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| Goldtüpfelfarn |
| Botanisch: Phlebodium aureum • Familie: Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae) |
| Beschreibung |
Der Goldtüpfelfarn ist zwar ein echtes Tropenkind - er stammt aus Südamerika. Im Gegensatz zu anderen Farnen kommt er aber auch im normalen Wohnzimmer gut zurecht - mit Sonderwünschen. Von der Gattung Phlebodium kennt man nur eine einzige Art: Phlebodium aureum. Früher war dieser Farn unter dem Namen Polypodium bekannt, wurde aber inzwischen von den Botanikern - aus welchen Gründen auch immer - umbenannt. Wundern Sie sich aber nicht, wenn Sie trotzdem Goldtüpfelfarne mit unterschiedlichem Aussehen entdecken: Es werden verschiedene Kultursorten gezüchtet. Am bekanntesten und häufigsten sind "Glaucum crispum" mit größeren, gekrausten Fiederblättern und "Mandaianum" mit kleineren, gewellten Blättchen. Der Goldtüpfelfarn stammt aus den tropischen Gebieten Südamerikas. Aber auch in Ceylon ist er inzwischen eingebürgert. Er gehört zu den Erdfarnen, und zwar zu denen, die relativ rasch wachsen und deshalb auch im Zimmer eine ganze Menge Platz brauchen. Bis zu 60 Zentimeter lang können die Wedel werden. Sie sind aus vielen kleinen Fiederblättchen zusammengesetzt. Sie sehen bläulich bereift aus. Der Wurzelstock dieses Farns kriecht dicht unter oder oft auch über der Erde entlang. Der Goldtüpfelfarn gehört übrigens zu den wenigen Farnen, die trockene Luft gut vertragen.
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| Standort | Der Farn braucht zwar einen hellen Platz, verträgt aber keine grelle Sonne. In leichtem Schatten wird das Laub schöner. Wichtig sind die richtigen Temperaturen: während der Ruhezeit am Tag 15 bis 20 Grad, in der Nacht zwölf bis 15 Grad; in der Wachstumsperiode am Tag 20 bis 22 Grad, in der Nacht 16 bis 18 Grad. Dieser Farn verträgt auch trockene Luft. |
| Anzucht |
Am einfachsten lässt sich der Farn vermehren, indem man beim Ummtopfen Ende Februar den Wurzelstock teilt: einfach mit einem scharfen Messer durchschneiden und die Teile einzeln in Töpfe setzen. Eher etwas für Profis, zumindest aber für Leute mit dem berühmten "grünen Daumen" ist die Vermehrung durch Sporenaussaat. Zunächst einmal müssen Sie die abfallenden Sporen von den Blättern sammeln. Sie werden in eine Schale mit feuchtem Torfmull oder auf Weißmoos ausgesät. Die Luft muss sehr feucht sein. Decken Sie die Schale mit einer Glasplatte ab und stellen sie sehr warm. Nach einiger Zeit zeigt sich eine Art grüner Rasen. Diese Winzlinge muss man dann gruppenweise in Saatschalen umsetzen. Bis die Sämlinge so groß sind, dass sie ein zweites Mal in Töpfe gesetzt werden können, vergehen noch viele Wochen. |
| Pflege |
Auch wenn der Goldtüpfelfarn zu den relativ pflegeleichten gehört, so ist es doch wichtig, dass man vor allem seine verschiedene Wachstums- und Ruhezeit berücksichtigt. Denn die Pflege unterscheidet sich. Sie fällt in die dunkle Jahreszeit, etwa von November bis Februar. In dieser Zeit sammelt die Pflanze wieder neue Kräfte für die nächste Wachstumssaison. Das heißt, sie will und soll nicht wachsen und auch nicht dazu animiert werden. Deshalb sollte der Farn in dieser Zeit ein wenig kühler stehen als im Sommer. Natürlich wird auch weniger gegossen; austrocknen allerdings darf die Erde nicht. Gedüngt wird während der Ruhezeit überhaupt nicht. Die Wachstumsperiode beginnt im Februar damit, dass man die Pflanzen Ende des Monats umtopft. Bei ausgewachsenen Farnen ist das allerdings nur alle zwei Jahre notwendig. Für den kriechenden Wurzelstock sind flache Gefäße besonders gut geeignet. Übrigens wächst der Goldtüpfelfarn auch ausgezeichnet in Hydrokultur. Mit Beginn der Wachstumsperiode braucht der Farn auch wieder mehr Wasser. Von Mitte April bis Ende August dem Gießwasser etwa alle vier Wochen Flüssigdünger zugeben. Noch eines: Auch wenn der Goldtüpfelfarn mit trockener Luft ganz gut zurecht kommt, kann es nicht schaden, wenn Sie die Wedel hin und wieder mit angewärmtem Wasser übersprühen. Umgetopft wird jedes zweite Jahr. Eine gute Mischung für tropische Farne kann aus folgenden Zutaten bestehen: 25 Prozent Heidetorf, 25 Prozent Buchenlaub (verrottet), 25 Prozent Kuhmist, 10 Prozent grober Torf, 10 Prozent feiner Kies, 5 Prozent Holzkohlepulver. Aber auch die Verwendung von normaler Einheitserde ist möglich. |
| Pflanzenschutz |
Den Besitzer wird es freuen: Der Goldtüpfelfarn gehört zu den robusten Pflanzen, die nur selten wirklich krank oder von Schädlingen befallen werden. Ungleichmäßiges Gießen ist eigentlich das einzige, was er wirklich übelnimmt. Heute gegossen, morgen vergessen zu werden, das verträgt er nicht. Erstes Anzeichen für eine solche schlechte Behandlung sind fast immer welke Blattränder. Wenn sie Ihnen auffallen, sollten Sie ganz schnell über Ihre Pflege nachdenken. Eine einfache Lösung für wenig versierte Zimmergärtner sind zum Beispiel Töpfe mit Automatikbewässerung. Bei ihnen versorgt sich der Farn selbst mit der jeweils notwendigen Wassermenge. |
| Hinweise | Setzen Sie den Goldtüpfelfarn immer in Kunststoffgefäße, die das Wasser länger halten. |
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