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| Geweihfarn |
| Botanisch: Platycerium bifurcatum • Familie: Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae) |
| Beschreibung |
Der Geweihfarn erinnert an eine elegante Skulptur. In der Natur gehört er zu den Baumbewohnern. Im Zimmer können Sie ihn im Topf ziehen, aber auch an einem Stück Rinde oder Kork befestigen. Der Farn wächst seltsam verformt. Er eignet sich gut als Hängepflanze. Die grünen Geweihblätter werden 60 bis 80 Zentimeter lang. Zwischen den schildförmigen Deckblättern, die zuerst grün, später braun sind, wachsen die dekorativen, behaarten Geweihblätter. Nur diese Innenblätter tragen Sporen, die man als großen, braunen Belag an der Blattunterseite erkennt. Sie sorgen für die Vermehrung. In seiner Heimat, den tropischen Regenwäldern sitzt der Geweihfarn wie ein Vogelnest oft 30 Meter über der Erde in den Astgabeln der Urwaldbäume. Dort lebt er als Epiphyt (Scheinschmarotzer), das heißt, er ernährt sich nur von abgestorbenen Pflanzenteilen. Im Zimmer wirkt er sehr dekorativ, wenn er von der Decke herunterhängt. Im Wintergarten können Sie auch mehrere Farne zusammen auf einen Baum setzen.
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| Standort | Der Geweihfarn verträgt keine Sonne, wächst gut im Halbschatten oder Schatten. Die Temperatur kann ganzjährig 20 Grad betragen. Besser aber sind im Winter 16 bis 18 Grad. |
| Anzucht |
Ableger bilden sich als Nebentriebe unten am Schoss der Pflanze, der sogenannten Basis. Beim Umtopfen kann man sie, wenn sie schon Wurzeln haben, vorsichtig abnehmen und in Töpfe mit sauberem Torfmull setzen. Die Pflanzen werden gut gegossen, dann stülpen Sie einige Tage lang eine Plastiktüte über den Topf. Die beste Saatzeit ist September bis Dezember. Nehmen Sie die Sporen vorsichtig von den Blättern ab und säen Sie sie in sauberen, nassen Torfmull. Mit einer dünnen Sandschicht bedecken. Die Saatkästen müssen Sie mit Glas abdecken und an einen dunklen Platz stellen, an dem die Temperatur etwa 25 Grad beträgt. Die Keimlinge werden mehrmals versetzt. Erst wenn sie die Blätter gewechsel haben, kommen sie in ihren endgültigen Topf. |
| Pflege |
Der Geweihfarn wächst auch ausgezeichnet im Tontopf. Man muss nur für eine gute Drainage sorgen, mit einer Schicht Kies oder Blähton am Topfboden. Als Erde nehmen Sie sauberen, groben Torfmull. Steht der Farn in einem geflochtenen Korb oder Kasten, können die Wurzeln durch Torfstreu zusammengehalten werden. Wächst der Farn an einem Baumstamm, wird nasses Torfmoos um die Wurzeln gepackt. Dann wird er an einem Zweig festgebunden oder an einem Stück Rinde, das an den Stamm kommt. Die Luftfeuchtigkeit sollte auf jeden Fall hoch sein, aber auf keinen Fall duschen. Tauchen Sie den Erdballen einmal wöchentlich in Wasser. Einmal im Monat mischen Sie Dünger ins Wasser. Im Winter alle zehn Tage tauchen. Etwa alle drei Jahre wird der Farn umgetopft, in Körbchen, Schalen oder flache Töpfe mit einer Torfmischung oder Orchideenerde. |
| Pflanzenschutz |
Der Geweihfarn ist nicht sehr anfällig für Schädlinge. Stellen sich trotzdem einmal welche ein, ist das ein Zeichen dafür, dass entweder Standort oder Pflege nicht stimmen. Blattläuse kann man mit dem Fingernagel abschaben. Schildläuse entfernt man, indem man die braunen Läuse mit einem Wattebausch abwischt, der mit denaturiertem Spiritus getränkt wurde. Meist muss man die Behandlung in wöchentlichem Abstand mehrmals wiederholen. Schlaffe Blätter bedeuten zuwenig Wasser. Zuviel Wasser äußert sich in faulen oder abfallenden Blättern. Wichtig: Die Blätter dürfen nie abgewischt werden. Dadurch würden Sie den Haarbelag entfernen, der für den Farn lebensnotwendig ist. Auch kein Blattglanz-Spray nehmen. |
| Hinweise | Der Geweihfarn gedeiht gut zusammen mit anderen Pflanzen, zum Beispiel Orchideen, Bromelien und natürlich anderen Farnen. |
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