Banane
Botanisch: Musa paradisiaca Hybriden • Familie: Bananengewächse (Musaceae)
Banane

Beschreibung Als Zimmerpflanzen sind Bananenstauden noch ziemlich neu auf dem Markt und entsprechend selten zu finden. Nur Zwergarten eignen sich dafür, aber auch sie wachsen schnell und brauchen Platz.

Ursprünglich stammt die Banane aus den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas und aus Ostasien. Seit etwa 100 Jahren ist sie auch in Mittelmeerländern zu finden. Als Zimmerpflanzen eignen sich nur die Arten Musa acuminata, eine Zwergbanane von den Kanarischen Inseln, Musa paradisiaca oder die Zierbanane Ensete ventricosum. Auf eine Ernte muss man in unserem Klima allerdings verzichten. Die Obstbanane mit einer Höhe von sechs Metern ist fürs Zimmer nicht geeignet.

Bei der Banane handelt es sich um eine Staude. Der Stamm besteht aus Blattstielen, die einander fest umschließen. Die unteren Blätter sterben auch bei gesunden Pflanzen nach und nach ab und so bildet sich ein richtiger Stamm.

Auch Zwerbananen wachsen bald zu kleinen Riesen aus. Die etwa einen Meter langen und 30-40 cm breiten Blätter reißen sehr leicht quer zum Hauptnerv hin ein und hängen dann herunter wie Wedel.



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Standort Die Banane soll möglichst hell, doch nicht in der heißen Sonne stehen. Sie braucht das ganze Jahr über Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der ideale Standort ist ein Wintergarten.
Anzucht Zwergbananen, die in Kulturen gezüchtet werden, vermehren sich immer nur vegetativ, d.h. durch Stecklinge. Samen für Zierbananen gibt es im Handel.

Ältere Pflanzen entwickeln unten am Stamm Schößlinge. Das ist ein Zeichen, dass die Pflanze bald stirbt. Schlagen Sie die Staude aus dem Topf heraus und trennen Sie die Seitentriebe so ab, dass ein Teil der Wurzeln daran hängenbleibt. Falls die Mutterpflanze doch noch genug Lebenskraft hat, wird sie in einen Topf mit frischer Erde umgesetzt.

Säubern Sie die Schößlinge vorsichtig. Beschneiden Sie die Wurzelmasse. Legen Sie auf dem Topfboden 5-10 cm hoch eine Drainage aus kleinen Steinen an. Füllen Sie 5-10 cm hoch Erde darauf. Pflanzen Sie den Schößling ein und drücken Sie seine Wurzeln in der Erde fest. Wässern Sie gründlich und halten Sie den Topf gleichmäßig warm und feucht. Samen von Zierbananen müssen zwei Tage vor der Aussaat eingeweicht werden. Decken Sie eine Glasplatte oder Folie darüber, bis sich Wurzeln bilden.

Pflege Im Sommer wird die Banane zweimal wöchentlich, im Winter nur sparsam gegossen, aber nie in den Untersatz, denn die Wurzeln dürfen nicht im Wasser stehen. Gedüngt wird im Sommer einmal wöchentlich, im Winter nur einmal im Monat.

Die beste Umtopfzeit ist das Frühjahr. Da die Banane aber sehr schnell wächst, braucht sie auch zwischendurch einmal einen größeren Topf oder Kübel. Eingetopft wird in mit Lehm vermischter Einheitserde.

Pflanzenschutz Die Blattkanten verfärben sich braun, die Blätter bekommen trockene Stellen: Die Pflanze steht zu trocken. Geben Sie mehr Wasser und erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit.

Mangelndes Wachstum: Die Pflanze muss umgetopft werden in frische, nahrungsreiche Erde. Zurückschneiden der obersten Triebe regt zusätzlich zum Wachstum an.

Faule Stellen an den Blättern: Die Pflanze hat bei zu niedriger Temperatur zuviel Wasser bekommen oder sie steht mit den Wurzeln in der Nässe. Für Wasserablauf sorgen und sparsamer gießen.

Weiße, ungeleichmäßige Flecken an den Blattunterseiten entlang dem Hauptnerv deuten auf Wolläuse hin. Kleinerer Befall kann mit einem Wattebausch entfernt werden, bei starkem Befall hilft nur ein chemisches Mittel.

Beschädigte Blätter: Entweder die Pflanze hat Zugluft bekommen oder sie wurde unvorsichtig behandelt.

Hinweise Im Winter ist es der lichthungrigen Banane oft zu dunkel. Schaffen Sie Abhilfe durch einen extra Pflanzenstrahler.
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