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Fensterblatt
Botanisch: Monstera deliciosa • Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Fensterblatt

Beschreibung Vielleicht war es ja das Fensterblatt, an dessen kräftigen Lianen sich Tarzan durch die Lüfte schwang? Mit Hilfe dieser langen Luftwurzeln klettert die Pflanze im Urwald an den Bäumen hoch. Im Zimmer verlieren die Wurzeln allerdings ihre Haftfähigkeit. Wenn Sie die Pflanze an einem Moosstab oder am Spalier ziehen wollen, muss sie angebunden werden.

Bei einer ausgewachsenen Pflanze können die Blätter tellergroß werden. Sie haben an beiden Seiten Einschnitte, die fast bis an die Blattnerven reichen. Im Jugendstadium sind sie übrigens noch ungeteilt. Erst wenn sich bei einer jungen Pflanze mehrere Blätter gebildet haben, zeigen sich zuerst Löcher, später dann die Schlitze. Produziert eine ältere Pflanze plötzlich wieder ungeteilte Blätter, steht sie zu dunkel. Sie vergrößert die Blattfläche, um aus dem wenigen Licht möglichst viel Energie zu speichern.

Standort Das Fensterblatt wächst auch dort, wo nicht so viel Licht ist. Vor allzu greller Sonne sollte man die Pflanze sogar schützen. Im Winter steht sie gern etwas kühler, ideal sind 12-14 Grad. Die Pflanze verträgt aber auch warme Heizungsluft.
Anzucht Im Prinzip lässt sich das Fensterblatt auf alle gängigen Arten und praktisch zu jeder Jahreszeit vermehren. Eine Aussaat kann allerdings schon daran scheitern, dass man keinen Samen bekommt.

Das ist eine Vermehrungsmethode, die bei holzigen Pflanzen, vor allem beim Gummibaum, oft angewandt wird. Schneiden Sie an der gewünschten Stelle mit einem Messer in einen Blattknoten, klemmen Sie ein Steinchen in die Wunde und umwickeln Sie die Stelle mit feuchtem Moos oder Torf, danach mit Folie. Nach rund zwei Monaten haben sich dort Wurzeln gebildet und die Triebspitze kann abgeschnitten werden.

Als Stecklinge kann man Triebspitzen benutzen, aber auch einzelne Teile des Stammes. Die Triebspitzenstecklinge werden in feuchtes Torf-Sand-Gemisch gesteckt und bekommen sehr schnell Wurzeln. Stamm-Stecklinge müssen mindestens zwei Blattknoten haben. Stecken Sie das Stück senkrecht in die Erde. Dort bilden sich nach einiger Zeit Wurzeln und es wächst ein neuer Trieb.

Pflege Im Frühjahr und Sommer wird reichlich gegossen, im Winter, während der Ruhezeit sparsamer. Die Pflanze braucht viel Dünger, in der Wachstumszeit etwa einmal im Monat düngen.

Junge Pflanzen werden in jedem Jahr umgetopft, ältere nicht mehr so häufig. Nehmen Sie große Töpfe und normale Einheitserde.

Wenn die Pflanze allzu groß wird, kann man sie im Frühjahr beschneiden.

Je größer das Fensterblatt wird, desto mehr Luftwurzeln bilden sich entlang des Stammes. Schließlich sind diese so lang, dass sie manchmal bis auf den Boden hängen. Viele Leute schneiden die Wurzeln dann ab. Das sollten Sie aber nicht tun. Führen Sie sie in ein Gefäß mit Wasser oder stecken sie in die Erde. Dann kann die Pflanze noch zusätzlich Nahrung aufnehmen. Für diese zusätzliche Versorgung ist die Pflanze so dankbar, dass sie noch sehr viel besser wächst und gedeiht, als sie es wahrscheinlich vorher schon getan hat.

Pflanzenschutz Blätter, die sich verfärben und Flecken bekommen, sind ein Zeichen für Sonnenbrand. Die Pflanze hat in der prallen Sonne gestanden. Das verträgt sie nicht.

Blätter ohne Löcher sind ein Zeichen für zuwenig Licht. Stellen Sie die Pflanze etwas heller.

Spinnmilben kommen leider häufiger vor, wenn das Fensterblatt den ganzen Winter im trockenen, warmen Raum steht. Wenn die Pflanze noch nicht zu groß ist, können Sie sie unter der Dusche von oben bis unter abduschen. Sonst müssen Sie ein entsprechendes Sprühmittel benutzen.

Schildläuse betupft man mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen.

Hinweise Damit die Blätter der Monstera immer schön grün glänzen, sollten sie häufig mit einem Schwamm und warmem Wasser abgewaschen werden. Sie können auch ein Blattglanzspray verwenden.
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