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Avocado
Botanisch: Persea americana • Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Avocado

Beschreibung Haben Sie noch eine Avocado zu Hause? Dann werfen Sie den Kern nicht fort. Sie können daraus ein hübsches Bäumchen ziehen. Aber warten Sie nicht zu lange mit dem Einpflanzen des Kernes.

Über 135 verschiedene Avocado-Arten kennt man, die überall in den Tropen, am häufigsten aber in Nord- und Südamerika wachsen. Dort werden sie als Bäume bis zu 20 m hoch. Ihre breiten Kronen tragen das ganze Jahr über grüne, glatte, ovale Blätter. Die Blüten sind gelbgrün, sitzen ganz oben an den Spitzen der Zweige und duften betörend.

Die Früchte, die je nach Art zu verschiedenen Jahreszeiten reifen, können von unterschiedlichster Form, Größe und Farbe sein. Bei uns sind die birnenförmigen am bekanntesten, deren dunkelgrüne Außenhaut glatt oder genarbt ist. Es gibt aber auch solche in Apfel- oder Gurkenform, sogar von tiefschwarzer Farbe.

Bei der Zucht auf der Fensterbank können Sie leider weder Blüten noch Früchte erwarten. Dafür fehlen genug Licht und Wärme.

Früher hieß die Avocado Aguacate - so sprachen die spanischen Eroberer den ursprünglichen aztekischen Namen "Ahuacatl" aus. Aber schon lange, bevor die Europäer nach Amerika kamen und die Avocadopflanze entdeckten, wurde sie dort angebaut und ihre Frucht gegessen. Das Fruchtfleisch mit seinem nussartigen Geschmack nannte man in den Herkunftsländern "Soldatenbutter", weil es sich zwar streichen ließ, aber nicht so wertvoll war wie "echte" Butter.

Von allen Früchten besitzt die Avocado den höchsten Ölanteil und Kaloriengehalt. Das Öl findet auch in der Kosmetikindustrie Verwendung. Eine Maske aus Avocadoscheiben oder Fruchtfleisch hilft gegen trockene Haut.

Standort Hell, sogar sonnig sollte die Avocado stehen und immer bei hoher Luftfeuchtigkeit. Ideal sind Wintertemperaturen von etwa zwölf Grad. Steht sie wärmer, verliert sie oft alle ihre Blätter.
Anzucht Der Kern muss bald eingepflanzt werden, er behält seine Keimfähigkeit nicht sehr lange. Das spitze Ende soll nach oben zeigen. Haben Sie einen Kern mit zwei runden Enden, legen Sie ihn quer auf die Erde und setzen ihn erst dann richtig ein, wenn sich Trieb und Wurzeln zeigen.

Stecken Sie den Kern zu zwei Dritteln in einen Topf mit leichter, durchlässiger Erde. Gleichmäßig feucht halten, warm und schattig stellen.

Drei Zahnstocher vorsichtig in die Mitte des Kern einstechen und diesen auf ein Wasserglas legen. Das Wasser muß so hoch stehen, dass es den Kern nicht erreicht, aber um ihn herum so viel Feuchtigkeit schafft, daß er nicht austrocknet. Nach vier bis acht Wochen weicht er auf: Wurzeln sind zu sehen und die beiden Kernhälften trennen sich, um den Keimling freizugeben. Jetzt pflanzt man den Kern in Erde, aber vorsichtig, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Die jungen Pflanzen wachsen schnell und brauchen viel Nahrung. Deshalb topft man sie oft in nahrhafte Erde um.

Selbstgezogene Avocadopflanzen schießen oft in die Höhe, ohne sich zu verzweigen. Zwicken Sie die Spitze.

Pflege Im Sommer braucht die Avocado sehr viel Wasser, im Winter nur so viel, dass die Blätter nicht fallen. Mehrmals täglich mit lauwarmem Wasser besprühen. Gedüngt wird von März bis Ende August alle zwei Wochen.

Im Frühjahr kann man von langen Trieben die Spitzen abzwicken, dann wächst sie buschiger.

Pflanzenschutz Blätter fallen ab. Wenn die Pflanze im Winter zu dunkel oder auch zu warm steht, verliert sie schnell die Blätter.

Blätter bekommen braune Spitzen. Das kann ein Zeichen für Wassermangel, aber auch für zu wenig Dünger sein. Sorgen Sie dafür, dass sie nie austrocknet und im Sommer genügend Nährstoffe bekommt.

Hinweise Avocadopflanzen kann man nur selten kaufen. Sie müssen sie schon selbst aus einem Kern ziehen.
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