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Oleander
Botanisch: Nerium oleander • Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Oleander

Beschreibung Oleander kennt wohl jeder aus dem Urlaub in den Mittelmeerländern. Dort wachsen sie als Büsche und Bäume in Parks und Gärten. Als Zimmerpflanze bleiben sie kleiner - aber trotzdem schön.

Der Name "Nerium" kommt vom griechischen Wort "neros", das bedeutet Nässe oder Feuchtigkeit. Dazu passt natürlich die Tatsache, dass der Oleander in der Natur oft in Flussbetten wächst. Damit ist aber auch der Durst der Pflanze gemeint: Sie braucht im Sommer reichlich Wasser, nie darf der Erdballen austrocknen. Auch im Winter darf sie nicht trocken stehen, dann fallen die Blätter ab.

Standort Zwar verträgt der Oleander die trockene Heizungsluft. Für die Blütenbildung aber ist es besser, wenn er in einem kühlen, aber hellen Raum steht.

Vom Frühling bis zum Herbst steht ein Oleander gern an der frischen Luft. Wenn es allerdings ein sonnenarmer oder regnerischer Sommer ist, blüht er nur schlecht. Sie können den Topf auch im Garten eingraben. Der Oleander verträgt sogar Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, jedoch keinen Dauerfrost.

Anzucht Oleander ist leicht zu vermehren. Schneiden Sie im Juni/Juli Triebspitzen als Stecklinge ab, etwa 15-20 cm lang. Sie werden in eine dunkle Flasche mit Wasser gestellt. Schon nach zwei bis drei Wochen bilden sich Wurzeln. Sind diese lang genug, kommt die junge Pflanze in einen Topf mit nahrungsreicher Erde. Beschneiden Sie die Jungpflanzen mehrmals, damit sie sich verzweigen.
Pflege Der Oleander ist eine einfache Pflanze, wenn sie genug Wasser bekommt.

Von Januar bis Februar soll die Pflanze kühl, aber hell stehen. Sparsam gießen, aber nicht austrocknen lassen.

Von März - Aril, während der Wachstumsperiode wird die Pflanze wärmer gestellt und allmählich mehr gegossen. Wenn sie sehr groß geworden ist, wird jetzt umgepflanzt. Die Triebe können ausgedünnt werden (aber nicht zu sehr, denken Sie an die Blüten). Beginnen Sie mit Düngegaben.

Von Mai - August wird täglich reichlich gegossen und wöchentlich gedüngt. Jetzt blüht die Pflanze und soll so hell wie möglich stehen.

Von September - Dezember endet langsam die Wachstumszeit. Im September, ehe der erste Nachtfrost einsetzt, müssen die Pflanzen, die draußen standen, wieder ins Haus. Dort brauchen Sie nun einen kühleren Platz, um Blüten fürs nächste Jahr zu bilden. Gegossen wird weniger, Dünger bekommt der Oleander im Winter gar keinen.

Nehmen Sie zum Gießen immer lauwarmes Wasser. Pflanzen die zu kalt gegossen werden, bekommen blaßgrüne Blätter und ein mickeriges Aussehen. Wird zuviel gegossen, wachsen die Pflanzen wohl kräftig, blühen aber nicht.

Pflanzenschutz Blätter hängen herunter, wenn die Pflanze zu trocken ist.

Hochgeschossene Triebe und kleine, bleiche Blätter kommen durch Licht- oder Düngermangel.

Gelbe oder braune Blattflecken sind auf verschiedene Pilzkrankheiten zurückzuführen. Behandeln Sie die Pflanze mit Pilzmitteln.

Blattläuse, Wolläuse, Schildläuse greifen Triebspitzen, Stiele und Blätter an.

Das Gift des Oleanders hat auf die Schädlinge keine Wirkung. Spritzen Sie mehrmals mit einem Insektizid, spülen Sie die Pflanze mit lauwarmem Wasser ab.

Hinweise Leider ist der Oleander giftig. Wenn Sie kleine Kinder haben, sollten Sie trotz seiner Schönheit auf den Oleander verzichten: Alle Pflanzenteile sind giftig. Pflückt ein Kind zum Beispiel die Blüten ab und lutscht kurz danach am Finger, kann das Kopfschmerzen und Übelkeit zur Folge haben. Seien Sie auch vorsichtig beim Schnitt. Tragen Sie Arbeitshandschuhe.
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