regelmäßig, damit sie sich schön verzweigt. Das ist vor allem bei jungen Pflanzen wichtig. |
| Pflanzenschutz |
Um
eventuellen Schädlingen und Krankheiten vorzubeugen, ist es
notwendig, dass Sie die Pflanze häufig besprühen und
für reichlich Nahrung sorgen. Das heißt, während der
Wachstumszeit wöchentlich düngen.
Schildläuse und Spinnmilben können leider trotzdem auftreten - alle Zitrusgewächse sind in dieser Hinsicht etwas empfindlich. Kontrollieren Sie deshalb häufig die Blattunterseiten, damit Sie einen Befall schon im Anfangsstadium feststellen. Die einfachste Methode bei Schildläusen ist das Abkratzen der Tiere mit dem Fingernagel oder einem Messer. Danach die Blätter mit einem in Alkolhol getränkten Lappen abwischen. Spinnmilben muss man sofort mit einem chemischen Mittel bekämpfen. |
| Hinweise | Die Kumquat ist sehr gut als Kübelpflanze geeignet, da sie im Winterquartier nicht viel Platz braucht. |
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