![]() |
| Edelpelargonie |
| Botanisch: Pelargonium grandiflorum Hybriden • Familie: Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Während wir die meisten Pelargonien unter der
Bezeichnung "Geranien" als Balkonpflanzen kennen, eignet sich die
Edelpelargonie mit ihren großen Blüten mehr als
Zimmerpflanze.
Charakteristisch für die Edelpelargonie sind die recht großen Blüten in verschiedenen Farben und der strauchartige, buschige Wuchs. In England, Deutschland und Frankreich waren die Edelpelargonien von allen Pelargonienarten zunächst am verbreitesten - ihrer Schönheit wegen. Später entstanden daraus durch fortgesetzte Züchtung und Veredelung eine ganze Reihe verschiedener dekorativer Blumen. Einige von ihnen sind hoch, andere niedrig, fast alle sehr breit. Allen gemeinsam sind die hübschen Blüten. Die Blüten stehen in Dolden von je acht bis zwölf Stück. Jede einzelne Blüte kann einen Durchmesser von fünf Zentimetern erreichen. |
| Standort |
Alle
Pelargonien lieben sehr helle, sonnige Standorte. Zur
Blütezeit muss man sie besonders hell aufstellen, aber darauf
achten, dass die Blätter an heißen Tagen nicht verbrannt
werden. Überwintert werden die Pflanzen kühl, bei acht
bis zwölf Grad.
Im sehr warmen und sonnenreichen Sommern kann man sie auch an eine geschützte Stelle nach draußen stellen. |
| Anzucht |
Abgeschnittene Triebstücke kann man gleich als
Stecklinge benutzen. Die Spitzen dürfen nur nicht holzig
sein.
Schneiden Sie etwa fingerlange Triebspitzen mit mindestens einem, besser noch zwei Blattpaaren ab. Diese Stecklinge werden entweder in Wasser gesteckt oder in Hormonpulver getaucht und in ein Sand-Torfmull-Gemisch gepflanzt. Decken Sie den Topf mit einer durchsichtigen Plastiktüte ab, und stellen Sie ihn warm und sehr hell. Nach zwei bis drei Wochen haben sich Wurzeln gebildet. Dann können Sie die Pflänzchen in Töpfe mit einer lehmhaltigen Erde umpflanzen. |
| Pflege |
Irgendwann
einmal muss man die Pelargonien zurückschneiden, weil sie
einfach zu hoch und dabei zu staksig werden. Oft bleiben dann auch
die Blüten aus oder sind nur ganz winzig an den dünnen
Triebspitzen zu erkennen. Dann ist es allerhöchste Zeit
für einen radikalen Rückschnitt. Neue Triebe brechen auf,
die Blüten erreichen wieder ihre alte Größe und die
Pelargonie insgesamt ihre charakteristische Form.
Edelpelargonien sind in erster Linie Zimmerpflanzen. Sie sind doch ziemlich anders als die gewöhnlichen Pelargonien, die man von den Balkonkästen kennt. Auch ihre Entwicklung ist ganz anders. Die Edelpelargonien kann man nämlich auch im Winter zum Blühen bringen, wenn man ihnen ein bisschen dabei hilft. Um zu blühen, brauchen diese Pflanzen eine gewisse Zeit einen kurzen Tag, also eine längere Dunkelphase. Das erreichen Sie am besten mit einer schwarzen, lichtundurchlässigen Tüte, die Sie über die Pflanze stülpen. Sie darf nicht länger als 9-10 Stunden täglich hell stehen. Wenn Sie das vier Wochen durchhalten, blüht sie anschließend. Denselben Effekt erzielen Sie, wenn die Pflanze vier Wochen kälter als 10 Grad steht. Im Sommer müssen Sie gut gießen. In den Wintermonaten wird sie fast trocken gehalten. Gedüngt wird von März bis September einmal in der Woche, vor der Blüte mit kalireichem Dünger. Edelpelargonien dürfen Sie nicht besprühen. Jüngere Pflanzen werden im Frühjahr umgetopft, ältere nur noch selten. Pelargonien stehen gern dicht gedrängt und blühen besser, wenn sie mit den Wurzeln den Topf ausfüllen. Verwenden Sie lehmhaltige Erdmischungen. |
| Pflanzenschutz |
Schwacher
Wuchs: zu dunkler Standort. Stellen Sie die Pflanze heller, aber
nicht in pralle Sonne.
Gelbe Blätter entstehen, wenn die Erde zu trocken ist. Oft treten gleichzeitig braune Flecken auf. Gießen Sie die Pflanze gründlich. Viele schwache Triebe, die vom Wurzelhals ausgehen, können von einer bakteriellen Erkrankung stammen. Werfen Sie die Pflanze einfach weg. Pilzerkrankungen treten bei zu feuchtem Standort und zu kühlem Standort auf. Man erkennt sie an dunklen und faulenden Stengeln. Die Pflanze verwelkt und muss weggeworfen werden. Weiße Insekten sind Mehlläuse. Bekämpfen Sie sie mit einem chemischen Mittel; achten Sie auf die Vorschriften. Viele Blätter und wenig Blüten können normal sein, können aber auch durch Überdüngung bedingt sein. Beachten Sie genau die Düngemengen. |
| Hinweise |
Wählen Sie beim Kauf nur dichte, möglichst
buschige Pflanzen aus. Untersuchen Sie die Blattunterseiten, da
sich dort gerne Schädlinge versteckt halten.
Die meisten Edelpelargonien werden recht alt. Sie blühen am schönsten erst im dritten Jahr. |
| ThemenChannel CyberGarten von Familie-im-Web |
| © 1994 - 2011 Dirk Jasper |


