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| Rechsteinerie |
| Botanisch: Rechsteineria cardinalis • Familie: Gesneriengewächse (Gesneriaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Die
Rechsteinerie ist eine etwa 30 Zentimeter große, aufrecht
wachsende Pflanze. Die Blätter sind samtartig behaart und
zirka zehn bis 15 cm lang. Die Blüten sind lack- oder
kardinalrot, sechs Zentimeter lang, sie sitzen an kurzen Stielen
ringförmig um den Pflanzenstiel.
Die Pflanze ist gleichermaßen schön wie anspruchslos, was das Klima angeht, in dem sie wächst. Sie gehört zur Familie der Gesnerien und ist nah verwandt mit vielen anderen feinen Topfpflanzen, die sozusagen einen Stammplatz auf der Fensterbank haben. Die Gloxinie gehört ebenso dazu wie die Drehfrucht oder das beliebte Usambaraveilchen. Die Rechsteinerie stammt aus Brasilien, ihre Blütenfarbe ist die Tracht der dortigen katholischen Kardinäle. Es gibt übrigens auch eine weißblühende Art, sie kommt aber sehr viel seltener vor. Die Rechsteinerie hat eine Knolle, die Wasser und Nahrung speichern kann. Im Winter ist in dieser Knolle alles gespeichert, was die Pflanze benötigt, um im Frühjahr wieder wachsen zu können. Es gibt rund 75 verschiedene Arten der Rechsteinerie. Nur ganz wenige jedoch davon im Handel angeboten und nur ganz wenige kann man selbst züchten. Rechsteineria leucotricha kommt aus Südbrasilien. Sie heißt auch Brasilianisches Edelweiß. An ca. 30 cm langen Stengeln wachsen 3 - 4 Blätter. Die Blütenknospen sind grau, die "richtigen" Blüten dann hellrot. Rechsteineria cardinalis blüht scharlachrot. |
| Standort | Die Rechsteinerie mag eine hohe Lichtintensität, mithin viel Licht. Aber sie verträgt keine sengende Sonne. |
| Anzucht |
Es gibt
mehrere Möglichkeiten, diese Pflanze zu vermehren. So kann im
Frühjahr der Samen ausgesät werden. Hat sich bereits im
ersten Sommer eine kleine Knolle gebildet, muss sie im Winter
ruhen. Andernfalls kann die Jungpflanze bei mehr Wärme in
diesen Monaten weiterwachsen.
Eine größere, ältere Knolle kann geteilt werden. Legen Sie eine solche Knolle mit den "Augen" nach oben auf feuchten Torf. Dann wachsen die Triebe. Schneiden Sie die Knolle durch; Es muss mindestens ein Trieb an jedem Teil sein. 24 Stunden lang trocknen lassen, dann erst einpflanzen. Auch durch Stecklinge ist eine Vermehrung möglich. Sie werden mit einem kleinen Stück Knolle abgeschnitten. Knollenstück und Steckling in Blumenerde stecken, eventuell mit einem kleinen Stab stützen. Dann Plastiktüte mit Luftlöchern überstülpen, um ein treibhausähnliches Klima zu erzeugen. |
| Pflege |
Im Februar
wird die Knolle aus der alten Erde genommen und von vertrockneten
Pflanzenresten gereinigt. Dann auf feuchten Torf setzen und ein
wenig eindrücken. Sind die Triebe 5 cm hoch, in normale
Blumenerde umsetzen. Die Oberfläche der Knolle soll mit der
Erdoberfläche abschließen. Wasserzufuhr erhöhen. In
den Sommermonaten alle 14 Tage düngen. Ab August keinen
Dünger mehr und die Wasserzufuhr reduzieren. Langsam
gewöhnt sich die Pflanze an die Winterpause und alles
Grün verwelkt. Ab Oktober die Knolle bei etwa 15 Grad
überwintern lassen.
Die Rechsteinerie braucht kalkarmes Wasser, das sich übrigens mit einem kleinen Trick ohne viel Aufwand selbst "herstellen" lässt: Geben Sie einen Teelöffel Zitronensäure auf einen Eimer Wasser (oder eine Messerspitze auf einen Liter): Der Kalk wird neutralisiert. Die Luftfeuchtigkeit sollte möglichst hoch sein, die behaarten Blätter dürfen aber nicht abgeduscht werden. Ein mit Wasser gefülltes Gefäß neben der Pflanze macht die Umgebung schon ein wenig feuchter. Elektrische Luftbefeuchter erfüllen den gleichen Zweck wie ein Übertopf, in den eine Kiesschicht und etwas Wasser gefüllt wird. Wichtig: Der Blumentopf selbst darf nie im Wasser stehen. |
| Pflanzenschutz |
Bei
ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit im Raum ist die Rechsteinerie
eigentlich eine sehr widerstandsfähige Pflanze.
Spinnmilben zeigen sich an deformierten Blättern. Und an feinen Gespinsten in den Blattachseln. Sie können innerhalb kürzester Zeit eine Pflanze völlig ruinieren. Und leider auch auf andere Pflanzen auf der Fensterbank übergreifen. Schon beim ersten Verdacht sollte die Rechsteinerie dann isoliert werden. Die Bekämpfung ist nicht ganz einfach. Wahrscheinlich werden Sie nicht um chemische Schädlingsbekämpfungsmittel herumkommen. Bringen die keinen Erfolg, sollten Sie die Pflanze wegwerfen. |
| Hinweise | Wegen ihrer schönen, roten Blüten ist die Rechsteinerie eine ideale Sommerpflanze für jedes Fenster. |
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