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| Schwertfarn |
| Botanisch: Nephrolepis exaltata • Familie: Nierenschuppenfarngewächse (Nephrolepidaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Der
Schwertfarn hat elegant herabhängende, starkgefiederte Wedel,
die aus dem Topf wie ein Federbusch herausragen. Es ist zur Zeit
die beliebteste Pflanze für Badezimmer und dunkle
Treppenabsätze.
Natürlich ist der Farn keine Nutzpflanze im eigentlichen Sinn. Trotzdem kommt es uns täglich zugute, dass er schon seit Millionen Jahren auf der Erde wächst. Matratzen werden manchmal mit Farnwedeln gefüllt. Es gibt auch eine bestimmte Sorte, aus der man blutstillende Mittel gewinnt. Aber der Hauptnutzen des Farns ist natürlich, dass er wunderschön anzusehen ist. Der entscheidende Unterschied zwischen diesem Farn und anderen Pflanzen ist, dass er nie blüht. Zur Fortpflanzung und zur Zuckerproduktion dienen ihm die Wedel. Farne können tatsächlich aus Wasser und Kohlendioxyd der Luft Zucker herstellen. Farne gibt es wie Sand am Meer. Allein vom Schwertfarn kennt man eine Unzahl von Sorten - große und kleine, solche mit glatten und andere mit gefiederten oder gekräuselten Blättern, solche, die eine Verwandtschaft kaum ahnen lassen. Am bekanntesten sind Nephrolepis exaltata und Nephrolepis cordifolia, der zierlicher aussieht. |
| Standort | Grelle Sonne liebt er gar nicht. Am besten steht er halbschattig, aber immer zugfrei. Im Sommer braucht er 18-20 Grad Celslius, kann auch draußen stehen. Im Winter reichen 15 Grad aus. Unter zehn Grad darf die Temperatur nicht fallen, dann sterben die Wedel ab. |
| Anzucht |
Man kann
den Schwertfarn teilen, wenn man ihn im Frühjahr sowieso
umtopft. Man kann aber auch versuchen, ihn mit Hilfe der Sporen,
die auf den Unterseiten der Blätter sitzen, zu
vermehren.
Sporen in einer Plastiktüte sammeln. Ziehen Sie eine Plastiktüte über den stärksten Wedel und schütteln Sie kräftig. Man kocht einen Ziegelstein in Wasser ab und stellt ihn derart in eine Schüssel mit Wasser, dass er nur zur Hälfte im Wasser liegt. Bedecken Sie den Ziegelstein gut mit Torfmull und gießen Sie vorsichtig kochendes Wasser darüber. Darauf säen Sie die Sporen aus und decken die Schüssel mit Plastikfolie ab. Wenn der Ziegel grün geworden ist, übertragen Sie die Torfschicht mit Hilfe einer Gabel in Töpfe mit feuchtem Torf. Darüber ziehen Sie Plastiktüten mit kleinen Lüftungslöchern. Stellen Sie die Töpfe möglichst hell - aber nicht in die pralle Sonne. Einen Monat später sind die Farne so groß, dass man sie einzeln in Töpfe setzen kann. |
| Pflege |
Ganz
wichtig: Er muss stets gleichmäßig feucht sein. Am besten
lösen Sie dieses Problem durch einen Topf mit automatischer
Wasserzufuhr. Übersprühen Sie den Farn oft mit lauwarmem
Wasser und tauchen Sie ihn einmal in der Woche, so dass er sich
richtig voll Wasser saugen kann. Von Februar bis Oktober wird
einmal im Monat mit kalkfeiem Dünger gedüngt.
Umgetopft wird im Frühling - junge Pflanzen jährlich, ältere alle zwei bis drei Jahre. Die Erde sollte leicht und durchlässig sein, kann also viel Sand und Torf enthalten. Einen Schnitt im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Verwelkte Wedel werden abgenommen, auch solche, die anderen zuviel Licht rauben. |
| Pflanzenschutz |
Silbrigglänzende Blattflecken bedeuten Thripse.
Stellen Sie die Pflanze kühl, brausen sie mit kaltem Wasser ab
und spritzen Sie notfalls ein Gegenmittel.
Dunkle Stellen neben den Blattnerven deuten auf Blattälchen hin. Auf jeden Fall die befallenen Wedel, notfalls die ganze Pflanze vernichten. Längliche, hellbraune Flecken sind Anzeichen für Farn-Schildläuse. Bei schwachem Befall mit einem Messer abstreifen, bei starkem mit Insektenmittel spritzen. Graue oder farblose, gekräuselte Blätter bedeuten Milben. Dagegen helfen spezielle Mittel zum Spritzen oder Milbenpuder. Weiße Wolle-Pünktchen auf den Blättern stammen von Wolläusen. Diese können Sie mit einem Messer oder alkoholgetränkten Pinsel entfernen. Notfalls ein Pflanzenschutzmittel spritzen. |
| Hinweise | Der Schwertfarn verlangt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Er eignet sich deshalb besonders gut für Wintergärten, aber auch für Badezimmer. Dort darf es aber nicht zu dunkel sein. |
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